Aktualizováno 17.9.2026
Eine Insel von 5.590 km², auf die Vulkane passen, die man nachts besteigt, Reisterrassen an einem Bewässerungssystem, das seit Jahrhunderten läuft, Tempel auf Klippen und Strände, die gleichermaßen zum Surfen und zum Planschen mit Kindern taugen. Bali ist klein und benimmt sich wie ein ganzes Land: Du kannst zwei Wochen bleiben und mit dem Gefühl heimfliegen, die Hälfte verpasst zu haben. Deshalb beantworten wir die Frage nach den besten Bali Sehenswürdigkeiten so, wie es vor Ort wirklich hilft – mit 40 Orten nach Regionen sortiert, Routen für eine und zwei Wochen, Transport, Preisen und dem Detail, das fast keine Reiseführer erwähnt: Eine Balireise scheitert nicht an dem, was du auslässt, sondern daran, wie du es auf der Karte verteilst.
Kurz gefasst: die wichtigsten Bali Sehenswürdigkeiten
- Die 40 Orte in diesem Artikel sind nach Regionen gruppiert, weil das Vorankommen auf der Insel deutlich mehr Zeit frisst, als die Karte verspricht.
- Bali misst 5.590 km² und hat rund 4,5 Millionen Einwohner – gut anderthalbmal so viel Fläche wie Mallorca, aber mit mehr als der viereinhalbfachen Einwohnerzahl.
- 86 % der Einwohner sind Hindus, eine Ausnahme im überwiegend muslimischen Indonesien. Genau daher kommen die Tempel an jeder Straßenecke.
- Der höchste Berg ist der Gunung Agung mit 3.031 Metern. Auf den Fotos landet trotzdem meist der niedrigere Batur, den man zum Sonnenaufgang besteigt.
- Die Reisterrassen und das Subak-System stehen seit dem 6. Juli 2012 auf der Unesco-Welterbeliste.
- Die besten Basen sind Ubud und der Süden. Ubud für Kultur und Inland, Canggu und Uluwatu für Strand und Surf.
- Unterschätze die Fahrzeiten nicht. Fünfzig Kilometer können zwei Stunden bedeuten: schmale Straßen und ein Dauerstrom von Rollern.
- Ab Deutschland fliegst du immer mit Umstieg und landest in Denpasar (Flughafen Ngurah Rai, DPS), eine Viertelstunde vom Süden der Insel und gut eine Stunde von Ubud entfernt.
Wie du die Insel aufteilst, damit dir das Fahren nicht den Urlaub frisst
Wenn du aus dem ganzen Artikel nur einen Absatz mitnimmst, dann diesen. Auf der Karte wirkt Bali wie ein Taschentuch, aber die Straßen sind schmal, kurvig und voll, sodass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei ungefähr dreißig Stundenkilometern liegt. Von Ubud in den Norden der Insel geht ein halber Tag drauf, auch wenn es auf dem Handydisplay nur ein Fingerbreit ist.
Am vernünftigsten teilst du Bali deshalb in zwei bis drei Basen auf und fährst von jeder aus Tagesrunden:
- Ubud und die Inselmitte für Tempel, Reisterrassen, Wasserfälle und Dschungel.
- Der Süden, also Canggu, Seminyak oder Uluwatu, für Strände, Surf, Beachclubs und Sonnenuntergänge.
- Der Norden oder Osten, wenn du Zeit übrig hast und Ruhe, Tauchen und weniger Leute suchst.
Wer sich an einem einzigen Ort einquartiert und von dort die ganze Insel abklappern will, verbringt den Urlaub im Auto.

40 Bali Sehenswürdigkeiten nach Regionen
Du willst die ganze Insel sehen und dabei nichts Wichtiges auslassen? Dann brauchst du mehr Zeit, als die meisten einplanen. Wir sind damals lieber ohne Rückflugticket angereist, um einfach lange bleiben zu können. Das hier sind die Orte, die uns am meisten hängen geblieben sind.
Ubud und die Inselmitte
Wer nicht ausschließlich am Strand liegt, landet früher oder später in Ubud. Ja, es ist voll – und trotzdem großartig. Rundherum liegen prächtige Reisterrassen, Tempel und jede Menge Gemeinschaftszentren.
1. Ubud und sein Zentrum. Das spirituelle und kulturelle Herz der Insel, wo traditionelle Tempel auf Cafés und Yogastudios treffen. Die beste Basis für das gesamte Inland.

2. Monkey Forest. Ein Tempelwald mitten in Ubud, in dem zwischen moosbewachsenen Statuen Makaken leben. Sie sind frech und nehmen alles mit, was du in der Hand hältst – Brille und Handy also lieber wegpacken.
3. Die Reisterrassen von Tegallalang. Die meistfotografierten Terrassen der Insel, ein Stück oberhalb von Ubud. Komm früh am Morgen, nach neun stehst du schon für den Zugang zum Weg an.
4. Die Reisterrassen von Jatiluwih. Deutlich größer und ruhiger, westlich von Ubud, und Teil des Gebiets, das seit dem 6. Juli 2012 zum Unesco-Welterbe gehört. Geformt hat diese Landschaft das Subak, die traditionelle Wasserverwaltung: Gruppen von fünfzig bis vierhundert Bauern regeln die Bewässerung gemeinsam und stimmen die Aussaat aufeinander ab. Das ist kein hübscher Aussichtspunkt, sondern ein funktionierendes System, das seit Jahrhunderten läuft.

5. Der Wasserfall Tegenungan. Der am leichtesten erreichbare Wasserfall bei Ubud, und man kann darunter baden. Genau deshalb sind hier auch die meisten Leute.
6. Die Wasserfälle Tibumana, Kanto Lampo und Tukad Cepung. Ein Trio kleinerer Wasserfälle rund um Ubud. Tukad Cepung ist die Besonderheit: Er stürzt in eine Höhle, in die am Vormittag eine Lichtsäule fällt.
7. Sekumpul. Der schönste Wasserfall der Insel, im Norden gelegen, mit einem anstrengenden Ab- und Aufstieg über Treppen. Ein halber Tag, der sich lohnt.
8. Der Tempel Tirta Empul. Heilige Quellen, an denen sich Balinesen in einer Reihe steinerner Wasserspeier rituell reinigen. Du darfst mitmachen, aber es gelten Regeln für Kleidung und Reihenfolge.

9. Goa Gajah, die Elefantenhöhle. Eine archäologische Stätte, deren Höhleneingang von einem in den Fels gehauenen Dämonengesicht gebildet wird.
10. Der Tempel Gunung Kawi. In die Talwände geschlagene Felsengräber, zu denen man zwischen Reisfeldern hinabsteigt. Einer der ruhigsten heiligen Orte der Insel.
11. Kaffeeplantagen und Luwak. Verkostungen von Kaffee und Tee gibt es im ganzen Inland. Wenn dich die Haltung von Schleichkatzen für den Luwak-Kaffee stört, frag vorher nach, ob die Tiere in Käfigen sitzen.

12. Kurse und Workshops in Ubud. Kochen, Batik, Malerei, Schnitzen, Yoga. Ubud ist der Ort, an dem du einen Tag damit verbringen kannst, etwas zu lernen.
Vulkane und Berge
Auf die Vulkane und Berge von Bali haben wir uns vermutlich am meisten gefreut. Es war grandios, und wir würden jederzeit wieder hinfahren.
13. Gunung Batur. Der meistbesuchte Vulkan der Insel, auf den man um zwei Uhr nachts aufbricht, um zum Morgengrauen oben zu stehen. Der Aufstieg ist kurz, aber steil – und nachts kalt.
Tipp für den Batur: Auf 1.717 Metern ist es vor Sonnenaufgang deutlich kühler, als du nach einem Tag in Ubud erwartest. Nimm eine leichte Jacke, lange Hose, eine Stirnlampe mit eigenen Batterien und Wasser mit. Feste Schuhe sind Pflicht, der Vulkanschotter rutscht.

14. Gunung Agung. Mit 3.031 Metern der höchste Berg Balis und zugleich der heiligste Ort der Insel. Der Aufstieg ist deutlich anspruchsvoller als der auf den Batur und nur mit Guide erlaubt. Der Berg ist ein aktiver Vulkan, die Touren werden je nach Lage gesperrt.
15. Der Batur-See. Der Kratersee unterhalb des gleichnamigen Vulkans, ebenfalls Teil des Unesco-Gebiets. Am Ufer liegen heiße Quellen, in die du nach dem Abstieg steigen kannst.

16. Die Seen Bratan, Buyan und Tamblingan. Drei Seen in den Bergen nördlich von Ubud, wo es spürbar kühler ist und oft Nebel über dem Wasser hängt. Das wirkt eher wie der Schwarzwald im Oktober als wie die Tropen.
17. Munduk und Umgebung. Ein Bergdorf zwischen Seen und Wasserfällen, die beste Basis, wenn du komplett weg vom Strand willst.
Tempel, für die sich ein Umweg lohnt
Tempel stehen auf Bali gefühlt an jeder Ecke, aber einige davon sind wirklich außergewöhnlich.
18. Tanah Lot. Ein Tempel auf einem Felsen, den bei Flut das Meer umschließt. Der meistfotografierte Ort Balis und zum Sonnenuntergang zugleich der vollste. Komm am Nachmittag, nicht erst auf den letzten Drücker.
19. Ulun Danu Beratan. Der Tempel am Ufer des Bratan-Sees, der bei hohem Wasserstand aussieht, als würde er schwimmen. Genau der, den du von den indonesischen Geldscheinen kennst.
20. Pura Ulun Danu Batur. Der Tempel oberhalb des Batur-Kratersees, ebenfalls Teil des Unesco-Eintrags.
21. Pura Taman Ayun. Ein von einem Wassergraben umgebener Königstempel, auch er gehört zum Unesco-Gebiet. Ruhig und mit erstaunlich wenig Leuten.
22. Pura Luhur Uluwatu. Der Klippentempel an der Südspitze der Insel, wo zum Sonnenuntergang der Kecak getanzt wird. Plan genug Zeit für die Anfahrt ein, die Sitzplätze in der Arena sind früh weg.
23. Lempuyang und das Tor zum Himmel. Der Tempel im Osten mit dem berühmtesten Foto Balis, auf dem sich der Berg zwischen den beiden Torhälften spiegelt. Der Spiegel ist in Wahrheit ein Stück Glas, das der Fotograf unter das Objektiv hält – und gewartet wird hier auch mal ein paar Stunden.

Strände auf Bali und der Süden der Insel
24. Canggu. Das Zentrum der Surfer und der Leute, die von unterwegs arbeiten, mit Beachclubs, Cafés und schwarzem Vulkansand.
25. Seminyak und Kuta. Der lebhafteste Teil der Insel mit langem Strand, Geschäften und Nachtleben. Kuta ist am günstigsten und am lautesten, Seminyak teurer und aufgeräumter.

26. Uluwatu und seine Strände. Buchten unter den Klippen, zu denen Treppen hinabführen, und die besten Surfwellen der Insel.
27. Nusa Dua und Sanur. Der ruhigere Familienteil mit flachem Wasser und gepflegten Stränden, ohne Wellen und ohne Trubel.
28. Jimbaran und das Abendessen am Strand. Fischrestaurants direkt im Sand, in denen zum Sonnenuntergang gegessen wird. Touristisch, aber es funktioniert.
29. Amed und Tulamben im Osten. Schwarze Strände, Ruhe und das beste Tauchen der Insel. Vor Tulamben liegt in zwanzig Metern Tiefe das Wrack der USAT Liberty, das man sogar beim Schnorcheln sieht.
30. Lovina im Norden. Ruhige schwarze Strände, von denen aus man frühmorgens zu den Delfinen hinausfährt.
Kurz sortiert: Canggu und Uluwatu sind die Surfstrände, Sanur und Nusa Dua die für Familien, Amed und Lovina die für alle, die Ruhe und Unterwasserwelt suchen.
Inseln rund um Bali
Dass Indonesien voller Inseln steckt, überrascht niemanden – und rund um Bali liegen gleich mehrere, zu denen ganz normale Bootsausflüge fahren.
31. Nusa Penida. Die wilde Insel mit den Klippen, zu der man wegen Kelingking Beach und Angel’s Billabong fährt. Die Straßen sind schlecht und die Wege lang, für einen einzigen Tag ist das zu wenig.

32. Nusa Lembongan und Ceningan. Kleiner, ruhiger und leichter zu befahren als Penida, miteinander verbunden durch die gelbe Brücke.
33. Die Gili-Inseln. Drei autofreie Eilande vor Lombok, auf denen man mit dem Rad und der Pferdekutsche unterwegs ist. Das beste Schnorcheln mit Schildkröten.
34. Lombok. Die Nachbarinsel mit dem Vulkan Rinjani und leereren Stränden, erreichbar mit dem Schnellboot.
Der Unterschied in einem Satz: Penida für die großen Klippenfotos, Lembongan und Ceningan für ein paar entspannte Tage, die Gilis fürs Schnorcheln und Lombok, wenn du wieder richtig wandern willst.

Erlebnisse und Programm auf Bali
35. Kecak zum Sonnenuntergang. Der traditionelle Tanz, bei dem ein Männerchor die Musik ersetzt, am schönsten in Uluwatu mit dem Meer im Hintergrund.
36. Nyepi, der Tag der Stille. Das balinesische Neujahr, an dem auf der ganzen Insel alles stillsteht: Der Flughafen ist zu, es wird kein Licht angemacht und niemand geht vor die Tür – das gilt auch für Touristen im Hotel. Am Abend davor ziehen Umzüge mit riesigen Ogoh-ogoh-Figuren durch die Straßen. Das intensivste Erlebnis, das du auf Bali haben kannst, aber plane deinen Flug mit Puffer.
37. Schnorcheln und Tauchen. Die besten Reviere sind Menjangan im Nordwesten, Amed und Tulamben im Osten und die Gewässer um Nusa Penida, wo du in der richtigen Saison Mantas triffst.

38. Rafting auf dem Ayung. Ein Halbtagesprogramm ab Ubud, das auch mit größeren Kindern klappt.
39. Balinesische Massage und Spa. Preislich ein Bruchteil dessen, was du in Deutschland zahlst, und nach einem Tag auf dem Roller unbezahlbar.
40. Waterbom und Wasserparks. Die sichere Karte mit Kindern, wenn die Familie genug Tempel gesehen hat. Der Waterbom in Kuta gehört zu den besten in Asien.
Routen: Bali Sehenswürdigkeiten in einer und in zwei Wochen
Eine Woche auf Bali
- Tag 1 bis 3, Ubud: Monkey Forest, Tegallalang, Wasserfälle, Tirta Empul, dazu ein Kurs oder eine Massage.
- Tag 4: nächtlicher Aufstieg auf den Batur, nachmittags die heißen Quellen.
- Tag 5 bis 7, Süden: Umzug nach Canggu oder Uluwatu, Strände, Kecak zum Sonnenuntergang, ein Tag Nichtstun.
Zwei Wochen
- Die Woche wie oben, nur in ruhigerem Tempo.
- Tag 8 bis 10: Nusa Penida oder die Gili-Inseln.
- Tag 11 bis 13: der Osten der Insel, also Amed und Tulamben, Tauchen und Lempuyang.
- Tag 14: zurück in den Süden und Abflug.
Der häufigste Fehler: jeden Tag einen anderen Teil der Insel einzuplanen. Die Fahrten sind langsam, und der Transport frisst dir den Tag. Lieber ein Ort weniger und ein Erlebnis mehr.
Anreise nach Bali und unterwegs auf der Insel
Von Deutschland aus gibt es keinen regulären Direktflug nach Bali. Ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg fliegst du mit einem Umstieg, typischerweise über Doha, Dubai, Abu Dhabi, Istanbul, Singapur oder Kuala Lumpur. Die Luftlinie beträgt rund 12.000 km, und mit einer einzigen Verbindung bist du gut 17 bis 20 Stunden unterwegs; über zwei Umstiege wird es länger. Gelandet wird immer in Denpasar, Flughafen Ngurah Rai (DPS), im Süden der Insel. Preise und Flugzeiten ändern sich ständig, schau also kurz vor der Buchung nach dem aktuellen Stand.
Und auf der Insel selbst? Zu zweit ist der Roller ohne Diskussion die erste Wahl. In größerer Gruppe lohnt sich ein Auto oder ein Taxi – nur musst du einkalkulieren, dass es an manchen Stellen, etwa mitten in Ubud, im Verkehr einfach lange dauert.
- Der Roller ist das üblichste und günstigste Fortbewegungsmittel. Du brauchst einen internationalen Führerschein mit der passenden Klasse, sonst zahlt dir die Versicherung im Schadensfall keinen Cent. Helmpflicht gilt.
- Ein Fahrer für den Tag ist die bequemste Variante für Familien und für längere Runden. Er wird für den ganzen Tag gebucht und ist überraschend erschwinglich.
- Fahrdienst-Apps funktionieren in den Städten, in manchen Gegenden wird ihr Betrieb von Einheimischen aber eingeschränkt.
- Ein Mietwagen ergibt nur für erfahrene Fahrer Sinn. Der Verkehr ist dicht, es herrscht Linksverkehr, und überall sind Roller.
Führerschein nicht auf die leichte Schulter nehmen: Den internationalen Führerschein stellt dir die Führerscheinstelle deiner Stadt aus, meist innerhalb weniger Tage. Er übernimmt aber nur die Klassen, die tatsächlich in deinem deutschen Führerschein stehen. Die Schlüsselzahl B196 gilt ausschließlich in Deutschland und hilft dir auf Bali nicht weiter – für den Roller brauchst du eine echte Motorradklasse (A1 oder A).
Was kostet das
- Essen im lokalen Warung kostet ein paar Euro, dasselbe Gericht im Touristenrestaurant ein Vielfaches davon.
- Eintritte zu Tempeln und Wasserfällen zahlst du überall einzeln. Es sind jeweils kleine Beträge, aber sie summieren sich.
- Der Roller für einen Tag ist der günstigste Transport; ein Fahrer für den ganzen Tag liegt grob im niedrigen zweistelligen Eurobereich.
- Übernachten geht vom einfachen Guesthouse für wenig Geld bis zur Villa mit Pool für ein Vielfaches davon.
Wo du auf Bali übernachtest
Such dir die Basis danach aus, was du vorhast. Ubud ist am besten für Kultur, Inland und Ausflüge, Canggu für Surf, Cafés und Arbeiten von unterwegs, Uluwatu für Klippen und Ruhe, Sanur und Nusa Dua für Familien mit kleinen Kindern und flaches Wasser.
- Backpacker: Bett im Hostel oder Zimmer im Guesthouse etwa ab 150.000 bis 300.000 IDR (rund 7 bis 15 €) pro Person und Nacht.
- Mittelklasse: Zimmer im Hotel oder in einer Villa mit Pool ab 500.000 bis 1.200.000 IDR (rund 25 bis 60 €).
- Villa mit eigenem Pool: auf Bali erschwinglicher als fast überall sonst, rechne ab 1.500.000 IDR (rund 75 €) für das ganze Objekt.
- Praktischer Rat: Prüf die Entfernung zum Strand. Etliche Unterkünfte in Canggu werben mit Strandnähe und liegen zwanzig Minuten mit dem Roller davon entfernt.
Aktuelle Preise und Verfügbarkeit vergleichst du über das Unterkunftsangebot auf Bali.
Was du vor der Reise wissen solltest
- Visum. Deutsche brauchen ein Visum bei der Einreise (VoA oder vorab online als e-VoA), 500.000 IDR (rund 25 €) für 30 Tage, einmal um weitere 30 Tage verlängerbar. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein.
- Touristensteuer. Bali erhebt von ausländischen Gästen zusätzlich eine Abgabe von 150.000 IDR (rund 7 €), unabhängig vom Visum. Du zahlst sie online vor der Reise oder nach der Landung.
- Beste Reisezeit. Die Trockenzeit läuft von April bis Oktober und ist Hochsaison; von November bis März regnet es deutlich mehr, dafür ist die Insel grüner und leerer.
- Kleidung im Tempel. Schultern und Knie bedeckt, den Sarong leihst oder kaufst du direkt am Eingang.
- Leitungswasser wird nicht getrunken. Damit hängt auch der berüchtigte „Bali belly“ zusammen, die Magen-Darm-Geschichte, die einen großen Teil der Besucher erwischt.
- Feilschen ist auf Märkten normal, in Läden und Restaurants nicht.
- Linksverkehr. Es wird links gefahren, was beim Überqueren der Straße mehr verwirrt, als man denkt.
Häufige Fragen zu den Bali Sehenswürdigkeiten
Wie viele Tage braucht man für Bali?Das Minimum ist eine Woche, ideal sind zwei. In sieben Tagen schaffst du Ubud mit Umgebung, einen Vulkan und ein paar Tage am Meer im Süden. In zwei Wochen passen zusätzlich Nusa Penida oder die Gili-Inseln und der Osten der Insel mit dem Tauchen hinein.
Wo übernachtet man auf Bali beim ersten Mal?Teil den Aufenthalt auf zwei Basen auf. Ubud für Kultur, Tempel, Reisterrassen und Wasserfälle, und den Süden – Canggu oder Uluwatu – für Strand und Surf. Immer am selben Ort zu schlafen und von dort die ganze Insel abzufahren heißt, den Urlaub im Auto zu verbringen.
Wie kommt man von Deutschland nach Bali und braucht man ein Visum?Direktflüge gibt es nicht: Ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg fliegst du mit einem Umstieg, meist über Doha, Dubai, Abu Dhabi, Istanbul, Singapur oder Kuala Lumpur, und bist rund 17 bis 20 Stunden unterwegs. Gelandet wird in Denpasar (DPS). Deutsche brauchen ein Visum bei der Einreise (VoA oder e-VoA), 500.000 IDR für 30 Tage, dazu die Touristenabgabe von 150.000 IDR.
Was ist das Subak-System?Die traditionelle balinesische Wasserverwaltung für die Reisfelder: Gruppen von fünfzig bis vierhundert Bauern entscheiden gemeinsam über die Bewässerung und stimmen die Aussaat aufeinander ab, was nebenbei Schädlinge in Schach hält. Die vom Subak geformte Landschaft steht seit dem 6. Juli 2012 auf der Unesco-Welterbeliste, die bekanntesten Terrassen sind die von Jatiluwih.
Welcher ist der höchste Berg auf Bali?Der Gunung Agung mit 3.031 Metern, zugleich der heiligste Ort der Insel. Bekannter unter Reisenden ist allerdings der niedrigere Vulkan Batur (1.717 Meter), auf den man nachts steigt, um oben den Sonnenaufgang zu erleben – der Aufstieg ist deutlich einfacher.
Was ist Nyepi und wie wirkt es sich auf den Urlaub aus?Das balinesische Neujahr und der Tag der Stille, an dem die ganze Insel stillsteht. Der Flughafen ist geschlossen, es wird kein Licht angemacht und niemand geht nach draußen, und das gilt auch für Touristen im Hotel. Am Abend davor ziehen die Umzüge mit den Ogoh-ogoh-Figuren durch die Straßen. Ein enormes Erlebnis, aber plane den Flug mit Puffer.
Lohnt sich der Roller auf Bali?Er ist der günstigste und flexibelste Transport, aber du brauchst einen internationalen Führerschein mit einer echten Motorradklasse (A1 oder A). Ohne ihn zahlt dir die Versicherung nach einem Unfall nichts, und die deutsche Schlüsselzahl B196 gilt im Ausland nicht. Für Familien und längere Runden ist ein gebuchter Fahrer für den ganzen Tag bequemer.
Wie lange dauern die Fahrten auf Bali?Länger, als die Karte vermuten lässt. Die Straßen sind schmal und voller Roller, sodass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei ungefähr dreißig Stundenkilometern liegt. Fünfzig Kilometer können zwei Stunden Fahrt bedeuten, und damit musst du bei der Planung rechnen.
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