Irland Sehenswürdigkeiten: 26 Orte, die du gesehen haben musst
Aktualizováno 17.9.2026
Knapp zwei Flugstunden von Deutschland entfernt liegt eine Insel, auf der du an einem einzigen Tag von den Pubs im Dubliner Stadtzentrum über Schafweiden bis zu Klippen fährst, gegen die der Atlantik mit voller Wucht anrennt. Genau darin liegt allerdings auch das Problem: Wer nach den besten Irland Sehenswürdigkeiten sucht, bekommt eine Liste, die sich über eine ganze Insel verteilt, und merkt schnell, dass ein verlängertes Wochenende dafür nicht reicht. Wir haben deshalb 26 Orte zusammengestellt, die den Umweg wirklich wert sind, und schreiben bei jedem dazu, warum er sich lohnt, was der Eintritt kostet und wie du ihn sinnvoll mit dem Rest deiner Route verbindest.
Irland Sehenswürdigkeiten kurz gefasst
Beste Reisezeit: Mai bis September, am schönsten Juni und September – lange Tage, erträgliche Menschenmengen.
Anreise ab Deutschland: Direktflüge nach Dublin ab Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf und Hamburg (rund 1:50 bis 2:30 Stunden); mit dem eigenen Auto über die Fähre ab Cherbourg oder Roscoff.
Unterwegs: am besten mit dem Mietwagen (Linksverkehr!) über den Wild Atlantic Way; ohne Auto klappen Dublin und Tagestouren ab den Städten.
Nicht verpassen: Cliffs of Moher, Ring of Kerry, Killarney, Galway, Connemara, Dingle.
Nordirland: Giant’s Causeway und Belfast lohnen sich – aber anderes Land, andere Währung (Pfund), Reisepass und UK ETA nötig.
Budget: als Backpacker ab rund 65–110 € pro Tag, komfortabel 140–220 €.
Beste Reisezeit und wie du Irland bereist
Das irische Wetter ist berüchtigt, und zwar zu Recht: Sonne, Nieselregen und Sturm bekommst du hier an einem einzigen Tag, gern auch während derselben Wanderung. Die beste Zeit liegt zwischen Mai und September, wenn die Tage lang sind (im Juni wird es erst gegen halb elf abends dunkel) und die Insel so grün ist, wie sie auf allen Fotos aussieht. Unsere Favoriten sind Juni und September: Das Wetter hält sich schon beziehungsweise noch, aber es sind deutlich weniger Leute unterwegs als im Juli und August – und die Unterkünfte kosten weniger.
Anreise aus Deutschland: Flug oder Fähre
Der einfachste Weg ist der Direktflug nach Dublin. Ab Frankfurt und München fliegen Lufthansa und Aer Lingus, ab Düsseldorf Aer Lingus und Eurowings, ab Berlin Aer Lingus und Ryanair, dazu kommen Verbindungen ab Hamburg. Ryanair startet nicht ab Frankfurt-Main, sondern ab Frankfurt-Hahn und Berlin. Die reine Flugzeit liegt zwischen rund 1 Stunde 50 Minuten ab Düsseldorf und etwa 2 Stunden 30 Minuten ab München. Zweite Möglichkeit, wenn du mit dem eigenen Auto oder Camper anreisen willst: die Fähre über Frankreich. Ab Cherbourg fahren Irish Ferries, Stena Line und Brittany Ferries nach Dublin und Rosslare (rund 18 bis 20 Stunden Überfahrt), ab Roscoff geht es in etwa 12 bis 14 Stunden nach Cork. Günstig ist das nicht, dafür sparst du dir die Mietwagenkosten und hast dein eigenes Gepäck dabei.
💡 Tipp: Für die Republik Irland reicht dir als deutschem Staatsangehörigen der Personalausweis, bezahlt wird in Euro. Sobald du nach Nordirland weiterfährst, bist du im Vereinigten Königreich: Dort brauchst du einen Reisepass und eine UK ETA, und bezahlt wird in Pfund. Mehr dazu weiter unten.
Mit dem Mietwagen (Linksverkehr)
Irland ist wie gemacht für einen Roadtrip. Ein Mietwagen öffnet dir die Küstenstraßen und die Dörfer, in die kein Bus fährt. Zwei Dinge solltest du vorher wissen: Es gilt Linksverkehr, und die Landstraßen sind schmal und oft von Steinmauern gesäumt. Nimm es gelassen, die Iren sind geduldige Fahrer. Die Paraderoute ist der Wild Atlantic Way, über 2.500 km entlang der Westküste von Donegal bis Cork.
💡 Tipp: Wenn dir der Linksverkehr Respekt einflößt, plane für den ersten Tag eine ruhige Etappe und fahre auf keinen Fall mit dem Auto nach Dublin hinein – der Stadtverkehr ist das Anstrengendste an der ganzen Reise. Hol den Wagen lieber erst ab, wenn du die Stadt verlässt.
Rundtouren und beliebte Routen
Auch ohne Auto bekommst du viel zu sehen. Ab Dublin, Galway und Killarney starten Tagestouren mit dem Bus zu den Cliffs of Moher, über den Ring of Kerry und nach Connemara. In Dublin selbst kommst du zu Fuß und mit der Straßenbahn Luas überall hin.TIPP: Tagestouren und Tickets findest du über GetYourGuide →
26 Irland Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest
Irland ist bei deutschen Reisenden zwar bekannt, aber die meisten sehen davon vor allem Dublin – und höchstens noch einen Tagesausflug an die Cliffs of Moher. Dabei ist genau der Rest der Insel das Schöne: leer, wild und erstaunlich ruhig. Das hat uns hier am besten gefallen.
1. Dublin: Trinity College, Temple Bar und Guinness
Die Hauptstadt ist das natürliche Tor nach Irland und verdient mindestens zwei Tage. Fang im Trinity College an, wo in der historischen Bibliothek Long Room die berühmte illuminierte Handschrift Book of Kells ausgestellt ist (Erwachsene rund 25 €, Kinder unter 12 frei, Zeitfenster muss vorab gebucht werden). Abends geht es ins Viertel Temple Bar auf ein Bier und Livemusik – touristisch und teuer, aber ein Pint gehört hier trotzdem dazu. Und wer Bier mag, lässt das Guinness Storehouse mit seinen sieben Etagen und der Aussichtsbar Gravity Bar nicht aus (dynamische Preise, rechne mit 26–36 €).
💡 Tipp: Tickets für das Book of Kells und das Guinness Storehouse kaufst du besser online im Voraus, vor Ort stehen Schlangen und die beliebten Zeitfenster sind oft ausverkauft. Unterkünfte in Dublin →
2. Cliffs of Moher
Die berühmteste Naturkulisse Irlands. Die Klippen ziehen sich über rund 8 km und fallen an ihrer höchsten Stelle 214 Meter in den Atlantik ab. Bei klarem Wetter siehst du bis zu den Aran-Inseln. Die Klippen selbst sind frei zugänglich, bezahlt wird für Parkplatz und Besucherzentrum: online mit Zeitfenster je nach Uhrzeit etwa 7–12 €, wer ohne Buchung an der Kasse steht, zahlt den vollen Tarif von 15 € pro Erwachsenem. Kinder unter 12 kommen in Begleitung kostenlos rein.
💡 Tipp: Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag – dann sind nicht nur die Reisebusse weg und der Parkplatz leer, sondern die Onlinetickets sind zu diesen Randzeiten auch deutlich günstiger. Der schönste und kostenlose Zugang führt über den Küstenpfad ab dem Dorf Doolin.
3. Ring of Kerry
Die wohl bekannteste Panoramaroute des Landes: 179 km rund um die Halbinsel Iveragh im Südwesten. Unterwegs kommst du an wilder Küste, grünen Hügeln, Steinkreisen und winzigen Dörfern vorbei. An einem Tag ist der Ring zu schaffen, wir empfehlen dir aber mindestens zwei, damit noch Abstecher wie die Kerry Cliffs oder die Skellig-Halbinsel hineinpassen. Parken ist entlang der Strecke meistens kostenlos.
4. Killarney-Nationalpark
Direkt neben dem Ring of Kerry liegt einer der ältesten Nationalparks des Landes: Seen, alter Eichenwald und der Wasserfall Torc. Mittendrin stehen Muckross House (Herrenhaus mit Gärten, Eintritt kostenpflichtig) und Ross Castle am Seeufer. Der Park selbst ist kostenlos und lässt sich auch mit Kindern gut erlaufen.
5. Galway
Unsere Lieblingsstadt in Irland. Galway an der Westküste ist klein, bunt und abends unglaublich lebendig: gepflasterte Gassen im Latin Quarter, Straßenmusiker an jeder Ecke und Pubs, in denen fast jeden Abend irische Musik gespielt wird. Außerdem ist die Stadt die perfekte Basis für Ausflüge nach Connemara und auf die Aran-Inseln.
6. Connemara
Raue, romantische Landschaft aus Mooren, Seen und den Bergen Twelve Bens nordwestlich von Galway. Im Connemara-Nationalpark steigst du kostenlos auf den Diamond Hill mit Blick auf den Atlantik, ein Stück weiter steht das märchenhafte Kylemore Abbey mit viktorianischem Garten (Eintritt kostenpflichtig).
7. Giant’s Causeway (Nordirland)
Rund 40.000 sechseckige Basaltsäulen, die der Riese Finn McCool der Legende nach selbst verlegt hat – auf Deutsch heißt der Ort deshalb auch „Damm des Riesen“. Ein geologisches Unikat an der Küste Nordirlands. Zu den Säulen selbst kommst du kostenlos, das Besucherzentrum des National Trust ist kostenpflichtig (Erwachsene in der Hauptsaison rund 16 £, umgerechnet etwa 19 €, außerhalb der Hochsaison günstiger). Achtung: In Nordirland zahlst du in britischen Pfund, nicht in Euro.
💡 Tipp: Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich und damit nicht zur EU. Seit April 2025 brauchst du als deutscher Staatsangehöriger dafür eine UK ETA – eine elektronische Einreisegenehmigung, die aktuell 20 £ (rund 23 €) kostet, mehrere Einreisen erlaubt und pro Aufenthalt bis zu sechs Monate gilt. Sie gilt auch dann, wenn du über die grüne Landgrenze aus der Republik Irland herüberfährst und niemand dich kontrolliert. Dazu brauchst du einen gültigen Reisepass, der Personalausweis reicht für das Vereinigte Königreich nicht mehr. Beantragen kannst du die ETA online auf gov.uk, prüfe die aktuellen Bedingungen aber kurz vor der Reise.
💡 Tipp: Lass auf dem Weg die berühmte Buchenallee Dark Hedges (aus „Game of Thrones“) und die Hängebrücke Carrick-a-Rede nicht aus – zusammen ergibt das die grandiose Causeway Coastal Route.
8. Wild Atlantic Way
Das ist kein einzelner Ort, sondern die längste ausgeschilderte Küstenroute der Welt: über 2.500 km entlang der gesamten Westküste, von Donegal im Norden bis Kinsale im Süden. Sie verbindet die meisten Orte aus dieser Liste. Du musst sie nicht komplett fahren – such dir einen Abschnitt aus (zum Beispiel Galway–Dingle) und nimm dir Zeit für die Stopps an Klippen, Stränden und in Fischerdörfern.
9. Halbinsel Dingle und Slea Head Drive
Unser Tipp für alle, die Küste lieben. Der Rundkurs Slea Head Drive (rund 47 km) führt dich an Klippen, goldenen Stränden (Inch Beach, Coumeenoole) und archäologischen Stätten vorbei bis zum Dunmore Head, dem westlichsten Punkt des irischen Festlands. Im Hafenstädtchen Dingle gibt es fangfrischen Fisch und Pubs, wie man sie sich vorstellt. Von Killarney sind es nur etwa 66 km herüber.
10. Rock of Cashel
Die dramatische Silhouette einer mittelalterlichen Anlage auf einem Kalkfelsen in County Tipperary: gotische Kathedrale, romanische Cormac’s Chapel und ein Rundturm. Von Weitem sieht das aus wie aus einem Märchenfilm. Der Eintritt ist kostenpflichtig, für den Rundgang solltest du rund 1,5 Stunden einplanen. Von Dublin sind es etwa 160 km beziehungsweise zwei Stunden nach Südwesten.
11. Kilkenny
Die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Irlands, mit engen Gassen, Craft-Brauereien und dem mächtigen Kilkenny Castle aus dem 13. Jahrhundert samt weitläufigem Park (Eintritt kostenpflichtig). Von Dublin sind es rund 125 km, mit dem Auto und mit dem Zug jeweils gut anderthalb Stunden – ein idealer Tagesausflug.
12. Glendalough
Das „Tal der zwei Seen“ in den Wicklow Mountains, mit den Ruinen einer Klostersiedlung aus dem 6. Jahrhundert und dem charakteristischen Rundturm. Natur und Geschichte an einem Ort, und das knapp eine Stunde südlich von Dublin (rund 50 km). Der Eintritt ist frei, der obere Parkplatz kostet etwa 5 € pro Tag. Auch für längere Wanderungen super.
13. Aran-Inseln
Drei Inseln in der Bucht von Galway, auf denen die Zeit stehen geblieben ist: Steinmauern, Gälisch als Alltagssprache und viel Ruhe. Auf der größten, Inis Mór (Inishmore), steht am Rand einer 87 Meter hohen Klippe die prähistorische Festung Dún Aonghasa. Du kommst mit der Fähre ab Doolin oder Rossaveal herüber; auf der Insel selbst fährst du am besten mit dem Leihrad.
14. Cork und Blarney Castle
Die zweitgrößte Stadt Irlands und ihre heimliche Feinschmeckerhauptstadt – lass die Markthalle English Market nicht aus. Kurz vor der Stadt steht Blarney Castle mit dem berühmten „Stein der Redegewandtheit“: Wer ihn küsst (rückwärts über die Mauerbrüstung gelehnt), soll die Gabe der Rede bekommen. In der Nähe liegen außerdem der Hafen Cobh (letzter Halt der Titanic) und das hübsche Kinsale.
15. Skellig Michael
Eine schroffe Felseninsel 12 km vor der Küste, mit Mönchshütten aus Stein aus dem 6. Jahrhundert – und Drehort für Star Wars. Hinzukommen ist ein kleines Abenteuer: nur per Boot ab Portmagee, nur in der Saison, nur bei gutem Wetter und nur mit Reservierung im Voraus. Nichts für jeden, aber unvergesslich.
16. Brú na Bóinne (Newgrange)
Eine Anlage neolithischer Ganggräber, älter als die ägyptischen Pyramiden und Stonehenge (über 5.000 Jahre). Das berühmteste, Newgrange, ist dafür bekannt, dass zur Wintersonnenwende ein Strahl der aufgehenden Sonne in die Grabkammer fällt. Besichtigung nur mit Führung ab dem Besucherzentrum, Reservierung nötig. Knapp eine Stunde nördlich von Dublin (rund 60 km).
17. Burren
Eine mondähnliche Kalksteinlandschaft in County Clare, direkt neben den Cliffs of Moher. Zwischen den Felsspalten blühen seltene Pflanzen, und mittendrin steht Poulnabrone, ein über 5.000 Jahre alter Dolmen. Eintritt und Parken sind kostenlos. Der Burren lässt sich hervorragend mit den Klippen zu einem Tag verbinden.
18. Sliabh Liag und Donegal
Wer Irland ohne Menschenmassen will, fährt in den Nordwesten. Die Klippen von Sliabh Liag (Slieve League) sind fast dreimal so hoch wie die Cliffs of Moher, und es ist nur ein Bruchteil der Besucher unterwegs. In der Umgebung findest du Donegals höchsten Berg Errigal, Wasserfälle und einsame Strände. Parken ist meistens kostenlos.
19. Belfast (Nordirland)
Die Hauptstadt Nordirlands hat sich enorm verändert und lockt heute mit dem Museum Titanic Belfast (das Schiff wurde genau hier gebaut), den politischen Wandbildern und den Peace Walls, die an die schwierige Vergangenheit erinnern. Gute Basis für den Ausflug zum Giant’s Causeway, der von hier rund 100 km entfernt ist. Auch hier gilt: Pfund statt Euro, Reisepass und UK ETA nicht vergessen.
20. Wicklow Mountains und Powerscourt
Der „Garten Irlands“ südlich von Dublin: Moore, Seen und Serpentinen, in denen etliche Filme gedreht wurden. Neben Glendalough steht hier Powerscourt Estate mit einem der schönsten formalen Gärten des Landes, und in der Nähe stürzt der Powerscourt Waterfall in die Tiefe, der höchste Wasserfall Irlands. Der ideale Ausflug, wenn du in Dublin ein Auto hast.
21. Achill Island und der Keem Bay
Die größte Insel Irlands ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden, du kommst also bequem mit dem Auto hin. Die Krönung von Achill ist der Strand Keem Bay, eine Bucht mit blauer Flagge zwischen grünen Klippen, dazu das verlassene Dorf Slievemore, das seine Bewohner während der großen Hungersnot aufgaben. Die Insel liegt am Wild Atlantic Way und gehört zu den fotogensten Ecken der Westküste.
22. Croagh Patrick (der Pilgerberg)
Ein kegelförmiger Berg über der Bucht Clew Bay in County Mayo, den die Einheimischen einfach „the Reek“ nennen. Der Legende nach fastete hier der heilige Patrick vierzig Tage lang, und deshalb pilgern am letzten Sonntag im Juli Tausende hinauf, manche barfuß. Der Aufstieg zum Gipfel (764 m) dauert hin und zurück etwa drei bis vier Stunden und belohnt dich mit dem Blick auf die Dutzenden Inselchen in der Bucht. Als Basis bietet sich das nahe Städtchen Westport an.
23. Sligo, Benbulben und das Land von W. B. Yeats
Die nordwestliche Grafschaft Sligo ist das Land des Dichters W. B. Yeats und einer der am wenigsten touristischen Teile Irlands. Über allem thront der Tafelberg Benbulben mit seinem charakteristisch flachen Gipfel und den steilen Flanken. In Drumcliff am Fuß des Bergs liegt Yeats’ Grab, und ganz in der Nähe fällt der Glencar-Wasserfall ins Tal.
💡 Tipp: Nicht weit von Sligo liegt die megalithische Grabstätte Carrowmore, eine der größten und ältesten Irlands. Der Eintritt ist kostenpflichtig, rechne ungefähr mit 5 €.
24. Hill of Tara
Ein unscheinbarer grasbewachsener Hügel in County Meath verbirgt einen der heiligsten Orte der irischen Geschichte: Hier residierten jahrhundertelang die Hochkönige Irlands. Bis heute steht der Stein Lia Fáil (Stein des Schicksals) dort, und im Gras erkennst du die Umrisse alter Wälle und Hügelgräber. Der Eintritt ist frei, und der Ort lässt sich prima mit dem nahen Newgrange verbinden.
25. Bunratty Castle und Folk Park
Eine wuchtige Wehrburg aus dem 15. Jahrhundert in County Clare, auf halbem Weg zwischen Limerick und dem Flughafen Shannon. Rund um die Burg liegt das Freilichtmuseum Folk Park mit Häusern, Werkstätten und Pubs aus dem 19. Jahrhundert, in dem das ländliche Irland wieder auflebt; abends finden in der Burg die beliebten mittelalterlichen Bankette statt. Ein idealer Stopp mit Kindern. Eintritt ungefähr 18 €.
26. Clonmacnoise
Eines der bedeutendsten frühchristlichen Klöster Irlands, malerisch am Ufer des Shannon in County Offaly gelegen. Der heilige Ciarán gründete es im 6. Jahrhundert, und bis heute stehen dort Rundtürme, Kirchenruinen und reich verzierte Hochkreuze, darunter das Cross of the Scriptures. Clonmacnoise liegt im Landesinneren ungefähr auf halbem Weg zwischen Dublin (rund 130 km) und Galway (rund 110 km). Eintritt ungefähr 8 €.
Irland Sehenswürdigkeiten für Naturfans: der Wild Atlantic Way
Wenn du von Irland nur eine einzige Sache mitnehmen kannst, dann die Küste. Der Wild Atlantic Way verbindet das Beste davon: Cliffs of Moher, Connemara, Dingle, Ring of Kerry und Sliabh Liag. Du musst dabei nichts abhaken – der Reiz dieser Route liegt genau in den Stopps an einem zufälligen Strand, in einem Fischerdorf oder an einem Aussichtspunkt, an dem gerade niemand sonst steht.Die Nationalparks sind außerdem meistens kostenlos und bieten Touren für jedes Niveau, vom gemütlichen Spaziergang um die Seen von Killarney bis zum Aufstieg auf den Diamond Hill in Connemara. Pack eine Regenjacke ein (das Wetter kippt hier im Minutentakt) und feste Schuhe, dann bist du gerüstet.
💡 Tipp: Lade dir Offlinekarten herunter. An der Westküste und in den Bergen bricht das Netz regelmäßig weg, und genau dann lässt dich die Navigation im Stich.
Essen und Pubs
Die irische Küche ist keine Feinschmeckerküche, sondern eine ehrliche Sattmacherküche – und darin ist sie großartig. Probier unbedingt Irish Stew (Lammeintopf mit Gemüse), Boxty (Kartoffelpuffer), an der Küste frische Fish and Chips und das üppige Irish Breakfast. Dazu natürlich ein Pint Guinness. Die Iren behaupten, es schmecke nur hier richtig, und sie haben recht.Das Herz des irischen Gesellschaftslebens ist der Pub. Der ist nicht nur zum Biertrinken da: Man geht zum Mittagessen hin, zum Reden und vor allem wegen der traditionellen Livemusik (der sogenannten „Trad Session“), die in den Dorfkneipen abends ganz spontan losgeht. Sich mit einem Pint hinzusetzen und Fiddle und Bodhrán zuzuhören, bleibt dir länger in Erinnerung als so manche Burg.
💡 Tipp: Ein Pint Guinness kostet im Pub ungefähr 6–7 €, in Dublin auch mehr. Das Mittagessen im Pub (zum Beispiel ein Carvery, also Braten mit Beilagen) ist meist günstiger und deutlich reichlicher als ein Abendessen im Restaurant.
Was kostet Irland (Budget)
Irland gehört nicht zu den günstigen Zielen, vor allem die Unterkünfte in Dublin können böse überraschen. Mit Hostels, selbst gemachtem Frühstück und der kostenlosen Natur kommst du aber erstaunlich weit. Orientierung für das Tagesbudget pro Person:
Posten
Backpacker (€/Tag)
Komfortabel (€/Tag)
Unterkunft (Hostel / B&B)
25–40 €
60–90 €
Essen (Frühstück selbst, Mittag im Pub)
20–30 €
40–60 €
Transport (geteilter Mietwagen / Busse)
15–25 €
25–40 €
Eintritte und Attraktionen
5–15 €
15–30 €
Gesamt
ca. 65–110 €
ca. 140–220 €
Am meisten sparst du bei der Unterkunft: früh buchen und außerhalb der Stadtzentren schlafen. Dazu kommt, dass ein großer Teil des Schönsten – Klippen, Küste, Nationalparks – ohnehin kostenlos ist. Flüge und Verbindungen nach Dublin vergleichst du hier →
💡 Tipp: Der Mietwagen lohnt sich vor allem, wenn ihr die Kosten zu zweit bis zu viert teilt. Wenn du allein unterwegs bist, kombiniere lieber feste Basen (Dublin, Galway, Killarney) mit Tagestouren per Bus – das kommt oft günstiger als ein eigenes Auto.
Wo du in Irland übernachtest
Den größten Teil des Landes deckst du von zwei Basen aus ab: Dublin für die Ostküste und Wicklow, Galway für den Westen, die Cliffs of Moher und Connemara. Wer auch den Ring of Kerry fahren will, hängt Killarney als dritten Stopp an.
Am günstigsten: ein Bett im Hostel in Dublin oder Galway kostet etwa 30 bis 50 € pro Person und Nacht.
Mittelklasse: ein Doppelzimmer im B&B liegt bei 90 bis 140 € inklusive Frühstück. Das B&B ist in Irland eine eigene Kategorie und oft das bessere Erlebnis als ein Hotel.
Auf dem Land: Dorfpensionen und Bauernhöfe sind günstiger, ohne Auto kommst du dort aber kaum hin.
Praktischer Rat: Die Preise in Dublin steigen im Sommer und bei Großveranstaltungen steil an – dann lohnt es sich, außerhalb der Stadt zu schlafen.
Preise und Bewertungen sind Richtwerte (Quelle GetYourGuide), die aktuellen siehst du nach dem Klick.
Was muss man in Irland gesehen haben, wenn man nur ein paar Tage Zeit hat?
Konzentrier dich auf eine Region. Ab Dublin schaffst du an einem Tag die Cliffs of Moher oder Glendalough. Bei 4 bis 5 Tagen fährst du den Süden und Westen: Dublin, Killarney mit dem Ring of Kerry, Dingle und Galway mit den Cliffs of Moher.Wie viele Tage sollte man für Irland einplanen?
Für die klassische Runde idealerweise 7 bis 10 Tage. In einer Woche schaffst du entspannt Dublin, den Süden (Cork, Killarney, Ring of Kerry), den Westen (Dingle, Galway, Cliffs of Moher) und ein Stück Connemara. Für Nordirland rechnest du 2 bis 3 Tage obendrauf.Wie kommt man von Deutschland nach Irland?
Am schnellsten mit dem Direktflug nach Dublin: ab Frankfurt und München fliegen Lufthansa und Aer Lingus, ab Düsseldorf Aer Lingus und Eurowings, ab Berlin Aer Lingus und Ryanair, dazu gibt es Verbindungen ab Hamburg. Die Flugzeit liegt bei etwa 1 Stunde 50 Minuten bis 2 Stunden 30 Minuten. Mit dem eigenen Auto nimmst du die Fähre ab Cherbourg nach Dublin oder Rosslare (rund 18 bis 20 Stunden) beziehungsweise ab Roscoff nach Cork.Lohnt sich ein Mietwagen in Irland?
Für das beste Erlebnis ja, die Küste und die Dörfer erreichst du mit dem Auto am einfachsten. Denk nur an den Linksverkehr und daran, dass die Straßen oft schmal sind. Ohne Auto setzt du auf Tagestouren ab Dublin, Galway und Killarney.Wann ist die beste Reisezeit für Irland?
Mai bis September. Unsere Favoriten sind Juni und September: lange Tage, sattes Grün und weniger Menschen als im Juli und August. Mit wechselhaftem Wetter musst du das ganze Jahr über rechnen, eine Regenjacke gehört immer ins Gepäck.Ist Irland teuer?
Irland gehört zu den teureren Zielen, vor allem bei den Unterkünften in Dublin. Als Backpacker kommst du mit rund 65 bis 110 € pro Tag aus, wenn du im Hostel schläfst, selbst frühstückst und die kostenlose Natur nutzt. Komfortabel reisen kostet eher 140 bis 220 € am Tag.Was sollte man in Nordirland sehen?
Vor allem den Giant’s Causeway mit seinen Basaltsäulen, die Buchenallee Dark Hedges, die Hängebrücke Carrick-a-Rede und Belfast mit dem Titanic-Museum. Wichtig: Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich, bezahlt wird in Pfund.Braucht man in Irland Euro oder Pfund?
In der Republik Irland (Dublin, Galway, Cork und der ganze Süden und Westen) zahlst du in Euro, das Land ist EU-Mitglied und gehört zur Eurozone. In Nordirland (Belfast, Giant’s Causeway) zahlst du in britischen Pfund. Wenn du beide Landesteile besuchst, brauchst du also beide Währungen – Karte zahlen klappt aber fast überall.Brauche ich für Nordirland eine ETA und einen Reisepass?
Ja. Nordirland ist Teil des Vereinigten Königreichs und damit außerhalb der EU. Deutsche Staatsangehörige brauchen seit April 2025 eine UK ETA, die elektronische Einreisegenehmigung. Sie kostet aktuell 20 £ (rund 23 €), erlaubt mehrere Einreisen und Aufenthalte von bis zu sechs Monaten. Sie gilt auch, wenn du über die offene Landgrenze aus der Republik Irland herüberfährst. Dazu brauchst du einen gültigen Reisepass, der Personalausweis reicht für das Vereinigte Königreich seit dem Brexit nicht mehr. Für die Republik Irland selbst brauchst du weder ETA noch Reisepass.Ist der Besuch der Cliffs of Moher kostenlos?
Die Klippen selbst sind frei zugänglich, für Parkplatz und Besucherzentrum wird aber kassiert. Online mit Zeitfenster zahlst du je nach Uhrzeit etwa 7 bis 12 €, ohne Buchung an der Kasse den vollen Tarif von 15 € pro Erwachsenem; Kinder unter 12 sind frei. Komplett kostenlos kommst du über den Küstenpfad ab Doolin hin.Welches Essen sollte man in Irland unbedingt probieren?
Irish Stew, an der Küste Fish and Chips, das üppige Irish Breakfast und Boxty, die irischen Kartoffelpuffer. Dazu ein Pint Guinness im Pub, am besten dort, wo abends live irische Musik gespielt wird.Kann man Irland gut mit Kindern bereisen?
Ja. Nationalparks wie Killarney und Glendalough bieten einfache Spaziergänge, Burgen wie Blarney oder Bunratty mit seinem Freilichtmuseum begeistern auch Kinder, und die Strände auf der Halbinsel Dingle sind ein perfekter Zwischenstopp. Rechne nur mit wechselhaftem Wetter.
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