Aktualizováno 23.9.2026
Die meisten Leute, die sich den Transfagarasan in den Kalender schreiben, planen die Fahrt wie eine Etappe zwischen zwei Hotels. Und dann stehen sie im Mai vor einer Schranke. Die Hochstraße über das Fogarascher Gebirge (rumänisch Munții Făgăraș) ist nämlich den größten Teil des Jahres gesperrt. Wenn sie offen ist, schraubt sie sich auf über 2.000 Meter, verschwindet in einem Tunnel unter dem Hauptkamm und kommt auf der anderen Seite an einem Gletschersee wieder heraus, der wie aufgehängt unter den Gipfeln liegt. Wir sind die ganze Strecke abgefahren und haben aufgeschrieben, wann der Transfagarasan geöffnet ist, wie lange du wirklich brauchst, welche Stopps sich lohnen und warum du den Bären am Straßenrand nichts zuwerfen solltest.
Transfagarasan auf einen Blick
- Der Hochabschnitt ist normalerweise von Anfang November bis Ende Juni gesperrt, wegen Schnee und Lawinengefahr. Bei Unwetter kann er auch mitten im Sommer zugehen.
- Gebaut wurde die Straße 1970 bis 1974 auf Befehl von Nicolae Ceaușescu, als Reaktion auf den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei 1968.
- Sie ist 151 Kilometer lang, der eigentliche Gebirgsabschnitt misst rund 90 Kilometer, der höchste Punkt liegt auf 2.042 Metern.
- Der Transfagarasan ist die zweithöchste asphaltierte Straße Rumäniens, höher kommt nur die Transalpina.
- Der Bâlea-Tunnel ist knapp 900 Meter lang und gilt als längster Straßentunnel Rumäniens.
- Im Schnitt kommst du mit etwa 40 km/h voran. Neunzig Kilometer bedeuten hier mehrere Stunden, keine Stunde.
- Füttere keine Bären. Gerade am Transfagarasan haben sich Bären an das Essen von Touristen gewöhnt.
Warum es den Transfagarasan überhaupt gibt
Wer heute in den Kehren anhält und fotografiert, sieht eine Traumstraße. Gedacht war sie als etwas ganz anderes: als Aufmarschweg für die Armee. Im August 1968 hatten Truppen der Sowjetunion und weiterer Warschauer-Pakt-Staaten die Tschechoslowakei besetzt. Rumäniens Staatschef Nicolae Ceaușescu hatte sich demonstrativ geweigert mitzumachen und fürchtete, sein Land könnte als Nächstes dran sein. Er wollte deshalb eine Verbindung, über die Soldaten schnell von der Walachei im Süden nach Siebenbürgen im Norden kommen, auch wenn die großen Pässe im Tal des Olt blockiert wären.
Gebaut wurde von 1970 bis 1974, weitgehend von Soldaten. Offiziell eröffnet wurde die Straße am 20. September 1974, asphaltiert wurde sie teils erst in den Jahren danach. Für die Sprengungen im Fels gingen rund sechs Millionen Kilogramm Dynamit drauf. Offiziell kamen 40 Soldaten ums Leben, Arbeiter und Zeitzeugen sprechen von Hunderten. In Rumänien hat die Straße deshalb auch einen weniger schmeichelhaften Spitznamen: Ceaușescus Wahnsinn.
Weltberühmt wurde der Transfagarasan erst Jahrzehnte später. Jeremy Clarkson erklärte ihn im November 2009 in „Top Gear“ zur besten Straße der Welt, und seitdem fahren viele nur noch deshalb nach Rumänien. Im Hochsommer merkst du das am Verkehr.

Wann ist der Transfagarasan geöffnet?
Das ist der wichtigste Abschnitt in diesem Artikel. Wer ihn überspringt, fährt womöglich 1.200 Kilometer, um umzudrehen.
Der Hochabschnitt des Transfagarasan ist im Winter gesperrt, in der Regel vom 1. November bis zum 30. Juni. Gesperrt ist das Stück zwischen dem Bâlea-Wasserfall (Bâlea Cascadă) auf der Nordseite und Piscu Negru auf der Südseite. Offen ist die Straße also nur etwa vier Monate im Jahr. Den genauen Termin gibt jedes Jahr die rumänische Straßenverwaltung bekannt, und er hängt davon ab, wann oben der Schnee weg ist und keine Lawinen mehr drohen. In den vergangenen Jahren lag die Öffnung meist zwischen Mitte Juni und Anfang Juli, 2025 ging es ausnahmsweise schon Anfang Juni los. Auch im Sommer kann der Pass kurzfristig zugehen, wenn Gewitter, dichter Nebel oder ein Erdrutsch dazwischenkommen.
Die tieferen Abschnitte auf beiden Seiten bleiben das ganze Jahr befahrbar. Zum Bâlea-See kommst du deshalb auch außerhalb der Saison, nämlich mit der Seilbahn von Norden. Nur über den Kamm fahren kannst du dann nicht.
Prüf den Straßenzustand am Tag der Fahrt. Das Öffnungsdatum verschiebt sich von Jahr zu Jahr, und auch im August wird der Pass manchmal wetterbedingt gesperrt. In den letzten Jahren war der Hochabschnitt zeitweise außerdem nachts zu. Am sichersten fährst du von Juli bis Mitte September, dann ist praktisch immer offen.
Transfagarasan Route: die Stopps von Süd nach Nord
Du kannst die Strecke im Süden bei Curtea de Argeș beginnen oder im Norden bei Hermannstadt (Sibiu). Aus Deutschland kommst du fast immer von Norden. Hermannstadt liegt von München rund 1.200 Straßenkilometer entfernt, von Dresden ähnlich weit und von Berlin gut 1.400 km, das sind mit dem Auto zwei lange Fahrtage. Wer fliegt, landet am einfachsten in Hermannstadt selbst: Der kleine Flughafen liegt am westlichen Stadtrand und hat Direktflüge aus mehreren deutschen Städten, welche genau, ändert sich von Flugplan zu Flugplan. Ein Mietwagen ist für den Transfagarasan ohnehin Pflicht.
Die Stopps unten beschreiben wir von Süden nach Norden, so wie sie sich am stärksten steigern. Kleiner Hinweis zur Geografie: Die berühmten Kehren und der Bâlea-See liegen auf der Nordseite, direkt hinter dem Tunnel. Von Süden fährst du also erst durch den Tunnel, kommst am See heraus und hast dann die Serpentinen unter dir.
1. Stausee Vidraru
Im südlichen Teil fährt die Straße an einem großen Stausee entlang, den die Berge eng einrahmen. Über die Staumauer kannst du mit dem Auto fahren und schaust von oben ins ganze Tal. Auf einem Felsen über dem Damm steht eine Statue des Prometheus, der einen Blitz in der Hand hält, ein Denkmal für die Elektrifizierung des Landes.
2. Burg Poenari
Die Ruine auf einem Felsgrat hoch über der Straße war tatsächlich eine Festung von Vlad dem Pfähler, anders als das viel bekanntere Schloss Bran (Törzburg). Hinauf führt eine Betontreppe mit rund 1.480 Stufen, rechne mit etwa einer halben Stunde. Schau vorher nach, ob geöffnet ist: Der Aufgang wird ab und zu wegen Bären gesperrt. Poenari liegt übrigens noch vor dem Stausee, wenn du von Süden kommst.
3. Die Serpentinen
Das meistfotografierte Stück der ganzen Straße sind die Kehren auf der Nordseite, die sich unterhalb des Bâlea-Sees ins Tal hinunterwinden. Oben gibt es Parkbuchten, von denen aus du siehst, wie sich das Asphaltband unter dir den Hang entlangschlängelt. In der Saison ist hier viel los, und einen Parkplatz zu finden dauert länger, als du denkst.
4. Bâlea-See (Bâlea Lac)
Der Gletschersee liegt auf gut 2.000 Metern direkt unter dem Pass, am Nordportal des Tunnels. Es gibt eine Hütte, Imbissbuden und im Winter ein Eishotel. Genau hierher bringt dich auch die Seilbahn, wenn die Straße gesperrt ist.
5. Bâlea-Tunnel
Hier fährst du unter dem Hauptkamm durch, auf dem höchsten Punkt der Strecke. Der Tunnel ist je nach Quelle 884 oder 887 Meter lang und gilt als längster Straßentunnel Rumäniens. Er ist schmal und oft feucht, fahr deshalb langsam und mit Licht hinein.
6. Bâlea-Wasserfall (Bâlea Cascadă)
Auf der Nordseite unterhalb der Kehren, vom Parkplatz aus mit einem kurzen Spaziergang zu erreichen. Direkt daneben fährt die Seilbahn hinauf zum See.
7. Abfahrt Richtung Hermannstadt
Weiter unten wird die Nordseite sanfter und führt durch Wälder und Dörfer ins Vorland. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher zur Zisterzienserabtei Kerz (Cârța), einer gotischen Klosterruine im Dorf Cârța, fast genau dort, wo der Transfagarasan unten auf die Hauptstraße Richtung Hermannstadt trifft, und zu den Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen in der Umgebung.
Transfagarasan: wie lange du für die Fahrt brauchst
Der häufigste Fehler ist, den Transfagarasan als Verbindungsstrecke zwischen zwei Städten einzuplanen. Im Schnitt kommst du auf der Hochstraße mit etwa 40 km/h voran, dazu kommen Fotostopps, Pausen und in der Saison stockender Verkehr in den Kehren.
- Die reine Fahrt über den Gebirgsabschnitt dauert ohne Halt rund drei Stunden.
- Mit den üblichen Stopps geht ein ganzer Tag drauf.
- Mit Poenari und einem Spaziergang am See wird es ein langer Tag, für den du am besten an beiden Enden eine Unterkunft hast.

Ist der Transfagarasan gefährlich?
- Die Straße ist schmal und voller unübersichtlicher Kurven. Überhol nur, wo du wirklich siehst, was kommt.
- Es sind sehr viele Motorradfahrer unterwegs, und viele fahren zügig. Denk daran, wenn du aus einer Parkbucht wieder auf die Straße fährst.
- Das Wetter kippt innerhalb von Minuten. Unten scheint die Sonne, oben am Pass hängt Nebel und es hat acht Grad.
- Tank im Vorland. Auf dem Gebirgsabschnitt gibt es keine Tankstelle.
- Auf Teilen der Strecke hast du kein Netz. Lade dir die Karten offline herunter.
- Lass Wohnwagen und große Wohnmobile lieber zu Hause. Für sie sind die Kehren grenzwertig, und an manchen Stellen kannst du mit ihnen nicht wenden.
Füttere keine Bären und halte nicht wegen ihnen an. Die Bären tauchen am Straßenrand genau deshalb auf, weil sie sich an Essen von Menschen gewöhnt haben, und dieses Problem haben Touristen selbst geschaffen. Wer einen Bären füttert, bringt sich in Gefahr und spricht dem Tier ein Todesurteil aus: Ein Bär, der seine Scheu verliert, gerät früher oder später mit Menschen aneinander. Wenn du einen siehst, bleib im Auto und fahr weiter.
Was du für die Fahrt vorbereiten solltest
Der Transfagarasan ist keine gewöhnliche Straße, aber ein Teil der Probleme, die Leute dort haben, lässt sich eine halbe Stunde vor der Abfahrt lösen:
- Voller Tank. Auf dem Gebirgsabschnitt gibt es keine Tankstelle, die nächsten liegen im Vorland an beiden Enden. Tank vor der Auffahrt, nicht erst, wenn die Warnleuchte angeht.
- Auto in Ordnung. Prüf vor allem die Bremsen. Der Motor wird beim Bergauffahren heiß, die Bremsen leiden auf der langen, steilen Abfahrt. Schalt bergab einen Gang runter, statt dauernd zu bremsen.
- Essen und Wasser für den ganzen Tag. Imbissbuden gibt es am Bâlea-See und an ein paar Aussichtspunkten, in der Hauptsaison stehst du dort aber Schlange, und außerhalb der Saison hat vielleicht gar nichts offen.
- Geladenes Handy und Powerbank. Auf Teilen der Strecke gibt es kein Netz, lade dir also die Karten vorher herunter.
- Warme Kleidung. Unten können es dreißig Grad sein, oben am Pass zehn und Wind.
- Bargeld in Lei für Imbissbuden und Parkgebühren.
Essen und was du außer Fahren noch machen kannst
Restaurants gibt es auf der Strecke kaum, sie konzentrieren sich auf zwei Stellen: am Bâlea-See, wo eine Hütte mit Gaststube und ein paar Buden stehen, und im Vorland an beiden Enden, wo du in ganz normalen Gasthäusern rumänisch essen kannst, zu normalen Preisen. Dazwischen gibt es praktisch nichts, plan dein Mittagessen also ein.
Wenn du nicht nur durchfahren und fotografieren willst, hast du ein paar Möglichkeiten:
- Wandern ab dem Bâlea-See. Vom See führen markierte Wege hinauf auf den Kamm des Fogarascher Gebirges, und einfacher kommst du aus dem Auto nicht in echtes Hochgebirge. Du brauchst feste Schuhe, und das Wetter oben ändert sich innerhalb einer Stunde.
- Der Moldoveanu, Rumäniens höchster Berg, für alle, die mehrere Tage und Erfahrung mit mehrtägigen Bergtouren mitbringen.
- Die Seilbahn zum See von der Nordseite, die auch dann fährt, wenn die Straße zu ist.
- Baden und Rafting am Stausee Vidraru und im Tal des Argeș auf der Südseite.
- Der Aufstieg nach Poenari als Ausgleich für einen Tag, an dem du sonst nur im Auto sitzt.
Transalpina oder Transfagarasan?
Rumänien hat zwei berühmte Hochstraßen, und die Frage, welche es sein soll, kommt fast immer:
- Der Transfagarasan ist bekannter, spektakulärer und hat mehr Stopps: Stausee, Burg, Tunnel, Gletschersee, Wasserfall. Dafür ist auf ihm deutlich mehr los.
- Die Transalpina ist mit 2.145 Metern die höchste asphaltierte Straße Rumäniens, sie führt also noch höher hinauf, verläuft aber über offenere, sanftere Bergrücken und wirkt weniger dramatisch. Dafür hast du dort Ruhe.
Wenn du nur Zeit für eine hast, nimm den Transfagarasan. Mit zwei Tagen fährst du beide, denn sie liegen nicht weit voneinander entfernt und machen sich keine Konkurrenz.
Übernachten am Transfagarasan
- Hermannstadt (Sibiu) im Norden, die beste Basis, mit einer schönen historischen Altstadt, die von den Siebenbürger Sachsen geprägt ist.
- Curtea de Argeș im Süden, nah an Poenari.
- Die Hütte am Bâlea-See ganz oben, wenn du den See morgens ohne Menschen sehen willst. Buch sehr früh.
- Pensionen am Fuß des Fogarascher Gebirges, von denen du auch gleich zu Wanderungen aufbrechen kannst.
Unterkünfte rund um Hermannstadt und den Transfagarasan kannst du auf einer Karte über Stay22 vergleichen.
Was du noch dazunehmen kannst
- Das Fogarascher Gebirge mit Rumäniens höchstem Gipfel, dem Moldoveanu (2.544 Meter).
- Hermannstadt und die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen in der Umgebung.
- Kronstadt (Brașov), Schloss Bran und Rosenau (Râșnov) weiter östlich.
- Die Transalpina als zweite Hochstraße.
- Schäßburg (Sighișoara), die befestigte Altstadt steht auf der UNESCO-Welterbeliste.
Häufige Fragen zum Transfagarasan
Wann ist der Transfagarasan geöffnet?Der Hochabschnitt ist in der Regel von Ende Juni bis Ende Oktober offen, offiziell ist er vom 1. November bis zum 30. Juni gesperrt. Das genaue Öffnungsdatum gibt jedes Jahr die rumänische Straßenverwaltung bekannt, und bei Gewitter oder Nebel kann der Pass auch im Sommer zugehen. Am sichersten ist die Zeit von Juli bis Mitte September. Prüf den Straßenzustand am Tag der Fahrt.
Wie lang ist der Transfagarasan und wie hoch führt er?Die Straße ist insgesamt 151 Kilometer lang, der eigentliche Gebirgsabschnitt rund 90 Kilometer. Der höchste Punkt liegt auf 2.042 Metern. Damit ist der Transfagarasan die zweithöchste asphaltierte Straße Rumäniens, höher führt nur die Transalpina.
Warum wurde der Transfagarasan gebaut?Aus militärischen Gründen. Nicolae Ceaușescu ließ ihn 1970 bis 1974 bauen, nachdem Truppen des Warschauer Pakts 1968 in die Tschechoslowakei einmarschiert waren. Die Armee sollte im Ernstfall schnell über die Karpaten kommen. Offiziell starben beim Bau 40 Soldaten, inoffizielle Schätzungen sprechen von Hunderten.
Wie lange dauert die Fahrt über den Transfagarasan?Die reine Fahrt über den Gebirgsabschnitt dauert ohne Halt rund drei Stunden, weil du im Schnitt nur etwa 40 km/h schaffst. Mit Stopps am See, in den Kehren und dem Aufstieg nach Poenari wird daraus ein ganzer Tag.
Ist der Transfagarasan gefährlich?Nicht, wenn du vernünftig fährst. Die Straße ist schmal, hat viele unübersichtliche Kurven und ist voller Motorradfahrer. Das Wetter ändert sich innerhalb von Minuten, und auf dem Gebirgsabschnitt gibt es weder Tankstelle noch verlässliches Netz. Mit Wohnwagen oder großem Wohnmobil solltest du die Strecke meiden.
Was ist der Bâlea-See?Ein Gletschersee auf gut 2.000 Metern direkt unter dem Pass, am Nordportal des Bâlea-Tunnels. Am Ufer steht eine Hütte, im Winter gibt es ein Eishotel. Mit der Seilbahn von der Nordseite kommst du auch dann hinauf, wenn die Straße über den Pass gesperrt ist.
Gibt es am Transfagarasan Bären?Ja, Bären tauchen immer wieder direkt an der Straße auf, weil Touristen sie gefüttert haben. Füttere nie einen Bären und halte nicht wegen ihm an. Das ist gefährlich für dich und endet für den Bären tödlich, denn ein Tier, das seine Scheu verliert, gerät früher oder später mit Menschen aneinander.
Von welcher Seite fährt man den Transfagarasan am besten?Beide Richtungen lohnen sich. Von Süden, also von Curtea de Argeș Richtung Hermannstadt, kommst du zuerst an Poenari und am Stausee Vidraru vorbei, steigst lange bergauf und kommst nach dem Tunnel am Bâlea-See heraus, wo die berühmten Kehren unter dir liegen. Von Norden fährst du genau diese Kehren bergauf, was viele Motorradfahrer bevorzugen. Aus Deutschland ist der Norden meist der praktischere Einstieg, weil Hermannstadt näher liegt.
Wie viele Tunnel hat der Transfagarasan?Insgesamt fünf. Der wichtigste ist der Bâlea-Tunnel unter dem Pass am Bâlea-See, der je nach Quelle 884 oder 887 Meter lang ist und als längster Straßentunnel Rumäniens gilt. Er ist schmal und oft feucht, fahr also langsam und mit Licht.
Kommt man ohne Auto auf den Transfagarasan?Eine reguläre Buslinie über den Pass gibt es nicht. Busse fahren höchstens bis ins Vorland, im Norden bis Cârțișoara, im Süden bis Curtea de Argeș. Hinauf zum Bâlea-See kommst du mit der Seilbahn ab Bâlea Cascadă, die ganzjährig fährt, solange das Wetter mitspielt, und die einzige verlässliche Variante ohne Auto ist. Ansonsten bleibt ein organisierter Ausflug ab Hermannstadt oder Kronstadt oder ein Taxi für den ganzen Tag.
Wie schnell fährt man auf dem Transfagarasan?Im Schnitt kommst du auf etwa 40 km/h, und mehr ist auf dem Gebirgsabschnitt ohnehin nicht drin. Die Kehren sind eng und unübersichtlich, am Rand liegen oft Steine, und hinter jeder Kurve kann ein Motorrad oder ein parkendes Auto stehen.
Transalpina oder Transfagarasan, welche Straße ist besser?Der Transfagarasan ist bekannter, spektakulärer und hat mehr Stopps, dafür ist deutlich mehr los. Die Transalpina führt noch höher, ist offener und ruhiger. Wenn du nur für eine Zeit hast, nimm den Transfagarasan. Beide liegen nicht weit voneinander entfernt und machen sich keine Konkurrenz.
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