Aktualizováno 17.9.2026
Ein Kollege von uns fliegt mehrmals im Jahr nach Zypern und kam jedes Mal mit derselben Schwärmerei zurück. Irgendwann mitten im Winter, als wir dringend Sonne brauchten, haben wir es ihm einfach nachgemacht. Wir waren im Februar dort – angenehme Temperaturen zum Wandern und Herumfahren, kein Gedränge, keine Hitze. Wir verraten dir, welche Zypern Sehenswürdigkeiten sich wirklich lohnen, was uns am besten gefallen hat und wie wir über die Grenze in die Geisterstadt im Norden der Insel gefahren sind.
Urlaub auf Zypern: Anreise, Mietwagen und wo du dich einquartierst
Von Deutschland aus ist Zypern näher, als die meisten denken. Auf die Insel fliegst du nonstop nach Larnaka oder nach Paphos, je nach Saison ab Düsseldorf, Frankfurt, München oder Berlin, und bist in rund dreieinhalb bis vier Stunden da. Larnaka ist der größere der beiden Flughäfen und liegt zentral – nach Ayia Napa sind es von dort gut 55 Kilometer, nach Nikosia etwa 50, nach Paphos rund 130 Kilometer. Wer vor allem den Westen der Insel sehen will, landet besser gleich in Paphos, von dort sind es nur etwa zehn Kilometer in die Stadt. Prüfe die Verbindungen für deinen Reisetermin, im Winter fliegt deutlich weniger als im Sommer.
Und dann: mietet euch ein Auto. Viele Ecken der Insel sind touristisch immer noch erstaunlich unentdeckt, und genau das macht Zypern zum richtigen Ort für kleine Abenteuer – erst recht, wenn du auch in den Norden fährst. Ohne eigenes Auto bleibst du im Badeort kleben und siehst von der Insel ungefähr nichts. Wir haben bei Aercar gemietet und waren richtig zufrieden.
Wenn du eine Basis suchst, von der aus sich die Insel gut erkunden lässt und an der du trotzdem am Meer liegen kannst, ist die Südostküste eine sichere Wahl. Rund um Ayia Napa und Protaras findest du vom Apartment bis zum Resort so ziemlich alles, und der Flughafen Larnaka ist keine Stunde entfernt. Wir selbst haben den Westen um Paphos noch lieber gemocht – dort ist mehr Natur und weniger Trubel.
TIPP: Willst du mit dem Mietwagen nach Nordzypern? Kläre das vorher mit der Vermietung ab – nicht jede erlaubt es, und die Versicherung aus dem Süden gilt dort nicht. Eine Zusatzversicherung kaufst du direkt am Grenzübergang an einem kleinen Schalter, Bargeld nicht vergessen.
38 Zypern Sehenswürdigkeiten, die sich wirklich lohnen
Zypern ist eine ungewöhnliche Insel. Sie liegt genau dort, wo Europa, Asien und Afrika aneinanderstoßen, und das merkt man an jeder Ecke – in der Sprache, im Essen, in der Architektur. Antike Städte, feine Sandstrände, ein richtiges Gebirge mit Skilift, Bergdörfer, Ausgrabungsstätten und sogar eine Geisterstadt. Was uns von allen Zypern Sehenswürdigkeiten am meisten hängen geblieben ist? Der Aphrodite Nature Trail, der Felsen Petra tou Romiou, Varosha, die Avakas-Schlucht sowie Paphos und die Hauptstadt Nikosia.
Aphrodite’s Rock (Petra tou Romiou)
Der Aphrodite-Felsen (Petra tou Romiou) ist der wohl bekannteste Ort an der Südküste Zyperns – der Legende nach wurde hier die Liebesgöttin Aphrodite aus dem Meeresschaum geboren. Vor einem Kieselstrand ragen mächtige Felsblöcke aus dem Wasser. Wer den Hauptfelsen dreimal umschwimmt, bekommt der Sage nach ewige Jugend und Schönheit, und Paare, die hier gemeinsam baden, sollen sich ewig lieben. Am schönsten ist es bei Sonnenuntergang.

Nikosia (Lefkosia)
Die zyprische Hauptstadt Nikosia ist vor allem deshalb einzigartig, weil sie in einen griechischen und einen türkischen Teil geteilt ist. Umgeben ist die Altstadt von einer eindrucksvollen venezianischen Sternschanze, dazwischen stecken Museen, historische Gebäude, Kirchen und Moscheen – besonders beliebt ist die Selimiye-Moschee.
Die Ledra-Straße, die Hauptgeschäftsstraße, führt direkt zum Grenzübergang. Mit dem Reisepass spazierst du von dort in den türkischen Teil der Stadt, der sich in Kultur und Atmosphäre deutlich anders anfühlt – wir waren dort Ziegenkebab essen. Kurios: Eine Zeit lang war die Stadt sogar in zwei Zeitzonen geteilt – seit Oktober 2017 gilt im Norden wieder dieselbe Uhrzeit wie im Süden.
🏠UNTERKUNFTS-TIPP: In Nikosia empfehlen wir die Unterkunft Sky-view Hideaway.

Sea Caves auf Zypern
Die Sea Caves sind weiße Kalksteinklippen, in die die Erosion Meereshöhlen gefressen hat – etwa zehn Meter über dem Wasserspiegel. Du findest sie an der Ostküste in der Nähe von Ayia Napa und an der Westküste bei Peyia. Zu manchen kommst du zu Fuß, zu anderen nur per Boot, zum Beispiel im Rahmen einer Bootstour. Am schönsten sind sie im Abendlicht.
Aphrodite Nature Trail
Der Aphrodite Nature Trail auf der Halbinsel Akamas ist mit rund zehn Kilometern einer der schönsten Wanderwege Zyperns. Er startet an den Bädern der Aphrodite – einem kleinen natürlichen Becken, in dem die Göttin der Legende nach gebadet hat – und öffnet dann einen Blick nach dem anderen auf die Küste und die blauen Buchten. Schwer ist er nicht, etwa 460 Höhenmeter, und er führt dich durch ganz unterschiedliche Landschaften. Diesen Weg würde ich in meine Top 3 der Zypern Sehenswürdigkeiten setzen. Ein angenehmer Spaziergang mit wirklich großartigen Ausblicken aufs Meer und auf die Insel selbst.
🏠UNTERKUNFTS-TIPP: Der Trail liegt in der Gegend um Paphos. Uns hat die Unterkunft hier gefallen.

Ayia Napa auf Zypern
Ayia Napa ist der bekannteste Badeort im Osten Zyperns – mit traumhaften Stränden, Dutzenden Clubs und einem Nachtleben, das seinen Ruf nicht von ungefähr hat. Es ist einer der lebhaftesten Orte der Insel, mit Wasserpark, unzähligen Restaurants und Bootstouren, bei denen du Delfine sehen kannst. Vom Flughafen ist es ein Katzensprung, und die Strände und Felsformationen rundherum sind großartig.
Im Hochsommer musst du damit rechnen, dass hier richtig was los ist. Außerhalb der Saison hat dagegen fast alles zu. Der goldene Mittelweg ist der Saisonanfang oder das Saisonende.
TIPP: Ayia Napa lässt sich gut mit Protaras kombinieren – der Nachbarort ist familiärer und ruhiger, und zwischen beiden liegt mit dem Cape Greco eines der schönsten Naturschutzgebiete der Insel.
Coral Bay
Keine Lust auf einen Partyort? Dann gefällt dir das Städtchen rund zwölf Kilometer nördlich von Paphos, wo es spürbar ruhiger zugeht und du trotzdem nicht auf etwas verzichten musst: Unterkünfte vom Hotel bis zum Apartment, gute Restaurants, Souvenirläden – und als Hauptattraktion ein wunderschöner Strand mit feinem Sand.
Naturschutzgebiet Cape Greco
Das Cape Greco (Kap Greco) ist ein Schutzgebiet am östlichsten Punkt Zyperns, zwischen den Badeorten Ayia Napa und Protaras. Hier stehen eindrucksvolle Kalksteinklippen bis zu 40 Meter über dem Meer. Es gibt mehrere Wanderwege mit großartigen Ausblicken, den natürlichen Felsbogen „Bridge of Lovers“ und eine türkisfarbene Lagune, die sich perfekt zum Schnorcheln eignet.
Avakas-Schlucht (Avakas Gorge)
Wenn du nicht weißt, was du auf Zypern anfangen sollst, und Natur dich reizt, dann geh in die Avakas-Schlucht auf der Halbinsel Akamas, die die Erosion über Jahrtausende ausgewaschen hat. Sie ist rund drei Kilometer lang, und an den engsten Stellen sind die Kalksteinwände bis zu 30 Meter hoch und nur drei Meter voneinander entfernt. Der Weg führt am Bach entlang, über Felsblöcke, stellenweise auch durchs flache Wasser. Hinter der Schlucht geht es über Grasflächen mit weiten Ausblicken und Schafweiden weiter. Diese Route hat uns richtig gefallen – mal etwas anderes als Städte und Strände, deshalb klare Empfehlung.

Varosha (Geisterstadt) in Nordzypern
Hast du schon mal von Famagusta beziehungsweise Varosha gehört? Es ist ein verlassener Badeort, der heute eine Geisterstadt ist. Bis 2020 war er komplett gesperrt, niemand kam hinein. Die damaligen Bewohner und Urlauber mussten ihn 1974 bei der türkischen Invasion Hals über Kopf verlassen. Rostende Autos auf den Straßen, zersplitterte Schaufenster, halb eingestürzte Häuser, über die längst die Vegetation wächst – das ist ein Erlebnis, das hängen bleibt.
Ein Teil des Geländes ist für Besucher zugänglich, der Haupteingang liegt beim Restaurant Good Fellows, und der Zutritt wird von der Polizei bewacht. Das war einer der Orte, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten, und es war tatsächlich beeindruckend.
🏠UNTERKUNFTS-TIPP: In der verlassenen Stadt selbst kannst du natürlich nirgends übernachten, in der Umgebung gibt es dafür jede Menge. Wir empfehlen RiX Studio Park Famagusta Contactless.

Golden Beach (Karpas)
Eine Stunde von Famagusta entfernt liegt der Golden Beach (Karpas) – einer der schönsten und abgelegensten Strände Zyperns, auf der Halbinsel Karpas im türkischen Teil. Mehrere Kilometer unberührter goldener Sand, klares Wasser und keine Menschenmassen (er liegt wirklich weit ab vom Schuss). Bekannt ist die Gegend außerdem für ihre wilden Esel, die dir auf dem Weg zum Strand über den Weg laufen. Bei klarer Sicht siehst du von hier aus bis zur syrischen Küste.
Paphos auf Zypern
Paphos ist die größte Stadt im Westen Zyperns und steht wegen ihrer antiken Überreste auf der UNESCO-Liste. In Paphos siehst du die Saint Nicholas Church, den archäologischen Park Nea Paphos, die Königsgräber, den kleinen Hafen mit seiner Burg – und rundherum ein paar richtig schöne Strände. Uns hat es hier so gut gefallen, dass wir etwa eine Woche geblieben sind und nicht nur die Stadt, sondern auch die Umgebung und die Wanderwege abgeklappert haben.
🏠UNTERKUNFTS-TIPP: Du fährst nach Paphos? Wir empfehlen Hostl – Beds & Rooms
Archäologischer Park Paphos (Nea Paphos)
Ein weitläufiges Ausgrabungsgelände mitten in Paphos, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Der Park umfasst die Überreste der antiken Stadt, darunter hervorragend erhaltene Mosaike in vier römischen Villen, das antike Odeon-Theater, die Agora und die Stadtmauern. Zum Komplex gehört auch der Leuchtturm von Paphos.
Königsgräber (Tombs of the Kings)
Du willst dich für einen Moment wie in Ägypten fühlen? Dann fahr zu dieser UNESCO-Stätte unweit von Paphos, in der trotz des Namens keine Könige bestattet wurden, sondern hohe Beamte und Aristokraten aus hellenistischer und römischer Zeit.
Die ausgedehnte, in den Fels geschlagene Nekropole birgt eindrucksvolle unterirdische Grabkammern, deren Architektur ägyptisch inspiriert ist – manche sind mit dorischen Säulen und Fresken geschmückt. Gebaut wurden die Gräber bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. Du kannst in die Kammern hineingehen und dir die Präzision der antiken Steinmetzarbeit aus der Nähe ansehen. Ein Ausflug für einen Vormittag, aber einer, der sich lohnt.

Kourion (Kurion)
Eine ehemalige antike Stadt und eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Zyperns, gelegen an der Südküste. Neben den Grundmauern der ursprünglichen Bauten und dorischen Säulen steht hier vor allem das erhaltene griechisch-römische Theater, das restauriert wurde und bis heute für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Vom Theater und vom gesamten Gelände hast du einen grandiosen Blick aufs Mittelmeer. Der Eintritt liegt bei etwa 5 € – schau vor dem Besuch kurz nach dem aktuellen Preis.
TIPP: Auf Zypern herrscht Linksverkehr – ein Erbe der britischen Zeit. Die ersten Kreisverkehre fühlen sich für dich als deutschen Fahrer seltsam an, nach einem halben Tag hast du dich daran gewöhnt.
Kakopetria
Ein malerisches Bergdorf an den Nordhängen des Troodos-Gebirges, das seine traditionelle Architektur aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewahrt hat. Hier kannst du durch enge Gassen schlendern, auf die bewaldeten Berge ringsum schauen und in einer Dorftaverne einkehren. Das Dorf ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Troodos.
Limassol (Lemesos)
Die größte Stadt Zyperns und ein beliebter Badeort mit lebendiger Strandpromenade. Die Stadt verbindet historische Sehenswürdigkeiten mit modernen Geschäften, Restaurants und ordentlichen Stränden. In der Nähe liegt ein Salzsee, in dem wilde Flamingos überwintern, und von Limassol aus kommst du bequem in die Weinregionen der Insel.
Schiffswrack Edro III
Du willst einmal ein echtes Schiffswrack aus der Nähe sehen? Auf Zypern geht das – die Edro III liegt nur ein paar Meter vom Ufer entfernt auf der Seite. Das Frachtschiff lief hier 2011 bei einem Sturm auf Grund, nach dem Abpumpen des Treibstoffs ließ man es als Attraktion einfach liegen. Du kommst bequem mit dem Auto hin und läufst dann ein kurzes Stück zu Fuß. Übersehen kannst du es nicht.
TIPP: Nimm für den Norden Bargeld mit. In der Republik Zypern zahlst du in Euro, in Nordzypern wird in türkischer Lira gerechnet – Euro nehmen viele Läden zwar an, aber zu einem Kurs, der dir nicht gefällt.

Nationalpark Akamas
Ein weitläufiger Nationalpark an der Nordwestspitze der Insel mit wilder Natur, zerklüfteter Felsküste samt Meerespools und tief eingeschnittenen, bewaldeten Schluchten. Die Gegend ist ideal zum Wandern, zum Beobachten von Tieren und Pflanzen und zum Baden in abgelegenen Buchten – darunter die berühmte Blaue Lagune. Der Park beherbergt viele Arten und bietet mehrere Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
TIPP: Für die Schotterpisten im Akamas brauchst du ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit. Viele Mietwagenverträge schließen unbefestigte Straßen ausdrücklich aus – lies das Kleingedruckte, bevor du losfährst.
Berg Olympos
Der höchste Berg Zyperns (1.952 m) liegt im Troodos-Gebirge, und von oben siehst du weit über die Insel. Mit dem Auto kommst du fast bis zum Gipfel (was aber überhaupt keinen Spaß macht), von dort führen die markierten Wanderwege Atalante Trail und Artemis Trail weiter. Kurios: Im Winter liegt hier Schnee und ein Skilift läuft, während unten am Meer angenehme 20 °C herrschen.
Larnaka auf Zypern
Die drittgrößte Stadt Zyperns, an der auch der wichtigste Flughafen der Insel liegt – hier treffen historische Bauten und moderne Touristeninfrastruktur aufeinander. Larnaka hat einen schönen Stadtstrand, ein lebendiges Zentrum, ein altes türkisches Viertel und mit der Lazarus-Kirche eine echte Sehenswürdigkeit. Am Stadtrand liegt ein Salzsee, in dem Flamingos überwintern. Wir haben hier ein paar Tage verbracht, aber die Stadt schaffst du entspannt an einem Tag.
🏠UNTERKUNFTS-TIPP: Eine Unterkunft nah am Zentrum und am Strand, die uns gefallen hat: Lakis Court, wo wir gleich mehrmals übernachtet haben.

Nissi Beach
Der Nissi Beach ist einer der bekanntesten und schönsten Strände Zyperns und liegt gleich bei Ayia Napa. Feiner weißer Sand, türkisblaues Wasser und eine kleine Insel (Nissi), zu der du bei Ebbe trockenen Fußes hinüberlaufen kannst. Der Einstieg ins Meer ist flach und damit ideal für Familien mit Kindern (die Kleinen werden hier nicht gleich weggespült), und die Infrastruktur stimmt: Wassersport, Liegen, Restaurants.
Makronissos Beach
Der Makronissos Beach liegt ebenfalls bei Ayia Napa, und viele finden ihn sogar schöner als den berühmten Nissi Beach. Was du hier zu schätzen weißt: Er ist ziemlich groß, es passen also auch mitten in der Hauptsaison viele Leute darauf. Der Einstieg ins Wasser ist ebenfalls flach und damit familientauglich.
Konnos Beach
Der Konnos Beach (Konnos Bay) ist eine malerische Bucht rund 2,5 Kilometer von Protaras entfernt, umgeben von Klippen und Höhlen. Heller feiner Sand, glasklares Wasser – hier kannst du dich auf einer Badeinsel treiben lassen und einfach nichts tun. Außerdem kommst du auch über die Felsen ins Wasser, in denen sich kleine natürliche Becken gebildet haben. Wegen dieser Kulisse ist der Konnos Beach einer der fotogensten Orte an der Ostküste Zyperns.
TIPP: Wenn du an den Stränden im Osten nicht zwischen Sonnenschirmen liegen willst, fahr früh los. Ab zehn Uhr sind die vorderen Reihen an Nissi, Makronissos und Konnos in der Hauptsaison vergeben.
Protaras und Fig Tree Bay
Protaras ist ein lebendiger Badeort im Osten Zyperns, der besonders bei Familien mit Kindern beliebt ist – wegen der sicheren Strände und der hübschen Umgebung. Es gibt eine große Auswahl an Wasser- und Landsportarten, abends füllen sich die vielen Restaurants und Bars, und trotzdem geht es hier ruhiger zu als im nahen Ayia Napa. Die bekannteste Adresse ist der wunderschöne Strand Fig Tree Bay.
Bergdorf Pedoulas
Ein winziges Bergdorf im Troodos auf über 1.100 Metern, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Obwohl hier nur rund 130 Menschen dauerhaft leben, findest du zwölf Kirchen, von denen einige aus dem 15. Jahrhundert stammen. Das Dorf ist der perfekte Rückzugsort vor der Hitze in den tieferen Lagen und ein guter Startpunkt, wenn dich Wanderungen in den Bergen reizen.
Bergdorf Moutoullas
Ein schönes Bergdorf an den Nordhängen des Troodos, das vor allem durch seine Lage beeindruckt: Die Häuser kleben förmlich an den steilen Hängen. Das Ortsbild prägt eine moderne Kirche aus dem 20. Jahrhundert, der eigentliche Anziehungspunkt ist aber die kleine Kirche Panagia tou Moutoulla von 1280, die zum UNESCO-Welterbe gehört – als frühestes Beispiel ländlicher Sakralarchitektur auf Zypern.
Latchi (Polis Chrysochous)
Wenn du nicht nur am Strand liegen und in der Sonne schmoren willst (oder schon genug geschmort hast) und deinen Zypern-Urlaub mit Natur verbinden möchtest, wirst du den kleinen Ort Latchi im Nordwesten der Insel mögen. Er liegt am Rand der Halbinsel Akamas und hat alles, was du brauchst: einen Strand, Restaurants mit fangfrischen Meeresfrüchten und Bootstouren entlang der Küste. Eine ruhigere Alternative zu den betriebsamen Orten im Süden und Osten.
Kloster Kykkos
Du weißt nicht, was du auf Zypern außer Stränden noch anschauen sollst? Wie wäre es mit dem bekanntesten und einem der reichsten Klöster der Insel, das auf über 1.300 Metern im Troodos-Gebirge liegt? Gegründet wurde es Ende des 11. Jahrhunderts, das heutige Erscheinungsbild stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Das Kloster ist über und über mit goldenen Mosaiken und Ikonen geschmückt, und sein größter Schatz ist eine Marienikone, die dem Evangelisten Lukas zugeschrieben wird. In der Umgebung kannst du außerdem gleich eine Wanderung anhängen.
TIPP: In Klöstern und Kirchen auf Zypern gilt ein Dresscode – bedeckte Schultern und Knie. In Kykkos liegen Tücher zum Ausleihen bereit, verlassen würden wir uns darauf aber nicht.
Kloster Agios Neophytos
Der meistbesuchte Klosterkomplex Zyperns liegt zehn Kilometer nördlich von Paphos. Gegründet wurde Agios Neophytos im 12. Jahrhundert, und schon seine Lage ist bemerkenswert – ein Teil der Anlage ist in den Fels am Fuß des Troodos geschlagen, mit einem schönen Ausblick ins Tal. Zu sehen gibt es historische Architektur, byzantinische Fresken und die Überreste der Einsiedelei des Klostergründers.
Caledonia-Wasserfall
Einen der höchsten Wasserfälle Zyperns findest du an den Hängen des Troodos-Gebirges. Zum Wasserfall führt ein schöner Wanderweg am Bach entlang, umgeben von Grün und dem Schatten der Bäume – im Sommer weißt du das doppelt zu schätzen. Hin und zurück brauchst du etwa eine Stunde, und es ist eine willkommene Abwechslung zum reinen Strandprogramm.
White Rocks
Wenn dich Naturphänomene, Felsen, Schluchten oder Höhlen faszinieren und du ohnehin an der Südküste entlangfährst, halt kurz an den White Rocks. Hier stehen wunderschöne weiße Kalksteinformationen, wie du sie so mit ziemlicher Sicherheit noch nirgends gesehen hast. Du kommst bequem mit dem Auto hin und kannst einen netten Spaziergang machen. Für einen ganzen Tagesausflug ist es nichts, aber wenn du vorbeikommst, schau unbedingt vorbei.
TIPP: Die zyprische Sonne wird auch im Frühjahr und Herbst unterschätzt. Sonnencreme, Kopfbedeckung und genug Wasser gehören auf jede Wanderung – Schatten gibt es an der Küste praktisch keinen.
Love Bridge (Brücke der Liebenden) bei Ayia Napa
Unweit von Ayia Napa ragt ein eindrucksvoller natürlicher Felsbogen aus dem Meer. Von der Straße aus siehst du ihn nicht, aber nach einem kurzen Abstieg zum Wasser liegt er in voller Pracht vor dir. Über den Bogen kannst du laufen, sei dabei aber vorsichtig. Für die besten Aufnahmen gehst du noch ein paar Hundert Meter an der Küste weiter, von dort siehst du den Bogen aus einem ganz anderen Winkel.
Unterwassermuseum Museum of Underwater Sculpture
Das Museum of Underwater Sculpture ist ein einzigartiges Museum unter Wasser in der Nähe von Ayia Napa, in dem du dir mit Schnorchel oder Tauchausrüstung Skulpturen auf dem Meeresgrund ansehen kannst. Dieser ungewöhnliche Ausflug verbindet Kunst mit Unterwasserforschung und zeigt Bildhauerei aus einer ganz anderen Perspektive – die Figuren werden mit der Zeit selbst Teil des Ökosystems und wachsen zu künstlichen Riffen zusammen.
TIPP: Zypern ist ein klassisches Ziel für die Nebensaison. Im April, Mai, Oktober und November hast du angenehme Temperaturen zum Wandern und Sightseeing, und das Meer ist im Herbst noch warm.
Männerkloster Stavrovouni
Wusstest du, dass es auf Zypern ein reines Männerkloster gibt? Es liegt hoch in den Bergen, und eine Regel gilt bis heute: Frauen dürfen die Klostermauern nicht betreten. Trotzdem lohnt sich die Fahrt, denn schon vom Parkplatz vor dem Kloster hast du einen phänomenalen Blick auf die Hügel und die Landschaft ringsum.
Adonis Baths Waterfalls
Du magst Wasserfälle und willst darin auch baden? Dann fahr zu den Adonis Baths, wo du selbst im heißesten Sommer im erfrischend kalten Wasser schwimmen kannst, in das kaskadenartige Wasserfälle stürzen. Es sieht hier aus wie in einem exotischen Paradies weit weg von Europa. Zum Ort gehört auch eine hübsche Legende: Angeblich hat sich hier die Göttin Aphrodite gewaschen, weshalb das Wasser verjüngen soll. Nimm Bargeld für den Eintritt mit und am besten ein Auto mit etwas höherem Fahrwerk, damit du unten nichts aufsetzt – die Zufahrt ist nicht gerade die beste.
Der größte Wasserfall Zyperns: Millomeris Waterfall
Der größte Wasserfall Zyperns, der Millomeris Waterfall, versteckt sich unterhalb der Bergregion Troodos. Zum Wasserfall führt ein 200 Meter langer Weg mit Stufen, hinunter kommt hier also wirklich jeder. Am schönsten ist es im Frühjahr, wenn ringsum alles blüht.
Blaue Lagune (Blue Lagoon)
Die Gegend um das Kap Greco im Osten der Insel hat neben den spektakulären Klippen auch eine türkisfarbene Bucht zu bieten: die Blue Lagoon. Ihre Farbe kommt von oben am besten zur Geltung, in der Umgebung findest du deshalb jede Menge Pfade mit schönen Aussichtspunkten.

WaterWorld Themed Waterpark
Der WaterWorld Themed Waterpark ist einer der größten Wasserparks Europas und liegt in Ayia Napa. Der Park ist wie eine antike Kulisse gestaltet und bietet 25 Attraktionen – Rutschen, künstliche Wellen und Wassertunnel inklusive. Für Familien mit Kindern ist das ein perfekter Tag voller Spaß und Abkühlung, besonders in den heißen Sommermonaten.
TIPP: Plane für die Insel mindestens eine Woche ein. In sieben Tagen schaffst du mit dem Mietwagen den Süden, das Troodos-Gebirge und einen Abstecher in den Norden – bei zehn Tagen wird es richtig entspannt.
10 Gründe, warum sich eine Reise nach Zypern lohnt
- Schöne Strände und sauberes Meer: Zypern ist für seine traumhaften Strände bekannt, an denen du dich ausruhen und in glasklarem Wasser baden kannst. Zu den schönsten gehören der Golden Beach und der Strand am Aphrodite-Felsen.
- Das unentdeckte Nordzypern: Die meisten Reisenden bleiben im griechischen Teil der Insel, aber Nordzypern ist touristisch noch ziemlich wenig erschlossen – dort findest du ruhige Strände, Berge und Wälder und eben auch die Geisterstadt Varosha.
- Reiche Geschichte und Kultur: Zypern hat jede Menge historische Orte zu bieten, von der antiken Stadt Salamis über die Hauptstadt Nikosia bis zu den vielen Ausgrabungsstätten.
- Gutes Wetter das ganze Jahr: Auf Zypern ist es fast ganzjährig sonnig und mild, du kannst also auch außerhalb des Sommers hin – im Frühjahr oder im Herbst. Für viele Deutsche ist die Insel genau deshalb ein Ziel für die Wintersonne.
- Hervorragende Küche: Wo du auch hinreist, die lokale Küche ist immer ein Erlebnis. Probiere unbedingt gegrillten Halloumi oder einen traditionellen Kebab.
- Zyprischer Wein: Wusstest du, dass auf Zypern auch Wein angebaut wird? Die Insel ist vor allem für ihren süßen Commandaria bekannt. Du kannst Weingüter besuchen und Weine mit jahrtausendealter Tradition probieren.
- Leben unter Wasser: Auf Zypern kannst du auf Delfin- und Robbenbeobachtung gehen oder mit Meeresschildkröten schwimmen, die hier zum Eierlegen an Land kommen.
- Nachtleben: Wenn du deinen Zypern-Urlaub mit allem Drum und Dran willst, findest du hier ein durchaus interessantes Nachtleben – vor allem in Ayia Napa mit seinen unzähligen Bars und Clubs.
- Ein Mix aus mehreren Kulturen: Zypern verbindet griechische, türkische, britische und nahöstliche Einflüsse. Das ergibt eine Mischung aus Bräuchen, Gerichten und Traditionen, die du so nirgendwo sonst findest.
- Für jeden etwas dabei: Auf Zypern kannst du nicht nur an den Strand, sondern auch Rad fahren, tauchen oder Wassersport machen – Windsurfen und Jetski inklusive.
TIPP: Zypern ist EU-Mitglied, dein deutscher Krankenversicherungsnachweis (EHIC) gilt also im Süden der Insel. In Nordzypern gilt er nicht – eine Auslandsreisekrankenversicherung, die auch den Norden abdeckt, ist deshalb eine gute Idee.
Zypern Sehenswürdigkeiten: eure häufigsten Fragen (FAQ)
Was muss man auf Zypern gesehen haben?
Zypern ist reich an historischen und landschaftlichen Schätzen, von Ausgrabungsstätten bis zu traumhaften Stränden. Auslassen solltest du auf keinen Fall Paphos, Kyrenia und die Hauptstadt Nikosia, die Geisterstadt Varosha, den Aphrodite Nature Trail, die Avakas-Schlucht sowie die Strände und Felsformationen im Osten.
Wo ist es auf Zypern am schönsten?
Zu den schönsten Ecken Zyperns gehört die ruhige Region rund um Paphos mit vielen sehenswerten Orten, schöner Natur und großartigen Stränden. Wenn du es lebhafter magst, schau dich in einem der Badeorte wie Ayia Napa oder Limassol um.
Wann ist die beste Reisezeit für Zypern?
Zum Baden ist es von Mai bis Oktober am angenehmsten, für Sightseeing und Wandern eignen sich Frühjahr und Herbst besser. Der Winter ist ideal, um historische Stätten zu erkunden, weil du Hitze und Menschenmassen aus dem Weg gehst. Wir waren im Februar dort und hatten angenehme Temperaturen.
Wie kommt man von Deutschland nach Zypern?
Am einfachsten mit dem Flugzeug: Nach Larnaka und Paphos gibt es je nach Saison Direktflüge ab deutschen Flughäfen wie Düsseldorf, Frankfurt, München oder Berlin, die Flugzeit liegt bei etwa dreieinhalb bis vier Stunden. Im Winter ist das Angebot deutlich kleiner als im Sommer, prüfe die Verbindungen also für deinen Reisetermin.
Braucht man auf Zypern einen Mietwagen?
Wenn du mehr sehen willst als deinen Badeort, ja. Der öffentliche Verkehr verbindet vor allem die großen Städte, die schönsten Orte wie die Avakas-Schlucht, die Bergdörfer im Troodos oder die Halbinsel Akamas erreichst du praktisch nur mit dem Auto. Denk daran, dass auf Zypern Linksverkehr herrscht.
Kann man von Südzypern nach Nordzypern fahren?
Ja, die Grenze lässt sich an mehreren Übergängen passieren, zum Beispiel mitten in Nikosia an der Ledra-Straße. Nimm deinen Reisepass mit. Willst du mit dem Mietwagen hinüber, kläre das vorher mit der Vermietung ab: Nicht jede erlaubt es, und die Versicherung aus dem Süden gilt im Norden nicht. Eine Zusatzversicherung kaufst du am Grenzübergang, am besten mit Bargeld.
Worauf sollte man auf Zypern achten?
Zypern gilt als sicheres Reiseziel, Kriminalität ist kein Thema. Trotzdem solltest du auf deine Sachen aufpassen, vor allem in Menschenmengen und an belebten Orten. Wertsachen, Pass und Geld bewahrst du am besten im Hotelsafe auf.
Was kann man auf Zypern im Winter machen?
Im Winter sind die historischen Stätten am angenehmsten, weil Hitze und Andrang fehlen. Uns haben im Februar besonders der Aphrodite Nature Trail, die Avakas-Schlucht und die Geisterstadt Varosha in Nordzypern gefallen. Oben im Troodos liegt in dieser Zeit sogar Schnee und der Skilift läuft.
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