Rumänien · 24.8.2026

Berge in Rumänien: 12 Gebirge, die höchsten Gipfel und was du wissen musst

Jaké jsou hory v Rumunsku

Aktualizováno 23.9.2026

Bei Rumänien denken die meisten zuerst an Dracula, an Kirchenburgen und an Siebenbürgen. Dabei liegt rund die Hälfte des gesamten Karpatenbogens in diesem Land, und die Berge in Rumänien sind das eigentliche Abenteuer: Zweitausender mit Gletscherseen, Hochplateaus voller Schafherden und Kalksteingrate, von denen man in Deutschland kaum je gehört hat. Auf den Kämmen triffst du im Hochsommer weniger Menschen als an einem sonnigen Sonntag auf einem beliebigen Voralpengipfel. Wir stellen dir 12 rumänische Gebirge vor, dazu die höchsten Gipfel, die schönsten Touren, die Hütten und das, womit du in den Karpaten wirklich rechnen musst: Bären, Wetter und Hirtenhunde.

Berge in Rumänien auf einen Blick

  • Der höchste Berg Rumäniens ist der Moldoveanu mit 2.544 Metern. Er steht im Fogarascher Gebirge (Munții Făgăraș) in den Südkarpaten.
  • Das Fogarascher Gebirge ist das höchste und bekannteste Gebirge des Landes. Seine Kammwanderung gehört zu den großen Mehrtagestouren Europas.
  • Die rumänischen Karpaten gliedern sich in drei große Teile: Ostkarpaten, Südkarpaten und Westkarpaten mit dem Apuseni-Gebirge.
  • Hier lebt die größte Braunbärenpopulation Europas. Wie viele Tiere es genau sind, ist allerdings umstritten.
  • Hirtenhunde sind das realistischere Risiko als Bären. An einer Herde wachen oft fünf und mehr Hunde, und für sie bist du erst einmal eine Bedrohung.
  • Die Markierung funktioniert, ist aber lückenhafter als in den Alpen und im Nebel schwer zu finden. Karte und Offline-Navigation sind Pflicht.
  • Die Saison läuft ungefähr von Juli bis September. In den Hochlagen liegt im Juni oft noch Schnee.

Wie sich die Berge in Rumänien gliedern

Der Karpatenbogen zieht sich über mehr als 1.300 Kilometer durch acht Länder, und den größten Anteil davon hat Rumänien. Die Gebirge nehmen hier grob ein Drittel der Landesfläche ein und umschließen Siebenbürgen wie ein Hufeisen. Wer die Berge in Rumänien verstehen will, merkt sich am besten drei Gruppen. Übrigens beginnen die Karpaten nicht erst hier: Auch die Polnische Tatra und die Beskiden in Polen gehören dazu.

  • Südkarpaten, auch Transsilvanische Alpen genannt. Der höchste und wildeste Teil mit dem Fogarascher Gebirge, dem Retezat, dem Bucegi, dem Parâng und dem Königstein (Piatra Craiului).
  • Ostkarpaten, die sich von der ukrainischen Grenze nach Süden ziehen. Niedriger, stärker bewaldet und an ihrer Innenseite mit einer deutlich vulkanischen Vergangenheit.
  • Westkarpaten mit dem Apuseni-Gebirge und im Südwesten den Banater Bergen. Die niedrigste der drei Gruppen, dafür voller Höhlen, Karstlandschaften und verstreuter Einzelhöfe.
Wanderer im Nebel auf einem Grasrücken, Berge in Rumänien

12 Berge in Rumänien, für die sich die Anreise lohnt

Du liebst Berge so wie wir, am liebsten dort, wo möglichst wenige Menschen unterwegs sind? Dann bist du in Rumänien richtig. Auf manchen Kämmen begegnest du eher einem Bären als einer anderen Wandergruppe, wobei das natürlich stark davon abhängt, wohin du gehst. Die Reihenfolge unten folgt grob der Bedeutung für Wanderer, nicht der Höhe.

1. Fogarascher Gebirge (Munții Făgăraș)

Das höchste Gebirge Rumäniens und die klare Nummer eins. Hier steht der Moldoveanu, mit 2.544 Metern der höchste Berg Rumäniens, und gleich daneben der Negoiu mit 2.535 Metern. Der Hauptkamm zieht sich rund 70 Kilometer oberhalb der Waldgrenze zwischen Hermannstadt (Sibiu) und Kronstadt (Brașov) entlang, und seine Überschreitung gehört zu den besten Mehrtagestouren Europas. Unter dem Grat liegen Gletscherseen, der bekannteste ist der Bâlea-See (Bâlea Lac), zu dem die Passstraße Transfăgărășan und eine Seilbahn hinaufführen.

Leicht ist das Fogarascher Gebirge nicht. Der Kamm ist lang, die Abstiege ins Tal liegen weit auseinander, und das Wetter schlägt schnell um. An einigen ausgesetzten Stellen helfen Stahlseile. Für die komplette Überschreitung solltest du fünf bis acht Tage einplanen und damit rechnen, dass du einen Teil der Nächte im Zelt verbringst.

Berghütte unter felsigem Kamm, Berge in Rumänien

2. Retezat

Kein Gebirge in Rumänien hat so viele Gletscherseen wie der Retezat, es sind rund achtzig, gut fünfzig davon führen das ganze Jahr Wasser. Der größte ist der Bucura-See. Der Retezat ist der älteste Nationalpark des Landes (seit 1935), hier gelten strengere Regeln und für den Besuch wird eine Gebühr erhoben. Dafür bekommst du wilde Natur und eine echte Chance, Gämsen zu sehen. Höchster Gipfel ist die Peleaga mit 2.509 Metern. Ruhiger als das Fogarascher Gebirge, aber schwerer zu erreichen.

3. Bucegi (Butschetsch)

Das meistbesuchte Gebirge Rumäniens, und zwar wegen der bequemen Anfahrt: Aus Sinaia und Bușteni im Prahova-Tal fahren Seilbahnen hinauf aufs Plateau. Dort oben stehen die Felsformationen Babele und die Sphinx (Sfinxul), dazu das fast 40 Meter hohe Heldenkreuz auf dem Caraiman. Genau hierher gehen die meisten Tagesausflüge aus Kronstadt und Bukarest. Höchster Punkt ist der Omu mit gut 2.500 Metern.

4. Königstein (Piatra Craiului)

Ein schmaler Kalksteingrat von rund 25 Kilometern Länge, der aussieht wie eine hochkant gestellte Messerklinge. Die Gratüberschreitung ist ausgesetzt und an einigen Stellen gesichert, ein Klettersteig im alpinen Sinn ist sie aber nicht. Höchster Punkt ist La Om mit 2.238 Metern. Ausgangspunkt ist Zărnești, knapp 30 Kilometer von Kronstadt und nicht weit von der Törzburg (Bran).

5. Apuseni-Gebirge

Die Westkarpaten stecken voller Höhlen, Dolinen und Karsthochflächen. Hier liegt die Eishöhle Scărișoara mit einem unterirdischen Gletscher von geschätzt 75.000 Kubikmetern Eis, das rund 3.500 Jahre alt ist, und dazu Klammen, durch die du teilweise im Wasser läufst. Die Gipfel sind niedriger als im Süden, doch die Landschaft ist die abwechslungsreichste in ganz Rumänien. Gute Basis ist Klausenburg (Cluj-Napoca).

6. Parâng

Das Parâng-Gebirge liegt in den Südkarpaten zwischen dem Retezat und dem Fogarascher Gebirge, grenzt aber an keines der beiden direkt. Über seinen Kamm führt die Transalpina, die höchste asphaltierte Straße Rumäniens, die am Urdele-Pass 2.145 Meter erreicht. Höchster Gipfel ist der Parângu Mare mit 2.519 Metern. Breite Grasrücken, Gletscherseen und deutlich weniger Menschen als im Fogarascher Gebirge.

7. Ceahlău

Ein einzeln stehendes Bergmassiv in den Ostkarpaten, das die Rumänen als heiligen Berg verehren. Es erhebt sich bis 1.907 Meter über dem Bicaz-Stausee und bietet einen der schönsten Ausblicke des Landes. Sieben markierte Wege führen hinauf, oben stehen mehrere Hütten.

8. Rodnaer Gebirge (Munții Rodnei)

Das höchste Gebirge der Ostkarpaten, mit dem Pietrosul Rodnei (2.303 Meter) als höchstem Gipfel. Es liegt ganz im Norden an der Grenze zur Maramuresch, der gesamte Kamm ist Nationalpark und Biosphärenreservat. Hier findest du echte Ruhe, und der Schnee hält sich oft bis in den Juni.

9. Maramuresch und das Vorland der Rodnaer Berge

Kein Hochgebirge, sondern eine Landschaft aus Holzkirchen (acht davon stehen seit 1999 auf der UNESCO-Welterbeliste), Heuschobern und Dörfern, in denen bis heute mit der Sense gemäht wird. Wenn du Berge mit Landschaft und Menschen verbinden willst, ist das der schönste Teil Rumäniens.

10. Harghita- und Călimani-Gebirge

Der vulkanische Teil der Ostkarpaten mit erloschenen Kratern, Mineralquellen und Hochmooren. Der Călimani-Krater misst rund zehn Kilometer im Durchmesser. Im benachbarten Ciomad-Massiv liegt der St.-Anna-See (Lacul Sfânta Ana), der einzige Kratersee Rumäniens. Baden ist dort seit 2018 nicht mehr erlaubt.

11. Bicaz-Klamm und Roter See

Eine Schlucht, durch die sich die Straße zwischen senkrechten Felswänden zwängt, und gut vier Kilometer weiter der Rote See (Lacu Roșu), auf Ungarisch Gyilkos-tó, also „Mördersee“. Er ist 1838 entstanden, als ein Bergsturz das Tal aufstaute, und bis heute ragen die Stämme des überfluteten Waldes aus dem Wasser.

12. Donaudurchbruch am Eisernen Tor und Almăj-Gebirge

Die südlichsten Berge Rumäniens stehen an der Donau, die hier durch den Durchbruch am Eisernen Tor fließt. Am engsten ist der Große Kasan (Cazanele Mari), wo der Strom auf rund 150 Meter zusammengedrängt wird. Die Almăj-Berge gehören schon zu den Banater Bergen. In der Nähe liegen die tschechischen Dörfer des Banats, die sich gut mit einer Tour hier verbinden lassen.

Wandern in Rumänien: Worauf du in den Bergen achten musst

Einfach mal loslaufen wie in den bayerischen Hausbergen funktioniert hier nicht. Die Wege sind nicht überall gut markiert, und unterwegs triffst du öfter auf Tiere, denen du lieber aus dem Weg gehen würdest.

Hirtenhunde

Mit ihnen fangen wir absichtlich an, denn sie sind das realistischere Risiko als der Bär, und kaum jemand ist darauf vorbereitet. An einer Schafherde wachen oft fünf große Hunde oder mehr, und ihre Aufgabe ist es, alles zu vertreiben, was sich nähert. Zwischen Wolf und Wanderer unterscheiden sie nicht.

  • Lauf niemals weg und schrei nicht.
  • Bleib stehen, dreh dich mit dem Gesicht zu den Hunden und umgehe die Herde langsam in einem weiten Bogen.
  • Halte deinen Stock oder die Trekkingstöcke in der Hand, aber fuchtle nicht damit herum.
  • Ruf nach dem Hirten, er ist meistens in der Nähe und pfeift die Hunde zurück.

Bären

In den rumänischen Karpaten lebt die größte Braunbärenpopulation Europas. Bei den konkreten Zahlen gehen die Angaben allerdings weit auseinander: Internationale Quellen sprechen von mehr als 6.000 Bären, die rumänischen Behörden arbeiten nach ihren Zählungen mit einer deutlich höheren Zahl, über die fachlich wie politisch gestritten wird. Wo auch immer die Wahrheit liegt, für dich als Wanderer folgt daraus dasselbe.

  • Mach beim Gehen Geräusche. Die meisten Begegnungen entstehen, weil sich Mensch und Bär gegenseitig überraschen.
  • Sei nicht in der Dämmerung oder bei Dunkelheit unterwegs.
  • Lass kein Essen am Zelt und auch nicht in der Apsis liegen.
  • Füttere niemals einen Bären und halte an der Straße nicht für ein Foto an. Genau so ist das Problem an der Transfăgărășan entstanden.
  • Wenn du einem Bären begegnest, renn nicht weg, geh langsam rückwärts und sprich mit ruhiger Stimme.

Ausführlicher schreiben wir über die Bären in Rumänien in einem eigenen Artikel.

Wetter

Auf den Kämmen der Südkarpaten kann das Wetter innerhalb einer Stunde kippen, und Gewitter am Nachmittag sind im Sommer die Regel. Im Fogarascher Gebirge gibt es obendrein kaum einen schnellen Weg nach unten, weil der Grat lang ist und die Abstiege weit auseinanderliegen. Also früh am Morgen los und mittags schon auf dem Rückweg oder an der Hütte sein. Im Notfall erreichst du die rumänische Bergwacht Salvamont über den europäischen Notruf 112.

Markierung und Karten

Die rumänische Wegmarkierung arbeitet mit farbigen Zeichen, ist aber lückenhafter und schlechter gepflegt, als du es aus den Alpen kennst. Im Nebel verlierst du sie leicht, und manche alten Markierungen führen woandershin, als die Karte verspricht. Nimm eine Papierkarte und eine Offline-Navigation mit und verlass dich nicht auf Mobilfunkempfang.

Kalksteinwände über Nadelwald, Berge in Rumänien

Übernachten in den Bergen Rumäniens

Ein Netz von Berghütten, auf Rumänisch cabana, gibt es, es ist aber dünner als in den Alpen, und die Hütten sind einfacher ausgestattet. Auf den Hauptkämmen stehen außerdem Biwakschachteln und Notunterstände, deren Zustand sehr unterschiedlich ist. Was das praktisch heißt:

  • Für eine längere Überschreitung brauchst du Zelt und Schlafsack, auch wenn du eigentlich auf Hütten schlafen willst. Die Plätze sind begrenzt, und eine Reservierung klappt oft nicht.
  • Kümmere dich unterwegs laufend um Wasser. Quellen gibt es auf den Kämmen, aber nicht überall, und in trockenen Sommern versiegen sie.
  • Bezahlt wird bar in Lei.
  • Wildcampen ist in den Nationalparks eingeschränkt, halte dich an die Regeln des jeweiligen Parks.
Hütte mit roten Dächern am Bergsee, Berge in Rumänien

Wähle dein Standquartier nach dem Gebirge, denn die Entfernungen in Rumänien sind groß: Kronstadt (Brașov) deckt Bucegi und Königstein ab, Hermannstadt (Sibiu) das Fogarascher Gebirge, Klausenburg (Cluj-Napoca) das Apuseni-Gebirge und Baia Mare die Maramuresch und das Rodnaer Gebirge. Ein Bett im Hostel kostet grob 15 bis 25 € pro Person und Nacht, ein Doppelzimmer in einer Pension mit Frühstück 45 bis 75 €. Im Vergleich zu den Alpen ist Rumänien damit deutlich günstiger. Aktuelle Preise vergleichst du am besten über unser Angebot an Unterkünften in den rumänischen Bergen.

Beste Reisezeit für die Berge in Rumänien

  • Juli bis September: Hauptsaison, die Kämme sind schneefrei und die Hütten geöffnet. Am schönsten ist der September, wenn Gewitter und Menschen weniger werden.
  • Juni: In den Hochlagen liegt noch Schnee, und die Gletscherseen sind oft noch zugefroren.
  • Oktober: herrliche Farben und viel Ruhe, aber kurze Tage und das Risiko des ersten Schnees.
  • Winter: nur für Erfahrene mit Ausrüstung für Winterbergsteigen. Im Bucegi bei Sinaia und am Schuler (Postăvarul) über Kronstadt gibt es Skigebiete.

Anreise aus Deutschland

Geflogen wird nach Bukarest, Klausenburg (Cluj-Napoca), Hermannstadt (Sibiu) und Temeswar (Timișoara). Für Wanderer ist Hermannstadt besonders praktisch, weil das Fogarascher Gebirge direkt vor der Stadt liegt. Laut Flughafen Sibiu gibt es derzeit Direktflüge unter anderem aus Dortmund, Memmingen, Nürnberg und Karlsruhe/Baden-Baden. Flugpläne ändern sich von Saison zu Saison, prüf deshalb die aktuellen Verbindungen direkt bei den Fluggesellschaften. Vor Ort ist ein Mietwagen die vernünftigste Wahl, denn öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Gebirgen sind langsam. Die Bahnstrecke von Bukarest nach Kronstadt führt allerdings durch Sinaia und Bușteni, den Bucegi erreichst du also auch ohne Auto.

Mit dem eigenen Auto ist es eine lange Fahrt: Von München nach Klausenburg sind es laut Routenplaner rund 1.100 Kilometer, nach Hermannstadt rund 1.200 und nach Kronstadt gut 1.350 Kilometer. Von Dresden kommst du auf ähnliche Werte, von Berlin sind es nach Klausenburg knapp 1.300 und nach Kronstadt gut 1.550 Kilometer. Reine Fahrzeit mindestens zwölf bis siebzehn Stunden, realistisch also mit einer Übernachtung unterwegs, etwa in Ungarn.

Die besten Standorte nach Region: Kronstadt für Bucegi und Königstein, Hermannstadt für das Fogarascher Gebirge, Klausenburg für das Apuseni-Gebirge und Baia Mare für die Maramuresch und das Rodnaer Gebirge. Kronstadt und Hermannstadt, die alten Zentren der Siebenbürger Sachsen, haben dazu den Vorteil, dass du viele Ortsnamen auch auf Deutsch findest.

Welche Berge in Rumänien für den Anfang: Wenn du zum ersten Mal hier bist, fang nicht mit der Überschreitung des Fogarascher Gebirges an. Vernünftiger ist der Bucegi, auf den eine Seilbahn führt und von dem du jederzeit wieder hinunterfahren kannst, oder der Grat des Königsteins (Piatra Craiului) mit Ausgangspunkt bei Kronstadt. Das Fogarascher Gebirge hebst du dir fürs zweite Mal auf, wenn du weißt, was dich in den rumänischen Bergen erwartet.

Häufige Fragen zu den Bergen in Rumänien

Welcher ist der höchste Berg Rumäniens?Der Moldoveanu mit 2.544 Metern im Fogarascher Gebirge in den Südkarpaten. Gleich daneben steht der Negoiu mit 2.535 Metern, und der ganze Hauptkamm des Gebirges verläuft über rund 70 Kilometer oberhalb der Waldgrenze.

Welches Gebirge in Rumänien eignet sich am besten zum Wandern?Das Fogarascher Gebirge für eine mehrtägige Kammwanderung, der Retezat für Gletscherseen und wilde Natur, der Bucegi für die bequeme Anfahrt mit der Seilbahn und der Königstein (Piatra Craiului) für einen ausgesetzten Kalksteingrat. Für den ersten Besuch sind Bucegi oder Königstein am vernünftigsten.

Ist Wandern in Rumänien wegen der Bären gefährlich?In Rumänien lebt die größte Braunbärenpopulation Europas, auch wenn die Schätzungen weit auseinandergehen. Mit ein paar einfachen Regeln bleibt das Risiko gering: Geräusche machen, nicht in der Dämmerung gehen, kein Essen am Zelt lassen und niemals einen Bären füttern.

Wie verhalte ich mich gegenüber Hirtenhunden in Rumänien?An Schafherden wachen oft fünf große Hunde oder mehr, die dich als Bedrohung sehen, und sie sind das realistischere Risiko als Bären. Lauf nicht weg und schrei nicht, bleib stehen, dreh dich zu ihnen um und umgehe die Herde in einem weiten Bogen. Ruf nach dem Hirten, er ist meistens in der Nähe und ruft die Hunde zurück.

Wann ist die beste Reisezeit für die Karpaten in Rumänien?Juli bis September, am besten der September, wenn es weniger Gewitter und weniger Menschen gibt. Im Juni liegt in den Hochlagen noch Schnee, und die Gletscherseen sind oft zugefroren. Der Oktober bringt Farben und Ruhe, aber kurze Tage und das Risiko des ersten Schnees.

Wie gut sind die Wanderwege in Rumänien markiert?Es gibt farbige Markierungen, aber sie sind lückenhafter und schlechter gepflegt als in den Alpen und gehen im Nebel leicht verloren. Manche alten Zeichen führen außerdem woandershin, als die Karte zeigt. Nimm eine Papierkarte und eine Offline-Navigation mit und verlass dich nicht auf Mobilfunkempfang.

Kann man in den rumänischen Bergen auf Hütten übernachten oder wild campen?Ein Netz von Berghütten gibt es, es ist aber dünner als in den Alpen und die Hütten sind einfacher. Die Plätze sind begrenzt und Reservierungen klappen oft nicht, deshalb gehören Zelt und Schlafsack bei längeren Touren ins Gepäck. In den Nationalparks ist Wildcampen eingeschränkt, dort gelten die Regeln des jeweiligen Parks. Auf den Hütten zahlst du bar in Lei.

Wie hoch sind die Karpaten in Rumänien und wie gliedern sie sich?Der höchste Punkt ist der Moldoveanu mit 2.544 Metern. Man unterscheidet die Südkarpaten, auch Transsilvanische Alpen genannt, mit den höchsten Gebirgen Fogarascher Gebirge, Retezat und Bucegi, die Ostkarpaten, die an der ukrainischen Grenze beginnen und im Pietrosul Rodnei 2.303 Meter erreichen, und die Westkarpaten mit dem Apuseni-Gebirge, die niedriger sind, dafür aber voller Höhlen und Karst.

Wie geht es weiter

  • Rumänien Sehenswürdigkeiten: 25 Tipps, wohin du fahren solltest
  • Transfăgărășan: wann die Straße offen ist und was du unterwegs nicht verpassen solltest
  • Tschechische Dörfer in Rumänien: unterwegs im Banat

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