Aktualizováno 22.9.2026
Wilde Orang-Utans leben heute nur noch auf zwei Inseln der Welt, auf Sumatra und auf Borneo. Und auf Borneo ist es erstaunlich einfach, ihnen zu begegnen: Manche Orte erreichst du vom Hotel aus in einer halben Stunde, für andere steigst du für mehrere Tage auf ein Holzboot. Wenn die Orang-Utans auf Borneo der eigentliche Grund für deine Reise sind, findest du hier fünf konkrete Orte, an denen du sie sehen kannst, und wie sie sich unterscheiden.Dabei sind zwei Auffangstationen, ein Fluss mitten im Regenwald, ein Stück unberührter Primärwald und ein Nationalpark im indonesischen Teil der Insel. Jeder Ort funktioniert anders. Mal sitzt du auf einer Holztribüne vor der Fütterungsplattform, mal gleitest du im Boot am Ufer entlang und hoffst, dass sich oben in den Baumkronen etwas bewegt.

Orang-Utans Borneo auf einen Blick
- Wo du auf Borneo am sichersten Orang-Utans siehst: Sepilok in Sabah, eine Auffangstation mit Fütterungsplattform, Eintritt RM 30 (ca. 6,50 €).
- Am günstigsten: Semenggoh bei Kuching in Sarawak, Eintritt nur RM 10 (ca. 2 €). Außerhalb der Fruchtsaison kommen hier manchmal bis zu 15 Tiere auf einmal.
- Wild und vom Boot aus: der Fluss Kinabatangan, Orang-Utans in freier Natur und dazu die übrigen Tiere der „Big Five“ Borneos.
- Das intensivste Erlebnis: Tanjung Puting im indonesischen Kalimantan, mehrere Tage auf dem Holzboot Klotok bis zum Camp Leakey.
- Unberührter Regenwald: Danum Valley in Sabah, wilde Orang-Utans im Primärwald, Lodges von Forschungsstation bis Luxus, nur für Entschlossene.
- Reisezeit: ungefähr März bis September, die trockenere Zeit. In den Auffangstationen stehen die Chancen paradoxerweise dann am besten, wenn im Wald gerade keine Früchte reifen.
- Es bleiben wilde Tiere: Auch in den Stationen ist nicht garantiert, dass du einen Orang-Utan zu Gesicht bekommst. Plane das ein.
Orang-Utans auf Borneo: Auffangstation oder Wildnis?
Bevor es um die einzelnen Orte geht, eine Unterscheidung, die dir viel Enttäuschung ersparen kann. Die Orte, an denen du auf Borneo Orang-Utans siehst, gehören zu zwei ganz verschiedenen Kategorien, und jede verspricht etwas anderes:- Auffangstationen (Sepilok, Semenggoh): Verwaiste oder gerettete Tiere lernen hier, wieder im Wald zu leben, und bekommen zweimal am Tag Zusatzfutter auf einer Plattform. Die Chance, einen Orang-Utan zu sehen, ist hoch, der Besuch ist einfach und billig. Die Tiere sind aber halbwild, und wenn im Wald die Früchte reif sind, lassen sie die Fütterung gern ausfallen.
- Freie Natur (Kinabatangan, Tanjung Puting): Hier suchst du wirklich wilde Orang-Utans in ihrem Lebensraum, meist vom Boot aus und zwischen vielen anderen Tieren. Das Erlebnis ist um Welten stärker, kostet aber mehr Geld und Zeit, und ob du tatsächlich einen Orang-Utan entdeckst, weißt du vorher nie.
💡 Tipp: Die beste Zeit für Orang-Utans ist ungefähr März bis September. Dann ist es trockener, und in den Stationen gibt es weniger wilde Früchte, also steigt die Chance, dass die Tiere zur Fütterung kommen. Die Fruchtsaison verschiebt sich allerdings von Jahr zu Jahr. Hundertprozentige Sicherheit gibt dir niemand, ein Orang-Utan ist kein Zootier.
5 Orte, an denen du auf Borneo Orang-Utans siehst
Wir haben sie vom einfachsten zum abenteuerlichsten sortiert. Die ersten beiden sind Stationen, die du als Halbtagesausflug besuchst, die anderen drei sind mehrtägige Touren in die Wildnis.1. Sepilok Orangutan Rehabilitation Centre (Sabah): die sicherste Wahl
Der bekannteste und zugleich einfachste Ort, an dem du auf Borneo Orang-Utans siehst. Sepilok liegt rund 25 Kilometer von Sandakan im Nordosten Sabahs. Seit 1964 bringt man hierher verwaiste und verletzte Jungtiere, die Schritt für Schritt zurück in den Wald finden sollen. Du sitzt auf einer Holztribüne und schaust zu, wie sich die halbwilden Orang-Utans an Seilen zur Fütterungsplattform hangeln. Auf demselben Gelände gibt es auch die Kinderstube (Nursery) mit verglaster Beobachtungshalle, in der du die jüngsten Tiere siehst. Gleich nebenan lohnt sich das Bornean Sun Bear Conservation Centre, eine Station für Malaienbären mit eigenem Ticket.- Eintritt: RM 30 für ausländische Erwachsene (ca. 6,50 €), Kinder RM 15. Das Ticket gilt den ganzen Tag und für beide Fütterungen. Dazu kommt nach Angaben mehrerer Reiseportale eine Kameragebühr von RM 10 (ca. 2 €).
- Fütterungszeiten: an der Hauptplattform 10:00 und 15:00 Uhr, in der Nursery 9:30 und 14:30 Uhr. Geöffnet ist ungefähr 9:00 bis 12:00 und 14:00 bis 16:00 Uhr, freitags vormittags nur bis 11:00 Uhr.
- Anfahrt: von Sandakan mit dem Linienbus 14 oder per Taxi bzw. Grab, die Fahrt dauert knapp eine halbe Stunde. Nach Sandakan kommst du mit einem Direktflug aus Kota Kinabalu.

💡 Tipp: Komm zur Fütterung um 10:00 Uhr und sei früh am Eingang. Vormittags kommen meist mehr Tiere und weniger Leute als nachmittags, wenn die Reisegruppen eintreffen. Am praktischsten übernachtest du direkt in Sepilok, dann bist du als Erster am Tor. Unterkunft in Sepilok finden →.
2. Semenggoh Nature Reserve (Sarawak): am günstigsten und am wenigsten touristisch
Wenn du im Westen Borneos rund um Kuching unterwegs bist, ist das dein Ort, und er kostet fast nichts. Semenggoh (offiziell Semenggoh Wildlife Centre) liegt gut 20 Kilometer südlich von Kuching. Hier lebt eine Kolonie erfolgreich ausgewilderter Orang-Utans, die sich frei im Reservat bewegen und nur dann zur Fütterung kommen, wenn ihnen danach ist. Gerade deshalb wirkt der Besuch echter als an überlaufenen Orten: Die Tiere kommen freiwillig aus dem Wald. Die Kehrseite ist die geringere Sicherheit. Wenn im Dschungel die Früchte reif sind, tauchen sie womöglich gar nicht auf.- Eintritt: RM 10 für ausländische Erwachsene (ca. 2 €), Kinder von 6 bis 17 Jahren RM 5, unter 6 Jahren frei.
- Fütterungszeiten: täglich 9:00 und 15:00 Uhr. Für Besucher geöffnet ist 8:00 bis 10:00 und 14:00 bis 16:00 Uhr, plane deinen Besuch also um die Fütterung herum. Vom Eingang bis zur Fütterungsstelle sind es gut anderthalb Kilometer zu Fuß.
- Anfahrt: von Kuching mit dem Bus, mit Grab (ungefähr RM 25 bis 40 pro Strecke) oder im Rahmen eines Halbtagesausflugs. Rechne mit 30 bis 40 Minuten Fahrt.
💡 Tipp: Am besten stehen die Chancen außerhalb der Fruchtsaison, grob von April bis Oktober. Dann kommen manchmal bis zu fünfzehn Orang-Utans gleichzeitig zur Plattform. Die Fruchtsaison liegt hier meist zwischen November und Februar. Kuching ist eine bequeme Basis für die ganze Region: Unterkünfte in Kuching →.

3. Fluss Kinabatangan (Sabah): Orang-Utans in freier Natur vom Boot aus
Hier gibt es keine Fütterungsplattform mehr, hier beginnt die echte Wildnis. Der Kinabatangan ist mit rund 560 Kilometern der längste Fluss Sabahs, und sein Unterlauf gehört zu den besten Gebieten Südostasiens, um wilde Tiere zu beobachten. Du fährst im Morgengrauen und in der Dämmerung mit dem Boot hinaus. Neben den Orang-Utans, die sich in den Baumkronen am Ufer ihre Schlafnester bauen, hast du hier die Chance auf die übrigen Tiere der „Big Five“ Borneos: Nasenaffen, Borneo-Zwergelefanten, Nashornvögel und Leistenkrokodile. Makaken turnen obendrein fast überall herum. Ausgangspunkt ist das Dorf Sukau mit seinen Lodges.- Preis: Eine rund zweieinhalbstündige Bootstour mit Guide kostet etwa RM 55 (ca. 12 €). Ein Paket mit zwei Nächten, drei bis vier Bootstouren, Unterkunft und Verpflegung liegt in der Mittelklasse bei grob 300 USD (ca. 260 €), in einer Luxuslodge deutlich darüber. Einfache Homestays gibt es schon ab etwa 140 USD (ca. 120 €).
- Anfahrt: Von Sandakan sind es mit dem Auto rund 130 Kilometer, also gut zwei Stunden, von Kota Kinabalu gut fünf Stunden. Geteilte Minibusse nach Sukau, oft mit Stopp in Sepilok, kosten um RM 60 pro Person. Am einfachsten ist ein Paket, bei dem dich die Lodge abholt.
- Reisezeit: ganzjährig, am besten in der trockeneren Zeit von März bis September. Im Dezember und Januar tritt der Fluss oft über die Ufer.
💡 Tipp: Der Kinabatangan lässt sich gut mit Sepilok verbinden. Die beiden Orte liegen nah beieinander, und viele Reisende buchen ein zweitägiges Paket Sepilok plus Kinabatangan in einem. Bezahlte Bootstouren und Ausflüge kannst du auch über GetYourGuide → reservieren, Unterkünfte in Sukau findest du hier →.
4. Tanjung Puting (Kalimantan, Indonesien): das legendäre Camp Leakey
Das intensivste Orang-Utan-Erlebnis, das Borneo zu bieten hat, und zugleich die aufwendigste Anreise, denn der Park liegt im indonesischen Teil der Insel, in Zentral-Kalimantan. Im Nationalpark Tanjung Puting verbringst du mehrere Tage auf einem Holzboot namens Klotok, tuckerst langsam über den Fluss Sekonyer durch dichten Dschungel und legst an den Fütterungsstationen an. Höhepunkt ist Camp Leakey, die 1971 gegründete Forschungsstation der berühmten Primatologin Biruté Galdikas, wo die Orang-Utans zur Fütterung fast in Reichweite kommen. Du schläfst an Deck unter dem Moskitonetz, abends tanzen Glühwürmchen über dem Fluss. Das ist eine ganz andere Liga als ein halber Tag in einer Station.- Preis: Eine dreitägige Tour mit zwei Nächten auf dem Klotok gibt es ab grob 350 USD pro Person (ca. 305 €), inklusive Boot, Essen, Guide und Eintritt. Der genaue Preis hängt von Gruppengröße und Dauer ab. Die Parkgebühren sind meist schon im Paket enthalten.
- Fütterungszeiten: im Camp Leakey in der Regel 14:00 bis 16:00 Uhr. Der Park hat mehrere Fütterungsstationen, die du während der Bootsfahrt nacheinander ansteuerst.
- Anfahrt: per Flug nach Pangkalan Bun (Direktflüge aus Jakarta, Surabaya und Semarang), von dort rund 17 Kilometer mit dem Auto zum Hafen Kumai. Dort steigst du auf den Klotok und fährst über den Sekonyer in den Park.
💡 Tipp: Den Klotok vereinbarst du vorab mit einem lokalen Anbieter. Bezahlt wird pro Boot, zu zweit bis zu viert wird es pro Kopf also deutlich günstiger als allein. Die Nächte verbringst du direkt auf dem im Dschungel vertäuten Boot, was fehlt, kaufst du vorher in Pangkalan Bun. Unterkunft für die erste oder letzte Nacht in Pangkalan Bun →.

5. Danum Valley (Sabah): wilde Orang-Utans im Primärwald
Wenn du einen Orang-Utan so sehen willst, wie er seit Jahrtausenden lebt, ohne Plattform und ohne Menschenmengen, ist Danum Valley der richtige Ort. Das Schutzgebiet umfasst rund 438 Quadratkilometer und ist eine der größten zusammenhängenden Flächen ursprünglichen Tiefland-Regenwalds auf Borneo, geschützt seit 1980. Hier leben nach Angaben aus der Forschung mehrere Hundert wilde Orang-Utans. Außerdem begegnest du Gibbons, Nasenaffen, Elefantenherden und vielen Arten von Nashornvögeln. Die Orang-Utans suchst du zu Fuß mit einem Guide auf den Dschungelpfaden, körperlich ist das also die anspruchsvollste Variante auf dieser Liste. Für eine halbwegs sichere Sichtung solltest du mindestens drei Nächte einplanen.- Preis: In das Schutzgebiet kommst du praktisch nur mit einem Paket. Die einfache Forschungsstation Danum Valley Field Centre kostet für drei Tage und zwei Nächte grob ab RM 2.900 (ca. 620 €), die luxuriöse Borneo Rainforest Lodge ab etwa RM 5.000 (ca. 1.070 €) für denselben Zeitraum. In der Regel sind Transfer ab Lahad Datu, Guide, Essen und Eintritt enthalten.
- Anfahrt: zuerst in die Stadt Lahad Datu (Flug aus Kota Kinabalu oder mit dem Auto aus Sandakan bzw. Tawau), von dort rund 80 Kilometer über eine Forststraße, etwa zwei Stunden bis ins Schutzgebiet. Transfer und Unterkunft regelt das Paket, auf eigene Faust kommst du nicht hinein.
- Reisezeit: ganzjährig, etwas angenehmer in der trockeneren Zeit von etwa März bis September.
💡 Tipp: Danum Valley ist teurer und abgelegener als die anderen Orte, dafür hast du den Urwald fast für dich allein. Es lohnt sich, wenn ein wilder Orang-Utan für dich oberste Priorität hat und dich eine mehrtägige Tour nicht abschreckt. Eine Unterkunft in Lahad Datu für die Nacht vor der Abfahrt findest du hier →.
Wo es auf Borneo sonst noch wilde Orang-Utans gibt
Wenn dir fünf Orte nicht reichen und du richtig abseits der ausgetretenen Pfade willst, hat Borneo noch ein paar wildere Adressen. Sie sind weder so leicht erreichbar noch so sicher, dafür bekommst du Regenwald ohne Menschenmengen:- Tabin Wildlife Reserve (Sabah): eines der größten Schutzgebiete Sabahs, gut 1.200 Quadratkilometer, mit Schlammvulkanen, die wegen der Mineralsalze Tiere anlocken. Orang-Utans leben hier eher in geringer Zahl, eine Sichtung ist also Glückssache. Basis ist das Tabin Wildlife Resort, erreichbar ebenfalls über Lahad Datu.
- Batang Ai (Sarawak): ein abgelegenes Gebiet an der indonesischen Grenze, in das du mit dem Boot fährst und in Langhäusern der Iban übernachtest. Spezialisierte mehrtägige Touren haben hier hohe Erfolgsquoten, rechne aber mit fünf und mehr Tagen.
- Deramakot Forest Reserve (Sabah): ein vorbildlich nachhaltig bewirtschafteter Wald, bekannt vor allem für nachtaktive Tiere, unter denen sich auch Orang-Utans zeigen. Eher etwas für Wildtierfotografen.
Orang-Utans Borneo: welcher Ort passt zu dir?
Eine kurze Übersicht, damit du danach entscheiden kannst, was du von der Reise erwartest:| Ort | Typ | Eintritt / Preis | Für wen |
|---|---|---|---|
| Sepilok (Sabah) | Auffangstation | RM 30 + RM 10 Kamera (ca. 8,50 €) | erster Besuch, Sicherheit, wenig Zeit |
| Semenggoh (Sarawak) | Reservat mit Auswilderung | RM 10 (ca. 2 €) | kleines Budget, Basis Kuching |
| Kinabatangan (Sabah) | wilder Fluss | ab ca. RM 55 / Paket ab ca. 300 USD | Wildtiere, „Big Five“ |
| Tanjung Puting (Kalimantan) | Nationalpark | Paket ab ca. 350 USD (ca. 305 €) | stärkstes Erlebnis, mehr Zeit |
| Danum Valley (Sabah) | Primärwald | Paket ab ca. RM 2.900 (ca. 620 €) | unberührter Wald, Suche zu Fuß, Abenteurer |
Wohin als Nächstes
- Malaysia Urlaub: Routen, Kosten und Tipps
- Borneo-Orang-Utan: wie die Waldmenschen leben
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- Die Insel Borneo: der Reiseführer
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- Semporna: das Tor zum Tauchen auf Borneo
Häufige Fragen zu Orang-Utans auf Borneo
Touren und Tickets zu den Orang-Utans auf Borneo
von Reisenden bewertet · GetYourGuide
★ Unser Tipp

Sandakan: 3-tägige Safari auf dem Kinabatangan
★ 4,4 · 110 Bewertungen
ab ca. 263 €
Das will ich erleben →
Kinabatangan: ganztägige Bootstour zu den Wildtieren
ab ca. 133 €
Ansehen →
Sandakan: Mangroven, Glühwürmchen und Bootsfahrt am Abend
ab ca. 64 €
Ansehen →Preise und Bewertungen sind Richtwerte (Quelle GetYourGuide), die aktuellen siehst du nach dem Klick.
Wo kann man auf Borneo am sichersten Orang-Utans sehen?
Die besten Chancen hast du in der Auffangstation Sepilok in Sabah, wo halbwilde Orang-Utans zweimal täglich zur Fütterungsplattform kommen (10:00 und 15:00 Uhr). Der Besuch ist einfach, der Eintritt kostet RM 30 (ca. 6,50 €). Garantiert ist eine Sichtung aber auch hier nicht, denn die Tiere leben inzwischen wieder weitgehend im Wald.Was kostet es, auf Borneo Orang-Utans zu sehen?
Das hängt stark vom Ort ab. Sepilok: RM 30 (ca. 6,50 €) plus Kameragebühr von RM 10. Semenggoh bei Kuching nur RM 10 (ca. 2 €). Eine Bootstour auf dem Kinabatangan ab etwa RM 55 (ca. 12 €), ein mehrtägiges Paket ab rund 300 USD. Eine Klotok-Tour nach Tanjung Puting in Indonesien ab grob 350 USD (ca. 305 €) für drei Tage.Was ist der Unterschied zwischen Sepilok und Semenggoh?
Beide sind Stationen mit ausgewilderten Orang-Utans. Sepilok in Sabah ist größer, touristischer, teurer und bietet die höhere Sichtungswahrscheinlichkeit. Semenggoh in Sarawak bei Kuching ist kleiner, günstiger (RM 10) und ursprünglicher: Die Tiere kommen freiwillig aus dem Wald, in der Fruchtsaison also womöglich gar nicht.Kann ich auf Borneo Orang-Utans wirklich in freier Wildbahn sehen?
Ja, am besten am Fluss Kinabatangan in Sabah oder im Nationalpark Tanjung Puting im indonesischen Kalimantan. Du beobachtest sie vom Boot aus in ihrem natürlichen Lebensraum. Das Erlebnis ist stärker als in einer Station, aber teurer, zeitaufwendiger und ohne Garantie, denn ein wildes Tier lässt sich nicht bestellen.Wann ist die beste Reisezeit für Orang-Utans auf Borneo?
Grundsätzlich die trockenere Zeit von etwa März bis September. In den Auffangstationen kommt hinzu, dass du außerhalb der Fruchtsaison bessere Chancen hast, weil die Orang-Utans bei reichlich wilden Früchten nicht zur Fütterung kommen müssen. Für Semenggoh gilt April bis Oktober als beste Zeit, die Fruchtsaison liegt dort meist zwischen November und Februar.Wie komme ich nach Tanjung Puting im indonesischen Teil Borneos?
Mit dem Flugzeug nach Pangkalan Bun (Direktflüge aus Jakarta, Surabaya und Semarang), von dort rund 17 Kilometer mit dem Auto zum Hafen Kumai. Dort steigst du auf das Holzboot Klotok und fährst über den Fluss Sekonyer in den Nationalpark. An Bord wird auch gegessen und geschlafen, die ganze Tour dauert meist zwei bis vier Tage.Lassen sich mehrere Orte auf einer Reise kombinieren?
Ja, vor allem in Sabah. Beliebt ist die Kombination Sepilok plus Kinabatangan in zwei bis drei Tagen, weil beide nah beieinander liegen (gut zwei Stunden Fahrt). Semenggoh dagegen liegt am anderen Ende der Insel bei Kuching und Tanjung Puting in einem anderen Land (Indonesien). Beides passt nicht in eine kurze Runde.Lohnt sich Danum Valley für Orang-Utans?
Ja, wenn du wirklich wilde Orang-Utans im unberührten Regenwald sehen willst und dich der höhere Preis und die Abgeschiedenheit nicht stören. Ins Schutzgebiet kommst du nur mit einem Paket (grob ab RM 2.900, ca. 620 € für drei Tage) über die Stadt Lahad Datu. Die Orang-Utans suchst du zu Fuß mit einem Guide, für eine halbwegs sichere Sichtung solltest du mindestens drei Nächte einplanen.Darf ich Orang-Utans auf Borneo anfassen oder füttern?
Nein, und das ist auch richtig so. Kontakt mit Menschen schadet den Tieren und überträgt Krankheiten. Deshalb halten Stationen und Parks Abstand und verbieten Anfassen, Füttern und Selfies aus der Nähe. Du beobachtest von der Tribüne oder vom Boot aus. Halte dich an die Anweisungen der Guides, es geht um das Überleben der Art.
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