Slowakei · 15.8.2026

Seen in der Slowakei: Bergseen, Stauseen und Badeseen im Überblick

Průzračné horské pleso pod skalními štíty Vysokých Tater

Aktualizováno 23.9.2026

Wer an Seen in der Slowakei denkt, hat meistens ein Foto aus der Hohen Tatra im Kopf: glasklares Wasser, Granitwände, ein Holzsteg. Und genau da beginnt das Missverständnis. In diesen Bergseen, auf Slowakisch plesá, darfst du nämlich gar nicht baden. Wer im Sommer ins Wasser will, fährt an einen der großen Stauseen wie den Arwa-Stausee (Oravská priehrada) oder die Zemplínska šírava, an einen gefluteten Baggersee bei Bratislava mit Strand und Eintritt, oder man schaut sich ein Naturwunder wie das Morské oko im Vihorlat-Gebirge vom Ufer aus an. Vier Arten von Seen also, und jede funktioniert nach eigenen Regeln.Für dich als Nachbarn ist das praktisch: Die Slowakei ist mit dem Auto an einem langen Tag erreichbar, von Dresden oder München bist du in rund fünf Stunden an den Badeseen bei Bratislava, in die Tatra fährst du von Dresden gut sieben, von Berlin über acht Stunden. Bezahlt wird in Euro. Wir zeigen dir, wo welcher See liegt, wo du schwimmen darfst und wo nicht, was es vor Ort an Infrastruktur gibt und wann sich die Fahrt lohnt. Weiter unten findest du eine Übersichtstabelle und unsere Tipps für Familien mit Kindern.

Seen in der Slowakei auf einen Blick

  • Vier Typen: Gletscherseen in der Tatra, Stauseen, geflutete Kiesgruben und natürlich aufgestaute Seen.
  • In den Bergseen der Tatra ist Baden verboten. Vor Ort kostet das bis zu 300 € Bußgeld, im anschließenden Verfahren bis zu 3.319,39 €.
  • Größter und tiefster natürlicher See: Veľké Hincovo pleso (Großer Hinzensee), 20,08 ha, 53,7 m tief, auf 1.946 m Höhe.
  • Größte Wasserfläche: der Arwa-Stausee (Oravská priehrada) mit 35 km² und 375,5 Mio. m³ Wasser.
  • Am besten baden: Zemplínska šírava, Slnečné jazerá in Senec, Zlaté piesky in Bratislava, Veľká Domaša.
  • Saison: Bergseen Juli bis September, Baden Juni bis August. Die hochalpinen Wege der Tatra sind vom 1. November bis 31. Mai gesperrt.

Seen in der Slowakei: vier Typen, die du unterscheiden solltest

See ist nicht gleich See. In manchen ist das Wasser auch im August eiskalt, andere sind eigentlich Talsperren, und in einigen möchtest du wahrscheinlich gar nicht schwimmen. So sortieren sich die Seen in der Slowakei:
  • Plesá: Gletscherseen in der Tatra. Im Tatra-Nationalpark (TANAP), gegründet am 1. Januar 1949 und heute 738 km² groß, gibt es über hundert davon. Sie sind zum Anschauen da, nicht zum Baden.
  • Stauseen: im 20. Jahrhundert für Stromerzeugung und Hochwasserschutz gebaut. Sie halten die Rekorde bei der Fläche, und an ihnen spielt sich der Großteil des Badeurlaubs ab.
  • Geflutete Kiesgruben: künstliche Seen nach dem Kiesabbau, vor allem im Südwesten rund um Bratislava. Strände, Verleih, Eintritt.
  • Natürlich aufgestaute und unterirdische Seen: das Morské oko und die Höhlengewässer im Slowakischen Karst.
Eine Sache vorab: Thermalbäder und Aquaparks sind keine Seen. Bešeňová, Tatralandia oder Podhájska sind eine ganz andere Liga, um die geht es hier nicht.

Bergseen der Hohen Tatra: die schönsten Seen in der Slowakei, aber ohne Baden

Wenn von den schönsten Seen in der Slowakei die Rede ist, meinen die meisten die Tatra-Seen. Ihr Wasser ist so klar, weil es kaum Nährstoffe enthält, und das Leben darin bewegt sich ständig an der Grenze des Möglichen. Und jetzt das Wichtige, das in vielen Berichten über die Tatra untergeht: Baden in den Bergseen ist verboten. Die Nationalparkverwaltung weist mit Schildern darauf hin, hat an den meistbesuchten Seen Absperrungen aufgestellt und kontrolliert in der Saison verstärkt. Wer ins Wasser steigt, greift in ein empfindliches Hochgebirgsökosystem ein und schädigt Organismen, die genau auf diese Bedingungen angewiesen sind. Die meisten Seen liegen außerdem in Zonen mit der höchsten Schutzstufe, in denen du auch den markierten Weg nicht verlassen darfst.
Berge und Wald spiegeln sich auf dem Popradské pleso in der Hohen Tatra
Das Popradské pleso in der Hohen Tatra. Foto: Pexels
💡 Tipp: Das ist keine Formsache. Für Verstöße gegen die Naturschutzregeln verhängen die Ranger an Ort und Stelle Bußgelder bis 300 €, im anschließenden Ordnungswidrigkeitenverfahren können es bis zu 3.319,39 € werden. Unter den Ertappten sind laut slowakischen Medienberichten auffällig oft Urlauber aus dem Ausland, die ihre Badefotos dann auch noch online stellen.

Štrbské pleso

Der meistbesuchte Bergsee der Slowakei und der einzige, zu dem du mit dem Zug bis ans Ufer fährst. Das Štrbské pleso, auf Deutsch früher Tschirmer See, liegt auf 1.346 m Höhe dort, wo Furkotská und Mlynická dolina zusammenlaufen, ist 19,76 Hektar groß und bis zu 26 Meter tief. Eine Zahnradbahn fährt seit 1896 von Štrba herauf, dazu kommt die Tatra-Elektrobahn (TEŽ) aus Starý Smokovec. Mit dem Auto sind es von Tatranská Štrba etwa sieben Kilometer. Um den See führt ein flacher Rundweg, auf dem auch ein Kinderwagen kein Problem ist, am Ufer stehen Hotels, darüber die Skisprungschanzen. Der einfachste Bergsee der Tatra und zugleich der vollste Ort im ganzen Gebirge.

Popradské pleso

6,88 Hektar Wasserfläche auf 1.494 m, bis 17,6 Meter tief, mit einem Berghotel direkt am Ufer. Von der Haltestelle Popradské Pleso der Tatra-Elektrobahn gehst du rund 50 Minuten auf einem befestigten Weg bergauf, damit ist der See eines der wenigen Tatra-Ziele für Leute ohne Bergerfahrung. Etwas oberhalb liegt der Symbolische Friedhof für die Opfer der Tatra. Der See ist ganzjährig erreichbar, im Winter auch auf Langlaufski. Nur der gelb markierte Weg über den Symbolischen Friedhof ist laut Besucherordnung vom 15. Dezember bis 30. April gesperrt.

Veľké Hincovo pleso: der größte und tiefste

Der Rekordhalter unter den natürlichen Seen in der Slowakei. Der Große Hinzensee liegt ganz oben im Tal Mengusovská dolina auf 1.946 m, ist 20,08 Hektar groß, 740 × 370 Meter lang und breit und 53,7 Meter tief. Seine Oberfläche ist im Schnitt rund 270 Tage im Jahr zugefroren, Eisschollen siehst du hier auch noch im Juni. Der Weg führt vom Popradské pleso weiter bergauf, gut anderthalb Stunden auf der blauen Markierung. Zusammen mit dem Aufstieg von der Bahn ist das eine vollwertige Bergtour, für die du dir einen ganzen Tag nimmst.

Zelené pleso

Das Zelené pleso, der Grüne See unter der Jastrabia veža, ist klein, rund 1,8 Hektar und 4,5 Meter tief, liegt aber auf 1.545 m unter Felswänden, die zu den meistfotografierten der Tatra gehören. Am Nordufer steht die Chata pri Zelenom plese, eine Hütte, in der du übernachten und essen kannst. Der einfachste Zustieg führt von der Haltestelle Kežmarská Biela voda auf der gelben Markierung hinauf, die Varianten aus Tatranská Lomnica sind deutlich länger.

Skalnaté pleso

Klein und flach, 1,23 Hektar und etwa 2 Meter tief, dafür auf 1.754 m und mit der Kabinenbahn aus Tatranská Lomnica direkt erreichbar. Der bequemste Weg über die Baumgrenze. Rechne aber nicht mit einem vollen See: Der Wasserstand schwankt seit den 1930er-Jahren stark, und manchmal fällt der See fast trocken, woran auch der Bau der Seilbahnstation seinen Anteil hatte. Zu Fuß kommst du auf der blauen Markierung von der Station Štart herauf oder über die Tatranská magistrála vom Hrebienok.

Roháčske plesá

Wer Bergseen ohne Menschenmassen sucht, fährt ins Roháčska dolina in der Westtatra. Hier liegen vier Hauptseen übereinander: das untere, Veľké Roháčske pleso genannt, auf 1.562 m (2,22 ha, 7 m tief), zwei weitere auf 1.650 und 1.653 m und der obere auf 1.719 m. Ausgangspunkt ist die Zverovka, von dort gehst du eine Stunde durch das Tal bis zur ehemaligen Ťatliakova chata und weiter auf dem Lehrpfad zu den Seen, der 5,4 Kilometer lang ist und 525 Höhenmeter überwindet. Ein Tagesausflug, am schönsten Ende September.

Stauseen: die größten Seen in der Slowakei

Wer nach den größten Seen in der Slowakei fragt, landet zwangsläufig bei den Talsperren. Gegen sie wirken die natürlichen Bergseen wie Pfützen.

Oravská priehrada

Mit 35 km² Fläche und 375,5 Millionen m³ Wasser ist der Arwa-Stausee der größte Stausee der Slowakei, nach Fläche wie nach Volumen. In Betrieb ging er 1954. Unter dem Wasser verschwanden mehrere Dörfer, von einem blieb die Kirche auf dem Slanický ostrov umenia übrig, der Kunstinsel, zu der Boote übersetzen. Baden ist hier ganz normal, Infrastruktur findest du in der Slanická osada, am Hafen und an den Stränden bei Námestovo. Die Orava liegt allerdings hoch, rund 600 Meter über dem Meer, und das Wasser erwärmt sich entsprechend langsam. Aus Dresden bist du in knapp sieben Stunden hier, aus Berlin in etwa siebeneinhalb.

Liptovská Mara

Knapp 27 km² und 360,5 Millionen m³. Der Liptauer Stausee galt lange als der größte des Landes, eine Vermessung von 1993 sprach den ersten Platz dann aber der Orava zu. Geflutet wurde er zwischen 1965 und 1975, und dahinter steht eine harte Geschichte: 13 Gemeinden wurden überflutet, zwölf davon vollständig, mehr als viertausend Menschen mussten umziehen. Über der Staumauer liegt der keltische Burgwall Havránok mit einem Druidenheiligtum aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., heute ein Freilichtmuseum. Auf dem See fahren Ausflugskatamarane mit Solarantrieb, Urlaubszentrum ist Liptovský Trnovec. Unterkunft in der Liptau finden →

Zemplínska šírava

Der Stausee im Osten der Slowakei hat 33 km² und 335 Millionen m³ und entstand in den 1960er-Jahren. Den Spitznamen „Slowakisches Meer“ verdient er sich durch seine Größe und dadurch, dass er tief im warmen Tiefland liegt, nur gut 100 Meter über dem Meeresspiegel. Die Šírava ist im Schnitt nur dreieinhalb Meter tief, deshalb erwärmt sich das Wasser hier am schnellsten von allen großen Stauseen. An den Ufern gibt es sieben Erholungszentren: Biela hora, Hôrka, Medvedia hora, Kaluža, Kamenec, Klokočov und Paľkov. Auf eine Sache musst du aber achten: An der Šírava gibt es keine Wasserrettung und keine Rettungsschwimmer, du badest auf eigene Gefahr. Und sie ist weit: Aus Berlin sind es knapp 900 Kilometer, aus Dresden gut 800, das lohnt sich eher als Station einer Rundreise durch den Osten.
💡 Tipp: Die Wasserqualität an den Naturbadestellen überwachen die slowakischen Gesundheitsbehörden. Bevor du losfährst, schau dir die aktuellen Messergebnisse für den konkreten Ort an. An den großen Stauseen kann sich die Lage im Laufe des Sommers ändern, vor allem nach Hitzewellen, wenn sich Blaualgen ausbreiten.

Veľká Domaša

Der Stausee an der Ondava wurde im Dezember 1967 fertig, hat 1.422 Hektar, ein Volumen von 187,5 Millionen m³ und ist bis zu 35 Meter tief. Im Vergleich zur Šírava ist er verwinkelter und ruhiger. Die bekanntesten Ferienorte sind Dobrá, Valkov, Poľany, Nová Kelča, Tíšava und Eva bei Holčíkovce, mit Stränden und Bootsverleih. Rund um den See gibt es auch mehrere Campingplätze.

Ružín

Der Stausee am Hornád bei Margecany hat 3,9 km² und 59 Millionen m³ und wurde zwischen 1963 und 1970 gebaut. Die Wasserfläche zieht sich rund 14 Kilometer durch ein enges, bewaldetes Tal, an der Staumauer ist sie 54 Meter tief. Der Ružín gilt als eines der besten Angelreviere des Landes, dazu kommen Wasserski und Windsurfen, baden kannst du in der Bucht Hámorská zátoka. Für Košice ist er das nächste große Gewässer, an heißen Wochenenden wird es entsprechend voll.

Palcmanská Maša

Der Stausee beim Dorf Dedinky am Oberlauf des Hnilec ist Teil des ersten Pumpspeicherkraftwerks der Slowakei, das in den 1950er-Jahren entstand. Er hat 86,5 Hektar und ein Volumen von 11,063 Millionen m³. Eine praktische Basis für das Slowakische Paradies: vormittags durch die Schluchten, nachmittags ans Wasser. Er liegt allerdings auf fast 800 Metern in einem Bergkessel und ist spürbar kälter.

Nosice, Priehrada mládeže

Der Stausee an der Waag vor Púchov, 5,7 km² und 36 Millionen m³, entstand zwischen 1949 und 1957 und heißt deshalb auch „Stausee der Jugend“. Er dient vor allem dazu, den Abfluss der Waag auszugleichen, Strom zu erzeugen und vor Hochwasser zu schützen. Erholung sieht hier eher nach Angeln und einer Radtour über die Staumauer aus als nach Baden am Strand.

Seen in der Slowakei, in denen du wirklich baden kannst

Und in welchen darfst du nun ins Wasser?

Slnečné jazerá Senec

Der bekannteste Badesee der Slowakei, eine halbe Stunde von Bratislava und von Wien knapp anderthalb Stunden entfernt. Entstanden ist er durch Kiesabbau schon 1845, beim Bau der Bahnstrecke von Bratislava nach Galanta. Ursprünglich waren es fünf Seen, die später zu einem zusammenwuchsen. Heute hat er über 100 Hektar und ist bis zu 12 Meter tief. Das Gelände hat mehrere Zonen mit Stränden, Aquapark, Spielplätzen, Verleih und Bungalows. Eintritt 2026: Erwachsene 5 € an der Kasse und 4 € online, ermäßigt 3 € bzw. 2 €, nach 15 Uhr an der Kasse 3 €, Familienticket 2+2 für 12 € nur online. Seit dem 16. Juli 2026 kassiert die Stadt nur noch montags bis donnerstags von 13 bis 18 Uhr und freitags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr, außerhalb dieser Zeiten ist der Eintritt frei. Die Regelung will die Stadt nach der Saison auswerten, schau also vor der Fahrt nach, was gerade gilt. Unterkunft in Senec finden →

Zlaté piesky, Bratislava

Der Stadtsee im Bratislaver Stadtteil Ružinov entstand nach dem Kiesabbau in den 1950er-Jahren. Er ist einen Kilometer lang, 340 bis 900 Meter breit und an den tiefsten Stellen deutlich über zehn Meter tief. Hin kommst du mit Straßenbahn oder Bus bis zur Haltestelle Zlaté piesky. Das Areal ist täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. In der Sommersaison zahlst du Eintritt und am Strand passt die Wasserrettung auf, außerhalb der Saison und am Abend ist der Zugang frei, dann aber ohne Rettungsschwimmer und auf eigene Verantwortung. Es gibt einen Bootsverleih, einen Wasserskilift, Plätze für Beachvolleyball, Spielplätze und einen Campingplatz mit Hütten.

Kunovská priehrada und die Baggerseen der Großen Schüttinsel

Der Stausee an der Teplica bei Senica in der Region Záhorie entstand in den 1950er- und 1960er-Jahren und ist ein typisches Ausflugsziel für die Umgebung. Kein Aquapark, aber Wasser, Wiese, Schatten und Ruhe, in Reichweite von Bratislava und auch von Brünn.Die flache Große Schüttinsel (Žitný ostrov) zwischen Donau und Kleiner Donau ist übersät mit gefluteten Kiesgruben, und einige davon dienen als Badeseen. Der bekannteste ist das Šulianske jazero bei Šuľany im Gemeindegebiet von Horný Bar. Die Ausstattung ist bescheidener als in Senec, und der Betrieb ändert sich von Jahr zu Jahr, prüf also vorher, was offen ist.

Natürlich aufgestaute und unterirdische Seen

Vielleicht überrascht es dich, aber einige der ungewöhnlichsten Seen in der Slowakei liegen gar nicht in der Tatra.

Morské oko

Der schönste See der Slowakei außerhalb der Tatra liegt in den Vihorlatské vrchy im äußersten Osten, auf 618 Metern Höhe. Er hat 13,8 Hektar, ist 750 Meter lang und 25,1 Meter tief. Entstanden ist er, als ein Bergrutsch von den Hängen des Motrogon und der Jedlinka das Tal des Baches Okna abriegelte, in den 1880er-Jahren hob dann ein künstlicher Damm den Wasserspiegel um fünf Meter. Nicht verwechseln: Das berühmte Morskie Oko unter dem Rysy liegt auf der polnischen Seite der Tatra, gut 160 Kilometer Luftlinie weiter westlich, das slowakische Morské oko hat mit ihm nur den Namen gemeinsam. Seit 1984 stand der See als Nationales Naturreservat unter der höchsten Schutzstufe, seit 2020 gehört er zum neu ausgewiesenen Reservat Vihorlatský prales. Außerdem liegt er in der Pufferzone des Vihorlat-Urwalds, der zum UNESCO-Welterbe der alten Buchenwälder der Karpaten gehört. Angeln, Baden und Bootfahren sind verboten. Vom Parkplatz Krivec gehst du auf der blauen Markierung etwa eine Viertelstunde.

Höhlenseen und der unterirdische Fluss Styx

Unterirdisches Wasser siehst du am besten in der Höhle Domica im Slowakischen Karst, die seit 1995 zusammen mit der ungarischen Baradla zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Zum längeren Rundgang gehört normalerweise eine Bootsfahrt auf dem unterirdischen Flüsschen Styx. Die Runde mit Bootsfahrt ist 930 Meter lang, davon 150 Meter auf dem Wasser, und dauert 60 Minuten, die kürzere Runde über 780 Meter schaffst du in 45 Minuten.
💡 Tipp: Die Bootsfahrt solltest du vorher prüfen. Seit dem 1. 2. 2026 ist die Runde mit Bootsfahrt wegen des Wasserstands außer Betrieb, im Preisverzeichnis der Höhlenverwaltung steht derzeit nur die kurze Runde. Eintritt 2026: Erwachsene 10 €, Studierende und Menschen über 60 Jahre 9 €, Kinder von 4 bis 15 Jahren 5 €. Drinnen hat es zwischen 10 und 11 °C, nimm einen Pullover mit.

Übersicht: welche Seen in der Slowakei zum Baden sind

Weil man bei so vielen Namen leicht den Überblick verliert, haben wir dir alles in eine Tabelle gepackt. So siehst du sofort, wo du schwimmen darfst.
SeeTypBadenRegion
Veľké Hincovo plesoGletscherseenein, verbotenHohe Tatra
Štrbské plesoGletscherseenein, verbotenHohe Tatra
Popradské plesoGletscherseenein, verbotenHohe Tatra
Zelené plesoGletscherseenein, verbotenHohe Tatra
Skalnaté plesoGletscherseenein, verbotenHohe Tatra
Roháčske plesáGletscherseennein, verbotenWesttatra, Orava
Oravská priehradaStauseejaOrava
Liptovská MaraStauseejaLiptau
Zemplínska šíravaStauseeja, ohne RettungsschwimmerZemplín
Veľká DomašaStauseejaOberes Zemplín
RužínStauseeja, Hámorská zátokabei Košice
Palcmanská MašaStauseeja, kaltes WasserSlowakisches Paradies
NosiceStauseeeher nein, AngelnWaagtal, Púchov
Slnečné jazerá SenecBaggerseeja, EintrittRegion Bratislava
Zlaté pieskyBaggerseeja, Eintritt in der SaisonBratislava
Kunovská priehradaStauseejaZáhorie, Senica
Šulianske jazeroBaggerseeja, Betrieb prüfenGroße Schüttinsel
Morské okonatürlich aufgestautnein, verbotenVihorlat
Domica, Fluss Styxunterirdisches Gewässernein, nur BootsfahrtSlowakischer Karst

Mit Kindern ans Wasser

Kleine Kinder und Bergseen vertragen sich nicht besonders. Der Weg ist lang, baden ist verboten, und das Argument „schau mal, wie schön“ zieht bei einem Fünfjährigen nicht lange. Das hier funktioniert besser:
  • Slnečné jazerá Senec. Die beste Ausstattung im ganzen Land: flacher Einstieg, Strände, Aquapark, Spielplätze und Essen vor Ort.
  • Zlaté piesky Bratislava. Mit Straßenbahn und Bus erreichbar, bis 22 Uhr geöffnet, in der Saison tagsüber Wasserrettung am Strand.
  • Zemplínska šírava. Das wärmste große Gewässer, aber ohne Rettungsschwimmer. Nur dort, wo du dein Kind immer in Reichweite hast.
  • Veľká Domaša. Verwinkelte Buchten, ruhiger als die Šírava, eine gute Wahl für eine Woche am See.
  • Štrbské pleso. Der einzige Bergsee, der auch mit Kindern im Kindergartenalter Sinn ergibt. Flacher Rundweg und der Zug fährt bis ans Ufer.
💡 Tipp: Berge und Wasser in einem Urlaub? Dann quartier dich in der Liptau ein. Vormittags eine Tour in der Tatra, nachmittags an den Strand des Liptauer Stausees. Genauso gut funktioniert das Paar Slowakisches Paradies und Palcmanská Maša.

Seen in der Slowakei auf der Karte: nach Regionen

Wer die Seen in der Slowakei auf der Karte sucht, findet sich so am schnellsten zurecht. Die Fahrzeiten sind reine Fahrzeit mit dem Auto, ohne Pausen.
  • Orava und Liptau: Oravská priehrada, Liptovská Mara, Roháčske plesá. Aus Dresden rund 580 bis 640 Kilometer, aus Berlin 650 bis 760 Kilometer.
  • Hohe Tatra: über hundert Bergseen, am leichtesten erreichbar Štrbské, Popradské, Skalnaté und Zelené pleso. Aus Dresden rund 675, aus Berlin knapp 750 Kilometer.
  • Mitte und Zips: Palcmanská Maša bei Dedinky, die Höhlen des Slowakischen Karsts mit der Domica.
  • Osten: Zemplínska šírava, Veľká Domaša, Ružín und das Morské oko im Vihorlat. Aus Deutschland der weiteste Weg, aus Dresden gut 800, aus München fast 1.000 Kilometer.
  • Südwesten: Slnečné jazerá, Zlaté piesky, die Baggerseen der Großen Schüttinsel, Kunovská priehrada. Aus München oder Dresden rund 500 Kilometer, aus Wien nur eine gute Stunde.
Schau dir bei den Bergseen auf der Karte auch die Art des markierten Weges an. Zum selben See führen oft mehrere Routen, die sich in der Schwierigkeit stark unterscheiden.

Wann du zu den Seen in der Slowakei fahren solltest

Bergsee in einem steinigen Kar der Hohen Tatra unter bewölktem Himmel
Bergsee in der Hohen Tatra. Foto: Pexels
Die Bergseen haben ihre Hauptsaison von Juli bis September. Vorher liegt oberhalb von 1.700 Metern noch Schnee, und ein Teil der hochalpinen Wege im TANAP ist laut Besucherordnung vom 1. November bis 31. Mai gesperrt. Am schönsten ist oft die zweite Septemberhälfte. Zum Štrbské und zum Popradské pleso kommst du das ganze Jahr.Baden lohnt sich von Mitte Juni bis Ende August, im Südwesten auch noch im September. Am schnellsten erwärmen sich die Zemplínska šírava und die Seen rund um Bratislava, am langsamsten die Oravská priehrada und die Palcmanská Maša. Das Morské oko und die Höhlen kannst du das ganze Jahr besuchen.

Übernachten am Wasser

An den Bergseen wohnst du in den Tatra-Orten und gehst zu Fuß zum Wasser. An den Stauseen suchst du dir ein bestimmtes Zentrum am Ufer aus, denn einmal um den See zu fahren dauert lange. Bei den Seen im Südwesten reicht eine Übernachtung in der Stadt, Bratislava und Senec liegen nur eine halbe Stunde auseinander.Für die Hohe Tatra ist Štrbské Pleso oder Starý Smokovec die praktischste Basis, von dort fährt die Tatra-Elektrobahn TEŽ und du musst dich nicht um Parkplätze kümmern. Unterkunft in der Hohen Tatra finden → Im Osten übernachtest du am besten direkt in einem der Zentren an der Šírava oder der Domaša, an Ferienwochenenden ist es dort oft ausgebucht. Denk bei der Anreise mit dem Auto daran, dass die Slowakei eine elektronische Vignette hat, die du online kaufst, und dass du unterwegs durch Tschechien oder Österreich fährst, wo du ebenfalls eine brauchst.

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Häufige Fragen zu Seen in der Slowakei

Darf man in den Bergseen der Hohen Tatra baden? Nein. Baden ist in allen Tatra-Seen verboten, auch im Štrbské pleso, und die Nationalparkverwaltung weist darauf mit Schildern, Absperrungen und verstärkten Kontrollen hin. Wer ins Wasser geht, schädigt das empfindliche Hochgebirgsökosystem. Vor Ort drohen bis zu 300 € Bußgeld, im anschließenden Verfahren bis zu 3.319,39 €.Welcher ist der größte See der Slowakei? Die größte Wasserfläche hat der Arwa-Stausee (Oravská priehrada) mit 35 km² und 375,5 Millionen m³ Wasser. Auf Platz zwei folgt die Zemplínska šírava mit 33 km², auf Platz drei der Liptauer Stausee (Liptovská Mara). Unter den natürlichen Seen liegt das Veľké Hincovo pleso mit 20,08 Hektar vorn.Welcher ist der tiefste See der Slowakei? Das Veľké Hincovo pleso im Tal Mengusovská dolina, 53,7 Meter tief. Es liegt auf 1.946 Metern Höhe und ist im Schnitt rund 270 Tage im Jahr zugefroren. Unter den Stauseen ist der Ružín mit etwa 54 Metern an der Staumauer am tiefsten.Wo kann man in der Slowakei im See baden? Die beste Ausstattung haben die Slnečné jazerá in Senec bei Bratislava. Das wärmste Wasser unter den großen Stauseen hat meist die Zemplínska šírava im Osten, dort gibt es aber keine Rettungsschwimmer. In Bratislava selbst kommst du am einfachsten zu den Zlaté piesky, geöffnet täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr. Baden kannst du außerdem an der Orava, am Liptauer Stausee und an der Domaša.Ist das Morské oko in der Slowakei dasselbe wie das Morskie Oko in Polen? Nein, das sind zwei verschiedene Seen. Das bekannte Morskie Oko liegt auf der polnischen Seite der Tatra unter dem Rysy und ist ein Gletschersee. Das slowakische Morské oko liegt im Vihorlat-Gebirge im Osten der Slowakei, gut 160 Kilometer Luftlinie entfernt, und ist durch einen Bergrutsch entstanden. Baden ist in beiden nicht erlaubt.Wann ist die beste Reisezeit für die Seen in der Slowakei? Für die Bergseen Juli bis September, weil ein Teil der hochalpinen Wege im TANAP laut Besucherordnung vom 1. November bis 31. Mai gesperrt ist. Zum Baden eignet sich die Zeit von Mitte Juni bis Ende August, im Südwesten rund um Bratislava auch noch der September.Gibt es eine Karte der Seen in der Slowakei? Eine offizielle Gesamtkarte gibt es nicht, am schnellsten orientierst du dich nach Regionen. In Orava und Liptau liegen der Arwa-Stausee und die Liptovská Mara, in der Hohen Tatra die Bergseen, im Osten Šírava, Domaša, Ružín und das Morské oko, im Südwesten die Slnečné jazerá und die Zlaté piesky.

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