Slowakei · 11.8.2026

Veľký Rozsutec Wanderung: alle Routen, Ketten und die Frühjahrssperre

Skalnatý pyramidový vrchol Velkého Rozsutce nad zalesněnými svahy Malé Fatry

Aktualizováno 23.9.2026

Wer einmal Fotos aus der Kleinen Fatra gesehen hat, kennt diesen Berg, auch ohne seinen Namen zu wissen: eine zerrissene Felspyramide, die aus den sanften, grasbewachsenen Kuppen ringsum herausragt, als hätte man sie nachträglich hineingestellt. Der Veľký Rozsutec ist 1.609,8 m hoch, besteht aus Dolomit und ist sogar das Wappenzeichen des Nationalparks Malá Fatra. Eine Veľký Rozsutec Wanderung ist allerdings kein Sonntagsspaziergang. Egal, wo du startest, vor dir liegen rund 1.000 Höhenmeter, Geröll, Felsstufen und Ketten. Wir gehen alle wichtigen Aufstiege mit Zahlen durch, erklären die Einbahnwege in den Schluchten und die gesicherten Stellen und vor allem die Frühjahrssperre, an der jedes Jahr viele Wanderer scheitern, die umsonst angereist sind.
Felsiger, pyramidenförmiger Gipfel des Veľký Rozsutec über den bewaldeten Hängen der Kleinen Fatra
Der Veľký Rozsutec vom Kamm der Kleinen Fatra aus. Foto: Pexels

Veľký Rozsutec Wanderung auf einen Blick

  • Höhe: 1.609,8 m, im Teilgebirge Krivánska Malá Fatra im Norden der Slowakei.
  • Kürzester Aufstieg: von Štefanová über den Sattel Medziholie, rund 5 km und 980 Höhenmeter, bis zu 3,5 Stunden bergauf.
  • Beliebteste Variante: die Runde durch die Schluchten Jánošíkove diery und über den Sattel Medzirozsutce, 10 bis 13 km, 5,5 bis 6,5 Stunden.
  • Schwierigkeit: schwer. Geröll, Felsstufen, Ketten unter dem Gipfel, in den Schluchten Leitern.
  • Achtung, Sperre: Der rot markierte Weg Medziholie – Veľký Rozsutec – Medzirozsutce ist vom 1. März bis 15. Juni geschlossen.
  • Eintritt: keiner. Du zahlst nur fürs Parken: in Štefanová eine Tagesgebühr, am Hotel Diery nach Parkdauer, von 5 € für 3 Stunden bis 15 € für 24 Stunden.
  • Nicht geeignet für: Kinder unter etwa 10 Jahren, Hunde und alle, die mit Tiefblicken nicht zurechtkommen.
  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Oktober, am besten bei trockenem Fels und früh am Morgen.

Was den Veľký Rozsutec so anders aussehen lässt

Die Antwort liegt im Gestein. Der Hauptkamm der Krivánska Malá Fatra besteht überwiegend aus weicheren Gesteinen und runden Grasrücken. Der Rozsutec dagegen ist aus Dolomit der sogenannten Choč-Decke aufgebaut, einer Gesteinsschicht, die sich bei der Gebirgsbildung über weicheres Material geschoben hat. Die Umgebung wurde von der Erosion schneller abgetragen, der harte Block blieb stehen. Das Ergebnis siehst du schon von weitem: ein spitzer Gipfel mit Felstürmen, Schuttkegeln und einer auffälligen, rund 160 Meter hohen Westwand.Der ganze Berg liegt im Nationalen Naturreservat Rozsutec, das 1967 ausgewiesen wurde, 842 Hektar umfasst und die strengste, fünfte Schutzstufe hat. Für dich heißt das vor allem eins: Du gehst ausschließlich auf markierten Wegen und kürzt nie durch das Geröll ab. Die Felsenlandschaften unter dem Gipfel gehören zu den größten ihrer Art in der Slowakei, und in sie hat sich der Bach die Schluchten der Jánošíkove diery gegraben. Der Nachbarberg Malý Rozsutec (1.343 m) lässt sich gut mit dem Aufstieg verbinden, beide Gipfel trennt der Sattel Medzirozsutce. Über den Berg führt übrigens auch der europäische Fernwanderweg E3.

Veľký Rozsutec Wanderung: die Aufstiegsrouten

Einen leichten Weg auf den Gipfel gibt es nicht. Die Routen unterscheiden sich darin, wie lang sie sind und wie viel du unterwegs zu sehen bekommst. Um den letzten Anstieg zum felsigen Gipfelgrat kommst du von keiner Seite herum. Alle Zahlen findest du unten in der Tabelle.

1. Von Štefanová über den Sattel Medziholie

Der direkteste Weg nach oben. Vom Weiler Štefanová führt die grüne Markierung durch den Wald zum Sattel Medziholie (1.185 m), den du in ungefähr anderthalb Stunden erreichst. Ab dort geht es auf der roten Markierung die letzten rund 1,5 km und gut 400 Höhenmeter zum Gipfel. Für den Rückweg auf derselben Strecke rechnest du 2 bis 2,5 Stunden. Bis zum Sattel ist der Weg technisch einfach, oberhalb von Medziholie ändert sich das: Es folgt feines, rutschiges Geröll und ein kurzes Stück mit Ketten. Bei Trockenheit ist das steiles, aber angenehmes Kraxeln, bei Nässe wird der Dolomit glatt wie Seife.
💡 Tipp: Du musst nicht unbedingt auf den Gipfel? Dann geh wenigstens bis zum Sattel Medziholie. Von dort hast du einen der besten Blicke auf die ganze Felspyramide, und den Weg schafft auch eine Familie, die regelmäßig wandert.

2. Runde von Štefanová durch die Jánošíkove diery und über Medzirozsutce

Die beliebteste Variante, weil sie Schluchten und Gipfel an einem Tag verbindet. Von Štefanová steigst du zum Sattel Vrchpodžiar und durch die Horné diery zum Sattel Medzirozsutce auf, von dort auf der roten Markierung zum Gipfel und hinunter über Medziholie zurück nach Štefanová. Plane dafür einen ganzen Tag ein, allein der Aufstieg über Medzirozsutce dauert knapp 4 Stunden.Wasserfall in steinigem Gelände auf dem Weg zum Veľký Rozsutec

3. Von Biely Potok durch die Dolné und Horné diery

Startpunkt ist der Parkplatz am Hotel Diery im Ortsteil Biely Potok von Terchová. Die blaue Markierung führt durch die Dolné diery zur Kreuzung Podžiar, weiter durch die Horné diery unter der Tesná rizňa und der Tanečnica vorbei zum Sattel Medzirozsutce, wo die rote Markierung zum Gipfel beginnt. Die ganze Runde mit Rückweg über Medziholie und Štefanová misst rund 14,8 km und dauert 7,5 bis 8 Stunden. Es ist die längste Kombination, dafür bekommst du alles auf einmal: Wasserfälle, Stege, Leitern und den Felsgrat.

4. Ab Podžiar, wenn du schon in den Schluchten bist

Die Kreuzung Podžiar ist der Knotenpunkt, an dem die Dolné diery, die Nové diery und der Zugang von Štefanová zusammentreffen. Entscheidest du dich erst hier für den Gipfel, geht es durch die Horné diery zum Sattel Medzirozsutce und hinauf, das kostet dich etwa 3 bis 4 zusätzliche Stunden. Zurück gehst du über Medziholie und nicht die Leitern hinunter.

5. Von Zázrivá, also von Osten

Die ruhigste Seite des Berges. Los geht es in Zázrivá, in den Ortsteilen Petrová oder Biela. Von Petrová führt die rote Markierung zum Sattel Príslop nad Bielou, dann die gelbe hinauf nach Medziholie. Diese Route bietet sich an, wenn du aus der Region Orava anreist oder wenn in Štefanová kein Parkplatz mehr frei ist.

Die Routen im Vergleich

RouteLängeHöhenmeterGehzeitSchwierigkeit
Štefanová, Medziholie, Gipfel (grün + rot)ca. 5 km bergaufca. 980 m3 bis 3,5 h bergaufschwer
Štefanová über den Sattel Medzirozsutceca. 7 km bergaufca. 1.055 mca. 4 h bergaufschwer
Biely Potok, Dolné und Horné dieryca. 7,7 km bergauf1.085 bis 1.095 mca. 4,5 h bergaufsehr schwer
Zázrivá (Petrová, Biela) über MedziholieRunde 12 bis 15 kmca. 950 mRunde ca. 5,5 hschwer
Runde Štefanová, Diery, Gipfel, MedziholieRunde 10 bis 13 km1.005 bis 1.055 mRunde 5,5 bis 6,5 hsehr schwer
Das sind reine Gehzeiten laut Wegweisern und Wanderportalen, ohne längere Pausen und Fotostopps. In der Praxis kommen eine bis zwei Stunden dazu.

Einbahnwege und warum es sie gibt

Rund um den Rozsutec stößt du auf eine Beschilderung, die man aus deutschen Mittelgebirgen kaum kennt: Wege mit empfohlener Gehrichtung. Das ist keine Schikane, sondern reine Logistik. Die Schluchten sind stellenweise so eng, dass zwei Leute mit Rucksack auf einem Steg nicht aneinander vorbeikommen, und in der Saison sind hier Hunderte Menschen am Tag unterwegs.
  • Die Nové diery zwischen den Kreuzungen Ostrvné und Podžiar (gelbe Markierung) werden aus Sicherheitsgründen nur in eine Richtung begangen: von unten nach oben, also von Biely Potok aus gegen die Fließrichtung des Bachs.
  • Die Horné diery haben ebenfalls einen Abschnitt, der nur bergauf begangen wird, von Podžiar bis unter die Pálenica. Im Winter sind sie gesperrt.
  • Die Dolné diery sind keine Einbahnstraße. Durch sie darfst du in beide Richtungen gehen, deshalb eignen sie sich auch für den Rückweg ins Tal.
Was daraus folgt: Plane deine Runde so, dass du durch die Schluchten aufsteigst und über Medziholie absteigst.

Ketten, Leitern und gesicherte Stellen

Der Rozsutec ist kein Klettersteig, Klettergurt und Klettersteigset brauchst du nicht. Trotzdem gibt es Stellen, an denen du die Stöcke wegpackst und die Hände nimmst.Die ausgesetztesten Passagen zwischen dem Sattel Medziholie und dem Gipfel sind mit Stahlketten gesichert. Es sind kurze Felsstufen, an denen du dich hochziehst und ein, zwei Meter steilen Fels überwindest. Darüber folgt ein felsiger Grat, stellenweise luftig, aber mit gut erkennbarem Pfad. Dieselben Ketten nutzt du beim Abstieg, und der ist wegen des losen Gerölls langsamer, als du denkst.Über die Jánošíkove diery kommen lange Eisenleitern, Trittstufen und Stege über dem Bach dazu, teils mit Ketten ergänzt. Einige Leitern sind 12 bis 15 Meter hoch. Die Stahlkonstruktionen werden seit 2009 nach und nach erneuert und laufend gewartet, nach Regen sind sie aber trotzdem rutschig und bei Frost vereist. Genau wegen der Leitern solltest du hier keinen Hund mitnehmen. Wenn du nach dem Rozsutec Lust auf richtige gesicherte Routen bekommst, findest du sie in unserem Überblick zu Klettersteigen in der Slowakei.
💡 Tipp: Pack dünne Handschuhe ein. Ketten und Leitersprossen sind bei Kälte unangenehm und bei Nässe glatt, mit Handschuhen hast du deutlich besseren Halt. Die Stöcke verstaust du an den gesicherten Stellen im Rucksack.

Für wen die Tour geeignet ist und für wen nicht

Wandergruppe auf einem felsigen Gipfel in der Kleinen Fatra mit Blick ins Tal
Wanderer auf einem felsigen Gipfel in der Kleinen Fatra. Foto: Pexels
Du schaffst das, wenn du in den Bergen problemlos sechs Stunden unterwegs bist, dir Gelände nichts ausmacht, in dem du dich mit den Händen festhältst, und du damit leben kannst, dass neben dem Pfad ein paar Dutzend Meter Luft sind. Erfahrung aus dem Harz oder dem Erzgebirge allein reicht nicht, das hier ist schon näher am alpinen Wandern.Verschieb die Tour lieber, wenn:
  • Du Kinder dabeihast. Für Kinder unter etwa 10 Jahren ist der Aufstieg ungeeignet. Das Problem ist nicht die Kraft, sondern Geröll und Ketten. Für Familien sind die Dolné diery oder der Sattel Medziholie die bessere Wahl.
  • Du mit Hund unterwegs bist. Die senkrechten Leitern in den Horné diery schafft kein Hund.
  • Es regnet oder geregnet hat. Nasser Dolomit und nasser Stahl sind die häufigste Unfallursache in dieser Gegend.
  • Du starke Höhenangst hast. Der Felsgrat unter dem Gipfel ist kurz, aber luftig.
Wenn du dir nicht sicher bist, such dir ein entspannteres Ziel aus unseren Tipps zum Wandern in der Kleinen Fatra und heb dir den Rozsutec fürs nächste Mal auf.

Die Aussicht vom Gipfel

Der Gipfel ist eine kleine Grasfläche zwischen Felsen, und die Rundumsicht reicht fast in alle Richtungen. Nur nach Südwesten verdeckt der höhere Hauptkamm den Horizont. Am nächsten liegt der Malý Rozsutec, dahinter der Hauptkamm mit dem Stoh und dem Veľký Kriváň (1.709 m). Im Nordosten öffnen sich die Region Orava und die Oravská Magura, bei guter Sicht siehst du bis zur Hohen und Westlichen Tatra, im Süden zur Niederen Tatra und zu den Chočské vrchy. Wegen genau dieser Aussicht wird es hier am Wochenende eng.

Wann du losgehen solltest und wann am meisten los ist

Das ideale Zeitfenster reicht von Mitte Juni bis Ende Oktober. Früher geht es wegen der Sperre nicht, später droht Reif und Eis auf den Felsen. Das stabilste Wetter und die beste Fernsicht gibt es meist im September und in der ersten Oktoberhälfte, dann werden auch die Menschenmassen kleiner. Am vollsten ist es an den Wochenenden im Juli und August: Die Parkplätze sind bis neun Uhr morgens belegt, und an den Leitern in den Horné diery steht man Schlange.
💡 Tipp: Geh spätestens um sieben Uhr morgens los. Dann bekommst du noch einen Parkplatz, hast die Leitern fast für dich und bist mit etwas Glück vor den Nachmittagsgewittern oben. Die bilden sich im Sommer in der Kleinen Fatra häufig ab dem frühen Nachmittag.

Die Frühjahrssperre: die häufigste Enttäuschung

Im Nationalpark Malá Fatra gilt jedes Jahr eine Frühjahrssperre für ausgewählte markierte Wege vom 1. März bis 15. Juni. Sie soll den Tieren Ruhe geben, während sie ihre Jungen aufziehen, und dem Boden Zeit lassen, sich nach dem Winter zu erholen. Gesperrt sind diese Abschnitte:
  • Medziholie – Veľký Rozsutec – Medzirozsutce (rote Markierung), also genau der Gipfelbereich
  • Obšívanka – Malé nocľahy (blaue Markierung)
  • Vendovka – Malý Kriváň (blaue Markierung)
Praktisch heißt das: Im Frühjahr kommst du legal von keiner Seite auf den Gipfel. Der Rest des Parks bleibt offen, über 150 km Wege stehen dir zur Verfügung. Prüf die Termine vor der Reise auf der Website der Nationalparkverwaltung Malá Fatra, der Umfang der Sperren kann sich ändern. Gerade wer aus Deutschland zu Pfingsten anreist, sollte das im Blick haben: Pfingsten liegt immer in der Sperrzeit.

Parken, Anreise und Startpunkte

Eintritt für die Jánošíkove diery oder das Reservat wird nicht erhoben. Du zahlst nur fürs Parken:
  • Štefanová: kostenpflichtiger Gemeindeparkplatz mit Tagesgebühr, rund 80 Stellplätze. Der Preis ändert sich von Saison zu Saison, zuletzt wurden laut slowakischen Medien etwa 7 € pro Tag fällig. Private Flächen in der Nähe sind oft etwas günstiger.
  • Biely Potok, am Hotel Diery: abhängig von der Parkdauer, die ersten 90 Minuten sind kostenlos, dann 3 Stunden 5 €, 6 Stunden 8 €, 12 Stunden 10 € und 24 Stunden 15 €. Hier startest du in die Dolné diery. Die Bushaltestelle heißt Terchová, Biely Potok, Hotel Diery.
Sind beide voll, parkst du in den Tiesňavy oder weiter oben im Tal Vrátna und gehst zu Fuß, das kostet dich 20 bis 40 Minuten extra.Mit dem Auto sind es nach Štefanová von Dresden rund 570 km, von Berlin und Leipzig knapp 700 km und von München gut 700 km, jeweils sieben bis acht Stunden reine Fahrzeit. Für die Transitländer und die Slowakei brauchst du eine digitale Vignette. Wer fliegt, landet am besten in Kraków (rund 180 km bis Štefanová), Katowice (gut 200 km), Bratislava (gut 220 km) oder Wien (knapp 290 km) und nimmt dort einen Mietwagen. Ohne Auto geht es mit dem Zug nach Žilina und weiter mit dem Regionalbus nach Terchová.Am bequemsten reist du am Vortag an und übernachtest in Terchová oder direkt in Štefanová. Wo genau, beschreiben wir im Artikel über Unterkünfte in der Kleinen Fatra. Einen Überblick über Angebote in der Umgebung bekommst du auch über den Unterkunftsvergleich für Terchová →.

Der Veľký Rozsutec im Winter

Legal auf den Gipfel darfst du vom 16. Juni bis Ende Februar, eine Wintertour kommt also etwa von Dezember bis Ende Februar in Frage. Ohne Steigeisen und Pickel solltest du dann nicht losgehen. Das Geröll oberhalb von Medziholie ist oft vereist und die Ketten liegen unter dem Schnee. Die Route durch die Horné diery fällt komplett weg, sie sind im Winter gesperrt und die Leitern oft mit Eis überzogen. Die übliche Wintervariante führt von Štefanová über Medziholie und auf demselben Weg zurück, zu den Sommerzeiten solltest du mindestens anderthalb Stunden addieren. Zwischen 1. November und 15. April darfst du dich im Nationalpark außerdem nur von 7 bis 18 Uhr auf den Wegen bewegen.

Was du mitnehmen solltest

  • Feste, knöchelhohe Wanderschuhe mit griffiger Sohle.
  • Dünne Handschuhe für Ketten und Leitern.
  • Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Person, oberhalb der Schluchten gibt es keine Trinkwasserquelle.
  • Windjacke und eine zusätzliche Schicht, am Gipfel ist es spürbar kälter als im Tal.
  • Ein geladenes Handy mit Offline-Karte, in den Schluchten ist der Empfang wechselhaft.
  • Wanderstöcke für den Abstieg, an den gesicherten Stellen verstaust du sie aber.
  • Erste-Hilfe-Set und die Nummer der slowakischen Bergwacht (Horská záchranná služba) 18 300, alternativ der Euronotruf 112.

Die häufigsten Fehler

  • Im Frühjahr anreisen. Vom 1. März bis 15. Juni ist der Gipfelbereich gesperrt. Der mit Abstand häufigste Irrtum.
  • Die Zeit unterschätzen. Mit Mittagspause, Fotos und Warten an den Leitern wird aus der Runde schnell ein Achtstundentag.
  • Die Runde gegen die empfohlene Richtung gehen. Durch die Schluchten hinauf, über Medziholie hinunter.
  • Nach Regen losgehen. Nasser Dolomit und nasser Stahl sind das größte Risiko der ganzen Tour.
  • Um zehn Uhr vormittags ankommen. Dann ist der Parkplatz voll, und das Gewitter erwischt dich am Grat.
In der Kleinen Fatra leben außerdem Bären, also lass auf der Tour die Kopfhörer weg oder steck dir höchstens einen ins Ohr.

Unterkunft unter dem Veľký Rozsutec

Am nächsten am Einstieg wohnst du in Štefanová, einem kleinen Weiler direkt unter dem Berg. Von dort gehst du morgens zu Fuß los und musst dich nicht um einen Parkplatz kümmern. Wer mehr Läden, Restaurants und günstigere Zimmer möchte, wählt Terchová ein paar Kilometer tiefer, von dort fährt ein Bus ins Tal. Die Auswahl reicht von einfachen Hütten und Wanderherbergen bis zu Pensionen mit Wellnessbereich.

  • Am günstigsten: ein Bett in einer Wanderherberge oder ein Platz auf einem Campingplatz im Tal Vrátna und in Terchová, grob 15 bis 25 € pro Person und Nacht.
  • Mittelklasse: ein Doppelzimmer in einer Pension in Terchová, grob 60 bis 90 € mit Frühstück.
  • Direkt unter dem Berg: Hütten und Pensionen in Štefanová. Hier zahlst du vor allem dafür, dass du morgens direkt auf den Wanderweg trittst.
  • Oben auf dem Kamm: die Chata pod Chlebom für alle, die den Rozsutec mit einer Kammwanderung verbinden wollen. Hier musst du sehr früh reservieren.

Im Juli, im August und an Wochenenden ist das Tal Vrátna lange im Voraus ausgebucht. Die einzelnen Orte stellen wir im Artikel über Unterkünfte in der Kleinen Fatra genauer vor, aktuelle Preise vergleichst du über das Unterkunftsangebot in Terchová und Umgebung.

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Häufige Fragen zur Veľký Rozsutec Wanderung

Wie hoch ist der Veľký Rozsutec? Der Veľký Rozsutec ist 1.609,8 m hoch. Eine Satellitenvermessung (GNSS) ergab 2017 genau 1.609,78 m, vorher galten 1.609,7 m. Oft wird auf 1.610 m gerundet. Der höchste Berg der Kleinen Fatra ist er aber nicht, das ist der Veľký Kriváň mit 1.709 m.Wie schwer ist die Wanderung auf den Veľký Rozsutec? Es ist eine schwere Tagestour. Egal, von wo du aufsteigst, du hast rund 1.000 Höhenmeter, Geröll, Felsstufen und mit Ketten gesicherte Abschnitte vor dir. Wanderportale stufen die Routen als anspruchsvoll bis sehr anspruchsvoll ein und empfehlen gute Kondition und Erfahrung in ausgesetztem Gelände.Wie lange dauert der Aufstieg auf den Veľký Rozsutec? Auf dem kürzesten Weg von Štefanová über den Sattel Medziholie etwa 3 bis 3,5 Stunden hinauf und 2 bis 2,5 Stunden hinunter. Die Runde durch die Jánošíkove diery und über den Sattel Medzirozsutce dauert 5,5 bis 6,5 Stunden, die längere Variante ab Biely Potok 7,5 bis 8 Stunden.Wann ist der Veľký Rozsutec gesperrt? Der rot markierte Weg Medziholie – Veľký Rozsutec – Medzirozsutce ist jedes Jahr vom 1. März bis 15. Juni gesperrt, damit die Tiere in der Zeit der Jungenaufzucht Ruhe haben. Im selben Zeitraum sind auch die Abschnitte Obšívanka – Malé nocľahy und Vendovka – Malý Kriváň geschlossen.Gibt es am Veľký Rozsutec Ketten? Ja. Die ausgesetzten Stellen zwischen dem Sattel Medziholie und dem Gipfel sind mit Stahlketten gesichert, die dir über kurze Felsstufen helfen. Gehst du durch die Jánošíkove diery, kommen noch lange Eisenleitern und Stege über dem Bach dazu. Ein Klettersteigset brauchst du nicht.Kann man mit Kindern auf den Veľký Rozsutec? Mit Kindern unter etwa 10 Jahren nicht. Das Problem ist nicht die Länge, sondern das lose Geröll und die gesicherten Stellen, an denen man die Hände braucht. Mit kleineren Kindern gehst du besser nur bis zum Sattel Medziholie, von dem aus du einen schönen Blick auf die Felspyramide hast, oder durch die Dolné diery.Kostet die Wanderung auf den Veľký Rozsutec Eintritt? Nein, Eintritt wird nicht verlangt, auch nicht für die Jánošíkove diery. Du zahlst nur fürs Parken: in Štefanová eine Tagesgebühr, zuletzt etwa 7 €, am Hotel Diery in Biely Potok nach Parkdauer, 90 Minuten kostenlos, 3 Stunden 5 €, 6 Stunden 8 €, 12 Stunden 10 € und 24 Stunden 15 €.Warum sind die Wege rund um den Rozsutec Einbahnwege? Weil die Schluchten eng sind und viele Menschen unterwegs sind. Die Nové diery zwischen Ostrvné und Podžiar gehst du nur bergauf, ebenso den Abschnitt der Horné diery von Podžiar bis unter die Pálenica. Die Dolné diery darfst du in beide Richtungen gehen. Plane deine Runde deshalb so, dass du durch die Schluchten aufsteigst und über Medziholie zurückkommst.

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