Reisen · 1.9.2026

Höchste Berge Kroatiens: 12 Gipfel von der Dinara bis zum Biokovo

Aktualizováno 23.9.2026

Wer von München an die dalmatinische Küste fährt, sieht sie schon lange vor dem ersten Strand: eine graue, fast senkrechte Felswand, die hinter Makarska aus dem Meer zu wachsen scheint. Die meisten schauen kurz hoch, suchen dann den Parkplatz am Kiesstrand und vergessen sie wieder. Schade, denn genau dort oben, keine zehn Kilometer Luftlinie vom Liegestuhl entfernt, stehen die höchsten Berge Kroatiens. Kalkriesen der Dinariden, auf denen morgens Raureif liegen kann, während unten schon jemand ins Wasser springt. Von ihren Gipfeln schaust du auf die Adria wie von einem Balkon, und dieses Bild nimmst du aus einem Kroatienurlaub genauso gern mit nach Hause wie die Bräune.

Wir haben die Gipfel für dich sortiert, mit geprüften Höhen, Gebirge und Schutzgebiet, und zu jedem schreiben wir, ob du von oben das Meer siehst und wie schwer du dir den Weg machen musst. Danach kommen drei Touren, die auch ohne Bergsteigerausbildung klappen (ja, der Biokovo Skywalk ist dabei), die Tour auf die Dinara Schritt für Schritt, die beste Reisezeit und die Anreise aus Deutschland. Am Ende beantworten wir die Fragen, die am häufigsten gestellt werden. Du sollst die Tour danach selbst planen können und wissen, worauf du dich einlässt.

Höchste Berge Kroatiens auf einen Blick

  • Höchster Berg: Dinara mit dem Gipfel Sinjal, 1.831 m, direkt an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina bei Knin.
  • Bester Blick aufs Meer: Biokovo mit dem Sveti Jure (1.762 m) über Makarska, die Felswand fällt direkt zur Adria ab.
  • Gebirge: fast alles gehört zu den Dinariden (Dinarische Alpen); geschützt in den Nationalparks Risnjak, Paklenica und Nördlicher Velebit sowie in mehreren Naturparks.
  • Tour für alle: Biokovo Skywalk, eine Glasplattform auf 1.228 m; der Eintritt in den Naturpark kostet 10 bis 15 €, Kinder unter sieben Jahren sind frei.
  • Beste Zeit: Mai bis Juni und September bis Oktober; im Hochsommer ist es auf den kahlen Gipfeln heiß und trocken.
  • Achtung: Karst heißt wenig Wasser und kaum Schatten. Genug zu trinken und feste Schuhe sind Pflicht.
Felsige Grate des Biokovo-Gebirges über Makarska in Kroatien
Die Felswand des Biokovo über Makarska. Foto: Antonio Tose / Pexels

Kroatiens Gebirge und Nationalparks: die Dinariden

Fast alle hohen Berge Kroatiens gehören zu den Dinariden, auf Deutsch oft auch Dinarische Alpen genannt. Das ist ein mächtiger Karstgürtel, der sich parallel zur Küste von Istrien bis nach Dalmatien zieht und weiter nach Bosnien und Montenegro. Mit den Alpen, wie du sie aus Bayern oder Tirol kennst, hat das wenig zu tun. Es ist Kalkkarst: scharfkantiger Fels, Dolinen, Höhlen, kaum Bäche und im Sommer eine Sonne, vor der dich nichts schützt. Dafür bekommst du etwas, das die Alpen nicht bieten, nämlich von vielen Graten aus das Meer direkt unter dir.

Grob lassen sich die Berge in drei große Räume teilen. Im Norden, im Hinterland von Rijeka, liegt der Gorski kotar mit dem bewaldeten Nationalpark Risnjak. In der Mitte zieht sich der Velebit rund 145 Kilometer lang die Küste entlang, das längste Gebirge des Landes, mit den Nationalparks Nördlicher Velebit und Paklenica. Und im Süden, über der Makarska Riviera, steigt das dramatische Biokovo auf, ein Naturpark. Der allerhöchste Gipfel, die Dinara, liegt dagegen ein Stück landeinwärts an der bosnischen Grenze.

Was du vorher wissen solltest: Das sind keine Alpen mit Seilbahn und Hütte an jeder Ecke. Die Infrastruktur ist bescheiden, die Markierungen sind manchmal knapp, und um dein Wasser musst du dich selbst kümmern. Dafür findest du Ruhe, Wildnis und das Gefühl, am Ende der Welt zu stehen, ein paar Kilometer von einem Strand entfernt, an dem Handtuch an Handtuch liegt.

Höchste Berge Kroatiens: 12 Gipfel im Überblick

Wir haben die Berge nach der Höhe ihres höchsten Gipfels auf kroatischem Boden geordnet. Zu jedem findest du Höhe, Gebirge oder Schutzgebiet, ob du das Meer siehst und wie gut er erreichbar ist. Die Höhen haben wir mit der kroatischen Wikipedia, der Liste des Kroatischen Bergsteigerverbands und den Angaben der Parkverwaltungen abgeglichen, wo sie sich um ein, zwei Meter unterscheiden, sagen wir es dazu. Eine ehrliche Einschränkung gleich vorweg: Die ersten acht Plätze sind tatsächlich die acht höchsten Gebirge Kroatiens. Danach haben wir Berge ausgewählt, die du als Reisender realistisch besuchst. Die Viševica über Rijeka etwa ist mit 1.428 m höher als Učka und Mosor, touristisch aber kaum erschlossen, und der Sljeme über Zagreb steht nur wegen seiner Beliebtheit auf der Liste.

1. Dinara (Sinjal), 1.831 m

Gebirge: Dinara (Naturpark Dinara) · Meerblick: nein, sie liegt im Landesinneren · Erreichbarkeit: anspruchsvolle Tagestour.

Der höchste Berg Kroatiens heißt wie das ganze Gebirge, sein Gipfel trägt den Namen Sinjal, nach dem Vermessungssignal, das oben stand. Er erreicht 1.831 Meter und liegt genau auf der Grenze zu Bosnien und Herzegowina, in der dalmatinischen Zagora bei Knin, am Fuß liegt das Dorf Kijevo. Ein häufiges Missverständnis: Der höchste Punkt des gesamten Dinara-Massivs ist der Veliki Troglav (1.913 m), der steht aber auf der bosnischen Seite. Höchster Punkt Kroatiens bleibt deshalb der Sinjal. Seit Februar 2021 ist die Gegend als Naturpark Dinara geschützt, der jüngste der zwölf kroatischen Naturparks. Das Meer siehst du von hier nicht, dafür liegt unter dir eine weite Karsthochfläche, und der Blick geht über die Grenze tief nach Bosnien hinein. Der übliche Aufstieg beginnt im Weiler Glavaš auf rund 550 Metern und folgt einem markierten Weg, einfach gut acht Kilometer. Rechne mit drei bis vier Stunden bergauf, hin und zurück mit einem ganzen Bergtag. Etwa auf halber Höhe steht die einfache Schutzhütte Martinova košara (rund 1.300 m), die bei schlechtem Wetter Unterschlupf bietet.

2. Sveti Jure (Biokovo), 1.762 m

Gebirge: Biokovo (Naturpark) · Meerblick: ja, der beste im ganzen Land · Erreichbarkeit: mit dem Auto fast bis zum Gipfel.

Der Sveti Jure ist 1.762 Meter hoch und unser Tipp für alle, die Berge und Meer auf einmal erleben wollen. Das Biokovo steigt unmittelbar aus der Makarska Riviera auf. Vom Gipfel schaust du über die Adria auf die Inseln Brač und Hvar, und an klaren, windigen Tagen, sagt die Parkverwaltung, sogar bis Italien. Der große Vorteil: Auf das Biokovo führt eine kostenpflichtige Bergstraße, die höchste asphaltierte Straße Kroatiens, und die bringt dich fast bis ganz nach oben. Damit ist der Sveti Jure, der zweithöchste Berg Kroatiens, ein Gipfel, den du auch ohne Topkondition schaffst.

3. Vaganski vrh (Velebit), 1.757 m

Gebirge: Velebit (Nationalpark Paklenica) · Meerblick: ja, über die Adria auf die Inseln · Erreichbarkeit: lange, fordernde Bergtour.

Der höchste Punkt des längsten kroatischen Gebirges. Der Vaganski vrh erreicht 1.757 Meter und liegt im südlichen Velebit über dem Nationalpark Paklenica. Gleich daneben steht sein kaum niedrigerer Nachbar, das Sveto brdo (1.752 m). Bei gutem Wetter siehst du vom Kamm aus das Meer und die Inseln Pag und Rab. Der Aufstieg ist lang und anstrengend: Plane einen vollen Bergtag ein und nimm genug Wasser mit, denn Quellen gibt es im Karst praktisch keine. Unten im Tal wartet übrigens eine Kulisse, die viele Deutsche kennen, ohne es zu wissen. Die Schlucht Velika Paklenica diente 1962 als Drehort für den Karl-May-Film „Der Schatz im Silbersee“, Schilder im Park erinnern daran.

4. Ozeblin (Plješevica), 1.657 m

Gebirge: Lička Plješevica · Meerblick: nein, Landesinneres (Lika) · Erreichbarkeit: wenig besucht, wilde Natur.

Die Plješevica ist ein langer Grenzrücken zwischen Kroatien und Bosnien in der Region Lika, nicht weit von den Plitvicer Seen. Ihr höchster Gipfel, der Ozeblin (1.657 m), gehört zu den am wenigsten begangenen hohen Bergen des Landes. Bärenspuren triffst du hier eher als Menschen. Ideal, wenn du Einsamkeit und Wildnis suchst, aber stell dich auf dürftige Markierungen und null Infrastruktur ein.

5. Bjelolasica (Kula), 1.533 m

Gebirge: Velika Kapela · Meerblick: bei klarer Sicht ja, auf die Kvarner Bucht · Erreichbarkeit: mittel, am Rand eines Skigebiets.

Der höchste Gipfel der Velika Kapela und des ganzen Gorski kotar. Die Kuppe heißt Kula und misst 1.533 Meter (manche Quellen nennen 1.534 m). Ihren Namen verdankt die Bjelolasica dem schmalen hellen Rücken, der vor allem im Schnee weithin leuchtet (bijel heißt weiß). An einem klaren Tag reicht der Blick von hier bis zum Velebit, zur Plješevica und zu den Kvarner-Inseln Krk, Cres und Lošinj. Am Fuß des Bergs liegt das Olympiazentrum Bjelolasica, lange eines der bekanntesten Skigebiete Kroatiens. Für Wanderer und Skitourengeher ist die Bjelolasica heute ein ruhiges Ziel.

6. Veliki Risnjak, 1.528 m

Gebirge: Risnjak (Nationalpark Risnjak) · Meerblick: bei klarer Sicht ja, auf die Kvarner Bucht · Erreichbarkeit: leicht bis mittel, gut markiert.

Ein grünes Waldreich über Rijeka. Der Veliki Risnjak (1.528 m) ist der höchste Gipfel des Nationalparks Risnjak im Gorski kotar. Anders als die kahlen Berge im Süden hat er dichten Wald, angenehme Kühle und, für kroatische Verhältnisse, sogar Wasser. Der Gipfel ist beliebt und gut erreichbar, ein markierter Weg führt hinauf, und kurz unter dem Gipfel steht eine Berghütte. Bei klarer Luft siehst du bis zur Kvarner Bucht. In den Wäldern leben Braunbären, Wölfe und Luchse, zu Gesicht bekommst du sie allerdings selten.

7. Bat (Svilaja), 1.508 m

Gebirge: Svilaja · Meerblick: nein, dalmatinisches Hinterland · Erreichbarkeit: ruhig, wenig Wanderer.

Die Svilaja zieht sich rund 30 Kilometer durch das dalmatinische Hinterland, zwischen dem Sinjsko polje und dem Petrovo polje, und ihr höchster Gipfel Bat ist 1.508 Meter hoch. Oben erwartet dich eine kahle, grasbewachsene Kuppe mit Rundumsicht: Bei klarer Luft schaust du über den Peruća-Stausee im Tal der Cetina bis hinüber zum Troglav-Massiv. Eine hübsche Randnotiz: Der Berg gab einer Fee im Roman „Planine“ von Petar Zoranić (1536) ihren Namen, der als erster kroatischer Roman gilt. Touristisch liegt die Svilaja eher abseits. Wenn du also Stille und Einsamkeit nicht weit von Split suchst, bist du hier richtig.

8. Snježnik, 1.506 m

Gebirge: Snježnik / Gorski kotar (Nationalpark Risnjak) · Meerblick: bei klarer Sicht ja · Erreichbarkeit: leicht, oft mit dem Risnjak kombiniert.

Der Nachbar des Risnjak, und sein Name („Schneeberg“) verrät schon, dass der Schnee hier lange liegen bleibt. Der Snježnik (1.506 m) steht im selben bewaldeten Winkel des Gorski kotar und wird oft in einer längeren Tour zusammen mit dem Veliki Risnjak bestiegen. Ein gemütlicher Waldgipfel, genau richtig für einen kühleren Tag, an dem du im Süden auf dem nackten Karst gekocht würdest.

9. Vojak (Učka), 1.396 m

Gebirge: Učka (Naturpark) · Meerblick: ja, auf Istrien und die Kvarner Bucht · Erreichbarkeit: mit dem Auto bis kurz unter den Gipfel, sehr leicht.

Die Učka ist der Aussichtsbalkon Istriens, seit 1999 als Naturpark geschützt. Ihr höchster Gipfel Vojak misst 1.396 Meter, zusammen mit dem steinernen Aussichtsturm von 1911 sind es 1.401 Meter, und das ist auch die Zahl, die du oft liest. Vom Turm aus überblickst du an einem klaren Tag ganz Istrien, die Kvarner Bucht mit ihren Inseln, den Golf von Triest und bei sehr guter Fernsicht sogar die Julischen Alpen und die Dolomiten. Bis kurz unter den Gipfel führt eine Straße, der Rest ist ein kurzer Spaziergang. Damit ist die Učka der ideale „Berg für alle“, auch für einen Ausflug mit Kindern oder Großeltern. Und wenn du ohnehin in Istrien bist, lässt sich der Vojak gut mit einem Strandtag am Kap Kamenjak ganz im Süden der Halbinsel verbinden.

10. Veliki Kabal (Mosor), 1.339 m

Gebirge: Mosor · Meerblick: ja, auf Split und die Inseln · Erreichbarkeit: mittel, nah an Split.

Der Mosor zieht sich direkt hinter Split vom Pass Klis bis zum Tal der Cetina bei Omiš, sein höchster Gipfel Veliki Kabal ist 1.339 Meter hoch. Für die Leute aus Split ist das der Hausberg: Vom Kamm schaust du hinunter auf die Stadt, den Hafen und die Inseln. Eine sehr gute Wahl, wenn du rund um Split oder in Trogir Urlaub machst und einen Tag in die Berge willst, ohne auf den Meerblick zu verzichten.

11. Divov brig (Kamešnica), 1.333 m

Gebirge: Kamešnica · Meerblick: nein, Grenze zu Bosnien · Erreichbarkeit: selten besucht, ruhig.

Die Kamešnica liegt an der bosnischen Grenze südöstlich der Dinara, und ihr Hauptkamm mit den höchsten Gipfeln ist komplett bosnisch. Der höchste Punkt des Massivs, der Konj, misst 1.856 m (in der Literatur findest du auch 1.852 oder 1.854 m), dahinter folgen Kurljaj (1.809 m) und Garjeta (1.773 m). Der höchste Gipfel, der ganz auf kroatischem Boden steht, ist der Divov brig (1.333 m), etwas niedriger ist der bekanntere Glavaš (1.308 m); direkt auf der Grenzlinie liegt die Velika međina (1.502 m). Vorsicht bei der oft zu lesenden Angabe, „die Kamešnica ist 1.810 m hoch“: Das gilt für den bosnischen Teil des Massivs, nicht für einen kroatischen Gipfel. Touristisch ist das eine stille Ecke für Geübte.

12. Sljeme (Medvednica), 1.033 m

Gebirge: Medvednica (Naturpark) · Meerblick: nein, über Zagreb · Erreichbarkeit: die leichteste von allen, Seilbahn.

Der Hausberg von Zagreb. Der Sljeme, Gipfel der Medvednica, erreicht 1.033 Meter, und obwohl er der niedrigste auf unserer Liste ist, ist er der meistbesuchte. Seit Februar 2022 fährt wieder eine Seilbahn hinauf, die Gondeln brauchen von der Talstation Gračansko Dolje etwa eine Viertelstunde, dazu kommt ein dichtes Netz markierter Wege. Die Zagreber kommen zum Spazieren und Laufen her, im Winter auch zum Skifahren, am Sljeme werden sogar Weltcup-Slaloms gefahren. Ideal, wenn du über die Hauptstadt reist und einen Berg ohne große Mühe „abhaken“ willst.

#GipfelGebirge / SchutzgebietHöheMeer?
1SinjalDinara (Naturpark Dinara)1.831 mnein
2Sveti JureBiokovo1.762 mja
3Vaganski vrhVelebit (NP Paklenica)1.757 mja
4OzeblinPlješevica1.657 mnein
5Bjelolasica (Kula)Velika Kapela1.533 mja
6Veliki RisnjakRisnjak (NP Risnjak)1.528 mja
7BatSvilaja1.508 mnein
8SnježnikGorski kotar (NP Risnjak)1.506 mja
9VojakUčka1.396 mja
10Veliki KabalMosor1.339 mja
11Divov brigKamešnica1.333 mnein
12SljemeMedvednica1.033 mnein
Blick auf Makarska und das Bergmassiv, das zur Adria abfällt
Makarska unter Bergen, die direkt ins Meer abfallen. Foto: Vitalii Dobrianskyi / Pexels

Wanderungen auf Kroatiens höchste Berge (Biokovo Skywalk, Velebit, Sljeme)

Du musst kein Bergsteiger sein, um die kroatischen Berge zu genießen. Wir haben drei Touren nach Schwierigkeit ausgesucht, von „mit dem Auto hoch und ein paar Schritte gehen“ bis zum richtigen Bergtag.

Biokovo Skywalk und Sveti Jure: für alle

Wenn du mit möglichst wenig Mühe möglichst viel erleben willst, fahr auf das Biokovo. Vom Parkeingang etwa sechs Kilometer östlich von Makarska führt eine Bergstraße bis auf den Sveti Jure, und nach 13 Kilometern, rund einer halben Stunde Fahrt, erreichst du den Biokovo Skywalk: eine hufeisenförmige Glasplattform auf 1.228 Metern, die etwa elf Meter über die Felskante hinausragt. Unter deinen Füßen liegen die Makarska Riviera und das Meer. Der Eintritt in den Naturpark kostet laut Preisliste 2026 10 € im April, Mai und Oktober und 15 € von Juni bis September, Kinder unter sieben Jahren zahlen nichts, der Skywalk ist im Ticket enthalten. Tickets verkauft der Park über seinen Webshop. Auf der Plattform darfst du höchstens zehn Minuten bleiben, gleichzeitig sind maximal 30 Personen erlaubt. Von November bis März ist der Park offiziell geschlossen.

💡 Tipp: Fahr gleich morgens zur Öffnung los, von Mai bis August ist das um 6 Uhr. Die Biokovo-Straße ist schmal und einspurig, obwohl in beide Richtungen gefahren wird, Ausweichstellen gibt es etwa alle 300 Meter, und der Park lässt pro voller Stunde nur 20 Fahrzeuge hinein. Tagsüber wartest du also erst am Tor und dann am Skywalk. Morgens ist außerdem die Luft klarer, und du hast die besten Chancen, bis nach Italien zu sehen. Ausflüge und Tickets fürs Biokovo →

Velebit und der Premužić-Weg: für Trainierte

Der Velebit ist ein Paradies für Mehrtagestouren. Der Klassiker ist der Premužić-Weg (Premužićeva staza), ein zwischen den beiden Weltkriegen genial angelegter Steinpfad, rund 57 Kilometer lang, der vom Zavižan im Nördlichen Velebit bis zu den Oštarijska vrata im mittleren Velebit führt. Du gehst darauf bequem selbst durch schwierigen Karst, auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Wildnis. Für den Aufstieg auf den höchsten Gipfel, den Vaganski vrh (1.757 m), ist der Nationalpark Paklenica über Starigrad die beste Basis. Rechne mit einem langen Tag, eigenem Wasser und festen Schuhen.

Sljeme über Zagreb: am leichtesten

Wenn du gar nichts planen willst, fahr auf den Sljeme (1.033 m) über Zagreb. Hinauf kommst du mit der Seilbahn oder auf vielen markierten Wegen unterschiedlicher Länge, du kannst dir den Ausflug also zuschneiden, vom halbstündigen Spaziergang bis zur Tagesrunde. Ideal zum Warmlaufen oder als Ausflug mit Kindern.

Dinara Wanderung Schritt für Schritt

Auf den höchsten Berg Kroatiens gibt es einen einzigen vernünftigen Ausgangspunkt, und die Zahlen solltest du vorher kennen, denn es ist eine lange Tour ohne Schatten.

  • Start: der Weiler Glavaš bei der Berghütte auf rund 550 Metern (die Quellen nennen 550 bis 570 m), nicht weit von der Quelle der Cetina.
  • Länge und Höhenmeter: etwa 15,5 bis 16,5 Kilometer hin und zurück bis zum Sinjal auf 1.831 Metern. Beim Höhenunterschied liest du entweder rund 1.280 Meter (reine Differenz zwischen Start und Gipfel) oder 1.350 Meter (alle Anstiege zusammengezählt, inklusive der Zwischenaufstiege am Kamm). Beides stimmt, es wird nur anders gerechnet.
  • Zeit: Plane insgesamt rund sieben Stunden ein.
  • Schwierigkeit: konditionell fordernd, technisch leicht. Du brauchst weder Sicherung noch Klettererfahrung, nur Ausdauer.
  • Wasser: Ein Brunnen steht direkt an der Hütte am Start. Die Quelle Gornji Glavaš auf etwa tausend Metern ist im Spätsommer oft trocken, du trägst dein Wasser also komplett selbst.
  • Abstieg: auf demselben Weg oder über die westlichere Variante an der Hütte Drago Grubać vorbei, die auf 1.645 Metern die höchstgelegene Bergunterkunft Kroatiens ist.
  • Am Gipfel stehen ein roter Unterstand und ein Gipfelkreuz.

Wann gehen: im Frühling oder Frühsommer. Im Juli und August liegt die Route komplett in der Sonne, in der Mittagshitze ist sie kaum zu gehen. Unterwegs lohnt sich ein Halt an der Quelle der Cetina, einem der fotogensten Orte der ganzen Gegend.

Wann und wie auf die höchsten Berge Kroatiens

Die beste Zeit sind Frühling und Herbst, genauer Mai, Juni sowie September und Oktober. Dann ist es auf den Gipfeln angenehm, die Fernsicht ist gut, und im Karst läuft es sich viel leichter als in der Hitze. Im Juli und August raten wir auf den kahlen Bergen im Süden (Biokovo, Dinara, Velebit) klar von Tagestouren ab: Auf dem weißen Kalk ohne Schatten wirst du gegart, Überhitzung und Austrocknung sind eine echte Gefahr. Die bewaldeten Berge im Norden (Risnjak, Snježnik) vertragen den Sommer besser. Im Winter hält sich Schnee vor allem im Norden und an der Medvednica, wo auch Ski gefahren wird.

Anreise aus Deutschland: Mit dem Auto fährst du meist über Österreich und Slowenien (in beiden Ländern brauchst du eine Vignette), in Kroatien sind die Autobahnen mautpflichtig. Von München sind es nach unseren Routenberechnungen rund 520 Kilometer bis Rijeka, gut 730 bis Starigrad-Paklenica und etwa 920 bis Makarska; aus Frankfurt kommen jeweils rund 400 Kilometer dazu, aus Berlin fast 600. Wer nicht so weit fahren will, fliegt nach Split, Zadar oder Rijeka und nimmt dort einen Mietwagen, Direktflüge aus Deutschland gibt es vor allem in der Sommersaison, prüf die aktuellen Verbindungen. Vor Ort gilt: in den Süden (Biokovo, Mosor, Dinara) am besten über Split, auf den Velebit über Zadar und Starigrad-Paklenica, zu Risnjak und Učka über Rijeka. Ein Auto ist für die meisten Ausgangspunkte praktisch unverzichtbar, öffentliche Verkehrsmittel in die Berge gibt es kaum. Als Basis für Bergausflüge eignet sich Makarska hervorragend, die Stadt liegt direkt unter dem Biokovo.

💡 Tipp: Kroatischer Karst bedeutet so gut wie kein Wasser und keinen Schatten. Nimm mindestens zwei Liter Wasser pro Person mit, dazu Kopfbedeckung, Sonnencreme und feste Schuhe mit einer Sohle, die scharfen Fels aushält. Sandalen auf dem Grat? Bitte nicht. Unterkünfte mit Parkplatz in Makarska findest du hier: Unterkünfte in Makarska →

Wohin als Nächstes

Häufige Fragen

Wie heißt der höchste Berg in Kroatien? Der höchste Berg Kroatiens ist die Dinara mit dem Gipfel Sinjal, 1.831 Meter über dem Meer. Er liegt an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina bei Knin und ist seit 2021 als Naturpark Dinara geschützt. Der noch höhere Troglav (1.913 m) gehört zwar zum selben Massiv, steht aber in Bosnien.

Hat Kroatien viele hohe Berge? Mehr als man vom Strand aus denkt. Acht Gebirge haben einen Gipfel über 1.500 m auf kroatischem Boden: Dinara (1.831 m), Biokovo mit dem Sveti Jure (1.762 m), Velebit mit dem Vaganski vrh (1.757 m), Plješevica mit dem Ozeblin (1.657 m), Velika Kapela mit der Bjelolasica (1.533 m), Risnjak (1.528 m), Svilaja mit dem Bat (1.508 m) und Snježnik (1.506 m).

Von welchem Berg in Kroatien hat man den besten Blick aufs Meer? Ganz klar vom Biokovo (Sveti Jure, 1.762 m) über der Makarska Riviera. Die Felswand fällt direkt zur Adria ab, du schaust über das Meer auf Brač und Hvar und an klaren Tagen bis Italien. Einen großartigen Meerblick haben auch der Velebit, die Učka und der Mosor über Split.

Hat Kroatien Alpen? Nicht im engeren Sinn. Die Berge Kroatiens gehören fast alle zu den Dinariden, die oft Dinarische Alpen genannt werden. Das ist ein Kalkgebirge, das sich entlang der Küste von Istrien bis Dalmatien und weiter nach Bosnien und Montenegro zieht. Im Nordwesten, in Slowenien, schließen die Dinariden an die Südalpen an.

Kann man mit dem Auto auf den Sveti Jure fahren? Ja. Auf das Biokovo führt eine kostenpflichtige, schmale Bergstraße fast bis zum Gipfel des Sveti Jure, pro Stunde lässt der Park allerdings nur 20 Fahrzeuge hinein. Auch auf die Učka in Istrien kommst du mit dem Auto bis kurz unter den Vojak, und auf den Sljeme bei Zagreb fährt eine Seilbahn. Dinara, Velebit und Plješevica dagegen musst du zu Fuß besteigen.

Wann ist die beste Reisezeit zum Wandern in Kroatien? Im Frühling (Mai und Juni) und im Herbst (September und Oktober), wenn es angenehm ist und die Fernsicht gut. Im Juli und August herrscht auf den kahlen Bergen im Süden ohne Schatten extreme Hitze, von Tagestouren dort raten wir im Sommer ab. Die Wälder im Gorski kotar sind dann die bessere Wahl.

Was kostet der Eintritt zum Biokovo Skywalk? Der Skywalk ist im Eintritt in den Naturpark Biokovo enthalten. Der kostet laut Preisliste 2026 im April, Mai und Oktober 10 € und von Juni bis September 15 € pro Erwachsenem, Kinder unter sieben Jahren sind frei. Von November bis März ist der Park offiziell geschlossen.

Was brauche ich zum Wandern in den kroatischen Bergen? Vor allem Wasser. Im Karst gibt es praktisch keine Quellen und keinen Schatten, nimm also mindestens zwei Liter pro Person mit, dazu Kopfbedeckung, Sonnencreme und vor allem feste Schuhe. Der scharfe Kalk macht Sandalen und billige Turnschuhe schnell kaputt.

Welcher Berg in Kroatien eignet sich für einen Ausflug mit Kindern? Der Sljeme (1.033 m) über Zagreb mit seiner Seilbahn und kurzen Wegen, die Učka in Istrien, auf die du bis kurz unter den Vojak fahren kannst, und der Biokovo Skywalk, wo Kinder unter sieben Jahren keinen Eintritt zahlen. Überall kommst du ohne anstrengenden Aufstieg aus.

Wie hoch ist das Velebit-Gebirge? Der Velebit ist mit rund 145 Kilometern das längste Gebirge Kroatiens, sein höchster Gipfel Vaganski vrh erreicht 1.757 Meter. Er liegt im südlichen Velebit über dem Nationalpark Paklenica, direkt daneben steht das kaum niedrigere Sveto brdo (1.752 m).

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