Reisen · 24.8.2026

Klettersteige im Salzkammergut: 16 Routen in Österreich mit Schwierigkeitsgrad

Rakousko ferraty

Aktualizováno 23.9.2026

Von München bist du in gut zwei Stunden am Wolfgangsee, und dort beginnt eine Gegend, in der fast jeder Berg über einem See ein Stahlseil trägt. Die Klettersteige im Salzkammergut sind so dicht gesät wie in wenigen anderen Ecken Österreichs: morgens die Drachenwand über dem Mondsee, nachmittags ein kurzer Steig am Gosausee und abends mit nassen Haaren vom Attersee zurück ins Quartier. Wir haben dir 16 Klettersteige in Österreich nach Regionen und Schwierigkeit zusammengestellt, zehn davon im Salzkammergut, dazu Dachstein, Totes Gebirge, Rax und Hochschwab. Du erfährst, welcher Steig wirklich für den Anfang taugt und welcher nur auf Instagram leicht aussieht, was in den Rucksack gehört, wann die Saison läuft und wie weit die Anfahrt aus Deutschland ist.

Klettersteige im Salzkammergut auf einen Blick

  • Das Salzkammergut gehört zu den dichtesten Klettersteigregionen Österreichs, rund um Attersee, Mondsee, Wolfgangsee, Traunsee und Gosausee. Von München bist du in gut zwei Stunden dort, von Nürnberg in knapp vier.
  • Geklettert wird nach der Schall-Skala von A bis E. Der Grad gilt für die schwierigste Stelle, nicht für die ganze Tour. In den Alpen fühlt sich ein C wegen Länge und Ausgesetztheit oft schwerer an, als du es von kurzen Steigen kennst, also nimm dir beim ersten Mal einen Grad weniger vor.
  • Das bekannteste Fotomotiv ist die Himmelsleiter am Donnerkogel über dem Gosausee, eine 40 Meter lange Leiterbrücke zwischen zwei Felsen. Der Steig selbst ist C/D und kein Einsteigerziel.
  • Österreichische Klettersteige sind lang. Eine Stunde am Seil ist hier kurz, viele Touren dauern mit Zu- und Abstieg fünf bis sechs Stunden, der Priel-Klettersteig sogar einen ganzen langen Tag.
  • Zu vielen Steigen fährt eine Seilbahn, etwa auf die Katrin bei Bad Ischl oder auf den Krippenstein. Das verkürzt den Tag enorm, aber prüf die Betriebszeiten, die letzte Talfahrt ist oft schon am späten Nachmittag.
  • Die Saison läuft grob von Juni bis Oktober. In höheren Lagen liegt im Juni oft noch Schnee in den Rinnen.
  • Das Wetter kippt schnell. Nachmittagsgewitter sind in den Alpen die Regel, nicht die Ausnahme, und am Stahlseil sind sie lebensgefährlich.

Was Klettersteige im Salzkammergut und in den Alpen anders macht

Wenn du bisher vor allem kurze Steige aus dem Mittelgebirge oder einem Klettersteiggarten kennst, erwarten dich in Österreich ein paar Unterschiede, die weniger mit der Höhe zu tun haben als mit dem ganzen Tag drumherum:

  • Länge. Ein kurzer Steig ist nach einer halben Stunde vorbei. Ein alpiner Klettersteig in Österreich hat oft mehrere Hundert Höhenmeter am Seil, und mit Zu- und Abstieg wird daraus eine Tagestour.
  • Schwierigkeit. In Deutschland und Österreich gilt die Schall-Skala von A (leicht) bis E (extrem schwierig), ganz vereinzelt gibt es noch Varianten darüber. Der Grad beschreibt die schwierigste Stelle. Kondition, Ausgesetztheit und Länge stecken nicht darin, und genau die machen ein alpines C oft härter als ein C im Klettergarten.
  • Zu- und Abstieg. Selten stehst du fünf Minuten nach dem Parkplatz am Einstieg. Oft steigst du eine Stunde auf, und nach dem Ausstieg wartet noch einmal so viel Abstieg auf markierten Wegen, manchmal auf der ganz anderen Seite des Berges.
  • Wetter. In den Alpen schlägt das Wetter innerhalb einer Stunde um, und Gewitter am Nachmittag sind normal. Los geht es deshalb früh am Morgen.
  • Hütten. Ein großer Vorteil ist das dichte Netz an Berghütten. Dort kannst du übernachten und eine lange Tour auf zwei Tage verteilen.

Der häufigste Fehler beim ersten Alpen-Klettersteig: den Steig nur nach dem Schwierigkeitsgrad auszusuchen und die Gesamtdauer zu unterschätzen. Rechne immer Zustieg, Abstieg und einen Puffer fürs Wetter dazu. „Drei Stunden“ im Topo heißt oft drei Stunden am Seil, nicht drei Stunden vom Auto zurück zum Auto.

Klettersteige im Salzkammergut in Österreich

16 Klettersteige in Österreich nach Regionen

Du fährst sowieso in die Berge und willst dem Wandern ein bisschen Würze geben? Dann bist du hier richtig. Die Klettersteige in Österreich sind wunderschön, und wir sind sicher, dass du dich genauso in sie verliebst wie wir. Hinter jedem Namen steht der Schwierigkeitsgrad der schwierigsten Stelle nach der Schall-Skala.

Salzkammergut: Klettersteige über den Seen

1. Intersport-Klettersteig am Donnerkogel und Himmelsleiter, Gosau (C/D). Der bekannteste Klettersteig der Region führt auf den Großen Donnerkogel (gut 2.050 m) am Nordwestende des Gosaukamms. Seine Ikone ist die Himmelsleiter: eine rund 40 Meter lange Leiterbrücke, seit 2017 frei über dem Abgrund gespannt, auf der ein Großteil aller Fotos von österreichischen Klettersteigen entsteht. Von der Bergstation der Gosaukammbahn sind es etwa 25 Minuten bis zum Einstieg. Die Leiter lässt sich umgehen, der Steig bleibt trotzdem anspruchsvoll, und an schönen Wochenenden staut es sich an der Leiter. Für den allerersten Versuch ist er nichts.

2. Attersee-Klettersteig auf den Mahdlgupf (D). Ein Steig direkt über dem Attersee bei Weißenbach, vor allem im oberen Teil mit Tiefblicken auf das Wasser unter dir. Er gehört zu den beliebtesten in Oberösterreich, ist aber lang, kraftraubend und seit 2020 gleich am Anfang mit einer Schlüsselstelle im Bereich D/E versehen, damit Ungeübte gar nicht erst einsteigen. Wer ihn schafft, springt danach in den See, und diese Kombination macht ihn so besonders.

3. Drachenwand-Klettersteig, Mondsee (C). Die Drachenwand über St. Lorenz am Mondsee ist ein langer, ausgesetzter Steig mit großartigem Blick über den See und eine der Klassiker der Gegend. Rechne mit etwa viereinhalb Stunden für die ganze Runde. Weil er so beliebt ist, sind die Parkplätze am Wochenende schnell voll, und unter dem Wandfuß besteht Steinschlaggefahr durch Vorausgehende, also Helm schon vorher aufsetzen.

4. Postalmklamm-Klettersteig, Wolfgangsee (D). Ein Klettersteig durch eine Klamm, am Wasser entlang, und damit ein ganz anderes Erlebnis als eine offene Wand. Nach einer breiten Hängebrücke wird die Schlucht immer enger, gegen Ende kommen ein Spreizsprung und eine wackelige Seilbrücke. An der Schlusswand gibt es zusätzliche, sehr schwere Varianten, die du auch umgehen kannst. Anfahrt vom Wolfgangsee über die mautpflichtige Postalmstraße. An heißen Tagen herrlich kühl, aber mit D kein Anfängersteig.

5. Laserer-alpin-Klettersteig, Gosausee (B/C). Ein Steig direkt über dem Vorderen Gosausee mit Blick auf den Dachstein. Nach nur 15 Minuten vom Parkplatz stehst du am Einstieg, danach geht es über eine lange Strickleiter und am Ende über eine lange Seilbrücke, beide mit ordentlich Luft unter den Füßen. Mit etwa eineinhalb Stunden ist er kurz und einer der freundlichsten Steige der Region.

6. Katrin-Klettersteig, Bad Ischl (B/C). Die Katrin-Seilbahn bringt dich in 15 Minuten auf rund 1.400 Meter, vom Einstieg trennen dich dann etwa 30 Minuten Fußweg. Der Steig selbst läuft luftig über eine Kante bis zum Gipfelkreuz auf 1.542 Metern und dauert nur 45 bis 60 Minuten. Das macht ihn zur vernünftigen Wahl für einen kürzeren Tag.

7. Gams-Klettersteig am Krippenstein, Obertraun (B/C). Über dem Hallstätter See, in einer Gegend, die du wegen Hallstatt ohnehin sehen willst. Mit der Dachstein-Krippenstein-Seilbahn fährst du in zwei Sektionen auf rund 2.100 Meter, der Einstieg liegt nur wenige Minuten unter der Bergstation. Rechne für die Tour mit etwa dreieinhalb Stunden.

8. Naturfreundesteig auf den Traunstein (B). Die klassische Route auf den markanten Berg über dem Ostufer des Traunsees. Technisch ist sie mit B nicht schwer, aber mit über 1.000 Höhenmetern im Aufstieg und rund sechseinhalb Stunden eine echte Konditionstour. Oben am Gipfelplateau stehen gleich zwei Hütten, das Naturfreundehaus und die Gmundner Hütte.

9. HTL-Wels-Klettersteig am Alberfeldkogel, Traunsee (C/D). Ein kurzer Steig von etwa 400 Metern Länge über dem Traunsee, den du von der Bergstation der Feuerkogelbahn in Ebensee erreichst. Kurz heißt hier aber nicht leicht: Die Route an einer luftigen Gratkante hat Stellen bis C/D. Gut, wenn du den Traunsee von oben willst, ohne einen ganzen Tag zu investieren, und schon ein paar Steige hinter dir hast.

10. Mein-Land-Dein-Land-Klettersteig, Bad Goisern (C). Ein kurzer Schluchtsteig am Predigtstuhl über Bad Goisern mit Seilbrücke und Leiter, beliebt bei allen, die im Salzkammergut einmal etwas anderes als die Klassiker klettern wollen. Der Einstieg ist nicht ausgeschildert und schwer zu finden, nimm also eine Offline-Karte mit. Er lässt sich gut mit den benachbarten Steigen Leadership und Ewige Wand zu einer Runde verbinden. Am Ewige-Wand-Steig gilt vom 1. März bis 15. Juni eine Sperre wegen brütender Wanderfalken.

Dachstein und Totes Gebirge

11. Schulteranstieg auf den Hohen Dachstein (C, sonst A/B bis B). Der Weg auf den höchsten Gipfel Oberösterreichs und der Steiermark (2.995 m) ist die hochalpinste Tour dieser Liste. Von der Bergstation der Dachstein-Gletscherbahn über Ramsau geht es über den Hallstätter Gletscher zur Seethalerhütte und von dort über die Schulter zum Gipfel. Der Einstieg ist je nach Schnee- und Gletscherstand bis C, danach wird es deutlich leichter. Du brauchst aber neben dem Klettersteigset auch Gletscherausrüstung und Erfahrung damit, und das Wetter ist hier oben rauer als unten an den Seen. Der alte Normalweg über den Randkluftsteig gilt wegen Gletscherspalten inzwischen als heikel.

12. Priel-Klettersteig auf den Großen Priel, Hinterstoder (D). Ein Mega-Klettersteig im Toten Gebirge: rund 900 Höhenmeter und über zwei Kilometer durchgehendes Stahlseil bis zum roten Gipfelkreuz auf 2.515 Metern, dem höchsten Punkt des Gebirges. Unten warten Seilbrücken, Höhlen und Überhänge im Grad D, oben ein langer, ausgesetzter Grat. Mit Zu- und Abstieg kommen über 2.000 Höhenmeter zusammen. Das ist eine echte Hochtour mit Sicherung, kein Nachmittagsspaß, und unserer Meinung nach am besten mit einer Hüttenübernachtung auf zwei Tage verteilt.

13. Loser Panorama-Klettersteig „Sisi“, Altaussee (D). Ein sportlicher, rasanter Steig auf den Loser mit viel Luft unter den Füßen und weitem Blick über das Ausseerland und den Altausseer See. Der Name verrät, worum es hier vor allem geht. Über die mautpflichtige Loser-Panoramastraße fährst du bis zum Parkplatz bei der Loserhütte, der Zustieg ist dann kurz. Für die Runde reichen etwa drei Stunden.

Klettersteig in Österreich

Niederösterreich und Steiermark

14. Hans-von-Haid-Steig, Rax (C/D). Ein Rax-Klassiker und einer der traditionsreichen gesicherten Steige südwestlich von Wien. Ausgangspunkt ist der Griesleitenhof bei Prein an der Rax, bis zum Einstieg brauchst du schon gut eine Stunde, insgesamt rund sechs. Aus Deutschland ist die Rax weit, von Wien aber nur gut 90 Kilometer, also ideal, wenn du einen Städtetrip nach Wien mit einem Bergtag verbinden willst.

15. Kaiser-Franz-Josef-Klettersteig, Seemauer bei Eisenerz (D). Ein extrem langer Sportklettersteig durch die rund 860 Meter hohe Seemauer über dem Leopoldsteiner See, am Westrand der Hochschwabgruppe. Die schwierigsten Stellen, zwei überhängende D-Passagen, kommen gleich in der Einstiegswand. Wer dort Probleme hat, kann über den leichten Kaisersteig aussteigen. Zum Schluss wartet eine fotogene Doppelseilbrücke. Die Gegend ist wild und deutlich weniger überlaufen als das Salzkammergut.

16. Tristans Kirchbogensteig an den Spielmäuern, Hochsteiermark (C). Ein Steig im Klettersteigpark bei Wegscheid zwischen Hochschwab und Veitschalpe, angelegt von den Naturfreunden Mariazell. Beliebt wegen seines Charakters, am Ende kletterst du durch eine Höhle, und wegen der Ruhe ringsum. Mit gut zwei Stunden ist er überschaubar, gleich daneben liegen ein leichterer Steig (B/C) und ein schwerer (D).

Dein erster Klettersteig im Salzkammergut

Wenn du zum ersten Mal für einen Klettersteig nach Österreich fährst, halte dich an drei Regeln:

  • Nimm einen Steig mit Seilbahn oder kurzem Zustieg. Du sparst dir eine Stunde Aufstieg und hast die Kraft dort, wo du sie brauchst.
  • Geh einen Grad tiefer, als du dir zutraust. Wenn du zu Hause kurze C-Steige kletterst, fang in den Alpen mit B oder B/C an.
  • Such dir eine Region mit mehreren Steigen nebeneinander, zum Beispiel das Salzkammergut. So kannst du vor Ort umplanen, wenn das Wetter oder die Form nicht mitspielt.

Die vernünftigsten ersten Ziele sind der Katrin-Klettersteig bei Bad Ischl dank Seilbahn und kurzer Kletterzeit sowie der Laserer alpin am Gosausee mit nur 15 Minuten Zustieg, beide B/C. Wenn du schon etwas Übung hast, passt der Gams-Klettersteig am Krippenstein, ebenfalls B/C, aber auf gut 2.000 Metern. Mehr zu Technik, Ausrüstung und den Graden A bis C findest du in unserem Ratgeber Klettersteig für Anfänger.

Klettersteige in Österreich

Ausrüstung und Regeln

Die Grundausstattung ist dieselbe wie auf jedem Klettersteig, nur mit dem Bewusstsein, dass du hier im Hochgebirge unterwegs bist:

  • Klettersteigset nach EN 958, Hüftgurt und Helm. Ohne diese drei gehst du nicht in den Steig, und ohne sie hilft dir auch der schönste Blick nichts.
  • Handschuhe, denn österreichische Klettersteige sind lang und das Stahlseil ruiniert dir sonst die Hände.
  • Kleidung im Zwiebelprinzip und eine Regenjacke. Oben ist es gut zehn Grad kälter als im Tal, und der Wind macht es noch schlimmer.
  • Genug Wasser, mindestens zwei Liter pro Person. Unterwegs kannst du meist nirgends nachfüllen.
  • Stirnlampe, falls die Tour knapp an der Dämmerung endet.
  • Geladenes Handy und die Nummer der Bergrettung. In Österreich ist das der Alpinnotruf 140, der Euronotruf 112 funktioniert ebenfalls.

Kläre die Versicherung vorher. Einen Einsatz der Bergrettung oder einen Hubschrauber nach einem Freizeitunfall zahlst du in Österreich selbst, und das sind schnell mehrere Tausend Euro. Viele Reise- und Unfallversicherungen zählen Klettersteige zu den Risikosportarten und schließen sie aus, lies also nach, ob gesicherte Steige ausdrücklich abgedeckt sind. Die einfachste Lösung ist eine Mitgliedschaft im Alpenverein: Beim Deutschen Alpenverein bist du über den Alpinen Sicherheitsservice für Such-, Bergungs- und Rettungskosten bis 50.000 Euro versichert.

Beste Reisezeit für Klettersteige in Österreich

  • Juni: Saisonstart, aber über 2.000 Metern liegt oft noch Schnee in den Rinnen, und manche Steige sind noch gesperrt.
  • Juli und August: Hauptsaison mit den besten Bedingungen, aber vollen Hütten, vollen Steigen und den meisten Nachmittagsgewittern. Spätestens im August haben auch Bayern und Baden-Württemberg Sommerferien, dann wird es besonders am Wochenende voll.
  • September: für uns der beste Monat. Stabileres Wetter, weniger Leute, und die Hütten haben noch offen.
  • Oktober: traumhafte Farben und Ruhe, aber kurze Tage und Gefahr des ersten Schnees. Die Seilbahnen schließen nach und nach.

Egal wann du fährst, brich früh am Morgen auf. In den Alpen bauen sich Gewitter typischerweise am Nachmittag auf, und genau dann am Stahlseil eingehängt zu sein, ist das Letzte, was du willst.

Anfahrt aus Deutschland

Das Salzkammergut liegt für Süddeutsche fast vor der Haustür. Von München sind es nach Bad Ischl rund 200 Kilometer oder zweieinhalb Stunden, von Nürnberg knapp 380 Kilometer (etwa vier Stunden), von Stuttgart gut 440 Kilometer (knapp fünf Stunden) und von Frankfurt rund 560 Kilometer (etwa sechs Stunden). Aus Dresden sind es rund 490 Kilometer, aus Berlin gut 740 Kilometer (knapp acht Stunden), aus Düsseldorf fast 790 und aus Hamburg rund 950 Kilometer. Aus dem Norden lohnt es sich deshalb, den Urlaub gleich auf eine Woche anzulegen. Wer nicht selbst fahren will, kommt mit dem Zug über Salzburg oder Attnang-Puchheim auf die Salzkammergutbahn, die unter anderem in Ebensee, Bad Ischl, Bad Goisern, Hallstatt und Obertraun hält. Nach Ramsau am Dachstein und nach Hinterstoder ist es von München nur etwas weiter (rund 220 bis 270 Kilometer), zur Rax und nach Eisenerz dagegen deutlich weiter (Rax gut 400 Kilometer), dafür liegen sie nah an Wien.

Die österreichische Vignette ist auf Autobahnen Pflicht und gibt es auch digital, zum Beispiel als 10-Tages-Vignette für 12,80 Euro (Stand 2026). Achtung, einige Bergstraßen kosten zusätzlich eigene Maut, auf unserer Liste etwa die Postalmstraße und die Loser-Panoramastraße.

Übernachten

  • Berghütten direkt in den Klettersteiggebieten, oft von Alpenvereinen betrieben. Mitglieder übernachten deutlich günstiger. In der Saison früh reservieren, die Hütten sind oft ausgebucht.
  • Campingplätze an den Seen im Salzkammergut, die günstigste Variante und im Sommer richtig schön.
  • Pensionen im Tal, zum Beispiel in Gosau, Bad Goisern oder am Mondsee.

Unterkünfte in den Klettersteigregionen kannst du auf einer Karte über Stay22 vergleichen.

Häufige Fragen zu Klettersteigen im Salzkammergut und in Österreich

Wo gibt es im Salzkammergut die meisten Klettersteige?Rund um Attersee, Mondsee, Wolfgangsee, Traunsee und Gosausee sowie am Krippenstein über Obertraun. Von München aus erreichst du die Region in gut zwei Stunden, und weil dort Steige aller Schwierigkeitsgrade dicht nebeneinander liegen, kannst du vor Ort je nach Wetter und Form umplanen.

Welche Schwierigkeitsgrade haben Klettersteige in Österreich?In Österreich und Deutschland gilt die Schall-Skala von A (leicht) bis E (extrem schwierig), ganz vereinzelt gibt es noch schwerere Varianten. Der Grad bezieht sich auf die schwierigste Stelle. Weil alpine Steige in Österreich lang sind und dazu noch Zu- und Abstieg kommen, fühlt sich ein C dort oft härter an als auf einem kurzen Steig.

Wie schwer ist der Donnerkogel-Klettersteig mit der Himmelsleiter?Der Intersport-Klettersteig auf den Großen Donnerkogel bei Gosau hat Stellen bis C/D, dazwischen aber auch längere leichtere Abschnitte. Die Himmelsleiter ist eine rund 40 Meter lange Leiterbrücke und lässt sich umgehen. Mit Seilbahn und Abstieg ist das eine Tour von mehreren Stunden und nichts für den allerersten Klettersteig.

Zahlt die Reiseversicherung einen Klettersteigunfall?Oft nicht, weil viele Versicherungen Klettersteige zu den Risikosportarten zählen. Einen Einsatz der Bergrettung zahlst du in Österreich nach einem Freizeitunfall selbst, und mit Hubschrauber sind das schnell mehrere Tausend Euro. Prüf deshalb die Bedingungen oder werde Mitglied im Alpenverein, beim DAV sind Such-, Bergungs- und Rettungskosten bis 50.000 Euro abgedeckt.

Wann ist die beste Zeit für Klettersteige in Österreich?Der September: stabileres Wetter, weniger Leute, und Hütten wie Seilbahnen haben noch offen. Im Juni liegt in höheren Lagen oft noch Schnee und manche Steige sind gesperrt, im Juli und August ist es am vollsten und die Nachmittagsgewitter sind am häufigsten.

Welche Notrufnummer hat die Bergrettung in Österreich?Der Alpinnotruf ist 140. Der Euronotruf 112 funktioniert ebenfalls. Lade vor der Tour dein Handy auf und prüf, ob du am Berg Empfang hast.

Welcher Klettersteig im Salzkammergut ist für Anfänger geeignet?Einer mit kurzem Zustieg oder Seilbahn und einen Grad leichter, als du dir zu Hause zutraust. Gute erste Ziele sind der Katrin-Klettersteig bei Bad Ischl und der Laserer alpin am Gosausee, beide B/C. Der Drachenwand-Klettersteig (C) passt, sobald du ein paar Steige hinter dir hast.

Wie weit ist es aus Deutschland zu den Klettersteigen im Salzkammergut?Von München nach Bad Ischl sind es rund 200 Kilometer oder zweieinhalb Stunden, von Nürnberg etwa vier und von Frankfurt etwa sechs Stunden. Aus Berlin oder Hamburg musst du mit acht bis zehn Stunden rechnen. Vergiss die österreichische Vignette nicht.

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