Aktualizováno 23.9.2026
Wer von Sipadan Tauchen träumt, landet früher oder später in Semporna, einem staubigen Hafenstädtchen im Südosten von Sabah. Schön ist es nicht: Der Ort wirkt arm, viele Häuser stehen auf Stelzen über dem Wasser, und hier leben die Bajau Laut, die man auch „Seenomaden“ oder „Sea Gypsies“ nennt. Aber genau von hier legen die Boote zu den Inseln ab, die sich bis fast an die Grenze zu den Philippinen ziehen: Riffe, auf denen du beim Schnorcheln Schildkröten zählst, und kleine Inseln mit so hellem Sand, dass sie wie gemalt aussehen. Wir sind damals mit dem Auto quer über halb Borneo hierher gefahren. Die Fahrt war eine Tortur, gelohnt hat sie sich trotzdem. Hier erfährst du, warum alle nach Semporna wollen und worauf du achten solltest.

In den Lagunen des Parks leben bis heute die Bajau Laut, die Seenomaden, die man auch „Sea Gypsies“ nennt. Über Generationen verbringen sie den größten Teil ihres Lebens auf hölzernen Booten, den sogenannten Lepa, oder in Hütten auf Stelzen direkt über den Riffen, und ihre Verbindung zum Meer ist außergewöhnlich eng. Viele von ihnen sind jedoch staatenlos und leben in großer Armut. Begegne ihnen deshalb mit Feingefühl.

Am sinnvollsten rechnest du mit einem Paket: Die meisten Anbieter verkaufen mehrtägige Aufenthalte „alles inklusive“ (Unterkunft, Essen, Tauchgänge und einen oder mehrere Tage auf Sipadan). Für Nichttaucher ist Semporna dagegen eines der günstigeren tropischen Ziele. Mit ein paar Euro am Tag fürs Essen und einem Inselhopping kommst du sehr gut zurecht. Was eine ganze Rundreise durch Malaysia kostet, haben wir im Artikel Malaysia Urlaub zusammengerechnet.



Sipadan Tauchen und Semporna auf einen Blick
- Was ist Semporna: eine Kleinstadt in Sabah, dem malaysischen Teil Borneos, und der Ausgangspunkt fürs Tauchen und Schnorcheln an Sipadan, Mabul, Kapalai und Mataking.
- Reisezeit: ruhigeres Meer meist von März bis Oktober, bei der besten Sicht gehen die Meinungen der Tauchbasen auseinander (mehr dazu unten). Sipadan ist jedes Jahr im November komplett gesperrt, 2026 vom 1. bis 30. November.
- Anreise: Flug nach Tawau (ab Kota Kinabalu knapp eine Stunde, auch ab Kuala Lumpur), dann gut 80 Kilometer mit dem Auto nach Semporna, von dort 40 bis 60 Minuten mit dem Boot auf die Inseln.
- Sipadan: Die Zahl der Permits pro Tag ist streng begrenzt, lange waren es rund 176. Du bekommst sie nur über einen lizenzierten Anbieter im Paket. Ein Tauchtag auf Sipadan kostet grob 1.200–1.500 MYR (ca. 255–320 €).
- Kein Tauchschein? Kein Problem: Schnorchel-Inselhopping (Mabul, Kapalai, Sibuan, Bohey Dulang) gibt es ab etwa 200–300 MYR (ca. 45–65 €).
- Früh buchen: für Sipadan ruhig zwei bis drei Monate im Voraus, die meisten Pakete haben mindestens drei Nächte.
- Sicherheit: Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen an die Ostküste Sabahs ab und dringend von Reisen auf die vorgelagerten Inseln. Lies die aktuellen Hinweise, bevor du buchst.
Warum Semporna? Weil hier Sipadan Tauchen möglich ist
Machen wir uns nichts vor: Nach Semporna fährt niemand wegen Semporna. Die Stadt ist laut, voll und nach einer halben Stunde hast du alles gesehen. Sie ist ein Umschlagplatz, an dem du dein Paket abholst, Wasser für die nächsten Tage kaufst und aufs Boot steigst. Spannend wird es erst draußen auf dem Meer. Ein paar Dutzend Kilometer vor der Küste liegt eine Inselgruppe, die zur absoluten Weltspitze beim Tauchen zählt: Sipadan mit Steilwänden, die ins tiefe Blau abfallen, Mabul und Kapalai, berühmt fürs „Muck Diving“ (die Suche nach winzigen, bizarren Tieren im Sand), und das ruhigere, luxuriösere Mataking.Für wen lohnt sich das? Für zertifizierte Taucher ist Semporna eines der Ziele, die sie unbedingt im Logbuch haben wollen. Aber keine Sorge, auch ohne Tauchschein kommst du auf deine Kosten: Das Schnorcheln hier gehört zum Schönsten, was Asien zu bieten hat, und einen Tagesausflug zu mehreren Inseln mit türkisfarbener Lagune und weißem Sand schafft wirklich jeder.
Sipadan Tauchen: die beste Reisezeit
Tauchen und schnorcheln kannst du vor Semporna das ganze Jahr. Das Wasser hat konstant angenehme 27 bis 30 °C, und das Meeresleben ist immer da. Den Unterschied machen vor allem das Wetter über Wasser und die Sicht darunter. Am angenehmsten ist es meist von März bis Oktober, wenn das Meer ruhiger ist und die Bootsfahrten entspannter verlaufen. Bei der besten Sicht (oft 20 bis 40 Meter) sind sich die Tauchbasen nicht einig: Manche schwören auf Juli bis September, andere wie Scuba Junkie auf Mabul nennen Februar bis Juni und Oktober bis Dezember als Zeit mit ruhigem Meer und klarer Sicht und rechnen im Hochsommer mit etwas mehr Welle. Von November bis Februar regnet es häufiger und das Meer ist rauer, getaucht wird aber auch dann ganz normal.Für die Planung aus Deutschland heißt das: Die Sommerferien passen gut, Ostern und Pfingsten ebenfalls. Nur den November solltest du meiden, wenn Sipadan der Hauptgrund deiner Reise ist. Einen Überblick über das Wetter in ganz Malaysia findest du in unserem Artikel zur Malaysia beste Reisezeit.💡 Tipp, wichtig für 2026: Sipadan ist den ganzen November 2026 komplett gesperrt (kein Tauchen, kein Schnorcheln, kein Anlanden) und öffnet wieder am 1. Dezember. Die Sperre wiederholt sich jedes Jahr, damit sich das Riff erholen kann. Wenn du vor allem wegen Sipadan kommst, lass den November aus und frag deinen Anbieter nach dem genauen Termin.
Anreise nach Semporna: von Deutschland bis an die Jetty
Einen Direktflug aus Deutschland nach Borneo gibt es nicht. Von Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg fliegst du mit mindestens einem Umstieg nach Kuala Lumpur oder Kota Kinabalu und von dort weiter. Der nächste Flughafen ist nicht Semporna, sondern Tawau (TWU). Am häufigsten führt die Route über Kota Kinabalu, die Hauptstadt Sabahs: Von dort fliegst du knapp eine Stunde nach Tawau. Die Strecke bedienen AirAsia und Malaysia Airlines, und wer früh bucht, bekommt die Tickets meist günstig. Ab Kuala Lumpur geht es ebenfalls nach Tawau. Vom Flughafen Tawau sind es dann laut Routenplaner gut 80 Kilometer und etwa 75 Minuten bis Semporna (Taxi oder Transfer). Die meisten Tauchbasen holen dich gegen Aufpreis direkt am Flughafen Tawau ab und bringen dich nach Semporna. Das ist die bequemste Lösung.Wer Zeit hat und sparen will, nimmt ab Kota Kinabalu den Bus über Nacht oder am Morgen (Abfahrten meist gegen 7:30 Uhr und am Abend). Für gut 500 Straßenkilometer bist du aber rund 9 bis 10 Stunden unterwegs, das ist eher etwas für Hartgesottene. Flüge und Termine vergleichst du über Kayak →.Auf die Inseln geht es dann vom Hafen in Semporna (Seafest Jetty). Nach Mabul brauchst du 40 bis 60 Minuten, die Transferboote legen meist am Vormittag ab (oft gegen 10:00 und 12:30 Uhr). Landest du erst am späten Nachmittag, verbringst du die erste Nacht in Semporna und fährst am nächsten Tag hinüber.💡 Tipp: Plane deine Ankunft in Tawau für den Vormittag. Dann erwischst du das Mittagsboot und sparst dir eine überflüssige Nacht in Semporna. Umgekehrt solltest du am Tag vor dem Rückflug schon wieder auf dem Festland sein: Das Meer kann das Boot am Morgen aufhalten, und deinen Anschluss nach Kuala Lumpur willst du nicht verpassen.
Sipadan Permit: Kontingent, Preise und Regeln
Sipadan ist die einzige ozeanische Insel Malaysias: Sie wächst wie ein Schlot vom Meeresboden empor, und ihre Wände fallen Hunderte Meter in die Tiefe. Genau deshalb wimmelt es hier vor Leben: Schwärme von Barrakudas und Makrelen, unzählige Grüne und Echte Karettschildkröten, Riffhaie und die berühmte Höhle Turtle Tomb. Damit das so bleibt, hat die Parkverwaltung Sabah Parks strenge Schutzregeln und ein tägliches Permit-Kontingent eingeführt.Das Wichtigste, was du wissen musst:- Das Permit bekommst du nur über einen lizenzierten Anbieter. Du kannst es weder einzeln noch vor Ort kaufen. Es ist Teil eines Tauch- (oder Schnorchel-)Pakets, und der Anbieter stellt den Antrag für dich. Sabah Parks nimmt Buchungen bis zu sechs Monate im Voraus an.
- Die Zahl der Permits pro Tag ist streng begrenzt. Lange wurden nur etwa 176 Permits täglich vergeben. Seit 2026 melden mehrere Anbieter ein höheres Kontingent (grob um die 250 pro Tag). Die genaue Zahl und deinen Termin klärst du immer mit dem Anbieter, denn die Permits werden auf die einzelnen Basen verteilt und sind früh weg.
- Preis. Die Gebühren von Sabah Parks liegen für ausländische Taucher nach Angaben mehrerer lizenzierter Anbieter bei 350 MYR plus 100 MYR Naturschutzgebühr, also rund 450 MYR (ca. 96 €) pro Person und Tag. Für einen kompletten „Sipadan-Tag“ (Permit, drei Tauchgänge, Boot, Mittagessen) zahlst du beim Anbieter grob 1.200–1.500 MYR (ca. 255–320 €), das Permit ist darin schon enthalten.
- Anzahl der Tauchgänge. Seit Mai 2026 erlaubt Sabah Parks auf Sipadan wieder bis zu drei Tauchgänge pro Tag, vorher waren es jahrelang zwei. Nimm das als Standard, frag aber bei deinem Anbieter nach.
- Tauchschein. Die Wände fallen tief ab, und oft gibt es Strömung. Seit Oktober 2022 ist deshalb mindestens Advanced Open Water (oder ein gleichwertiges Brevet) Pflicht, und die Basen wollen auch Erfahrung im Logbuch sehen. Anfänger tauchen eher an Mabul.
💡 Tipp: Wenn du sicher nach Sipadan willst, nimm ein Paket mit drei oder mehr Nächten. Die meisten Anbieter garantieren einen „Sipadan-Tag“ nur bei längeren Aufenthalten, und je mehr Nächte, desto größer die Chance auf mehrere Tage. In der Hauptsaison (April bis August) buchst du am besten zwei bis drei Monate im Voraus.

6 Inseln rund um Semporna, die sich lohnen
Die Inselwelt vor Semporna besteht nicht nur aus Sipadan. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter. Mit dieser Übersicht stellst du dir dein Programm zusammen, je nachdem, ob du tauchst, schnorchelst oder vor allem am Strand liegen willst.1. Sipadan: der Weltklassiker an der Steilwand
Das Kronjuwel der Region und der Grund, warum die meisten überhaupt herkommen. Senkrechte Wände, Fischschwärme, Schildkröten an jeder Ecke und das Kribbeln der Tiefe. Auf Sipadan darf niemand übernachten: Alle Resorts liegen auf den Nachbarinseln, nach Sipadan fährst du nur tagsüber mit Permit zum Tauchen (siehe oben). Für zertifizierte Taucher Pflicht, für geübte Schnorchler ein Erlebnis fürs Leben.2. Mabul: Muck Diving und Basis für fast alle
Die belebteste Insel der Gegend und die wichtigste Unterkunftsbasis für Ausflüge nach Sipadan. Das flachere Wasser rund um Mabul ist ein Paradies fürs Muck Diving, also die Suche nach kleinen, seltsamen Lebewesen: Oktopusse, Seepferdchen, Anglerfische, Garnelen. Makrofotografen reisen gezielt deswegen an. Auf der Insel gibt es ein Dorf auf Stelzen, zahlreiche Resorts und Backpacker-Lodges, und auch abends ist hier noch Leben.3. Kapalai: Resort auf Stelzen über der Lagune
Kapalai ist eigentlich gar keine Insel, sondern eine Sandbank, auf der ein Wasserresort mit Bungalows auf Stelzen direkt über der türkisfarbenen Lagune steht. Ideal für entspanntes Makrotauchen und Schnorcheln direkt von der Terrasse und für die Romantik von „Wasser, so weit das Auge reicht“. Nach Sipadan ist es von hier nicht weit.4. Mataking: Ruhe, Strand und Privatsphäre
Etwas abseits vom Trubel liegt Mataking, eine Privatinsel mit weißem Strand, einem Korallengarten direkt vor dem Ufer und einem gehobenen Resort. Hier geht es um Ruhe und schönes Tauchen am Hausriff, auch für weniger Erfahrene, und bekannt ist die Insel für ihren „Unterwasser-Briefkasten“. Die richtige Wahl, wenn du Tauchen mit Urlaubsgefühl verbinden willst und nicht nur Flaschen schleppen.5. Bohey Dulang und die Schnorchelinseln: für Nichttaucher
Kein Tauchschein? Dann ist diese Gruppe genau richtig für dich. Bohey Dulang ist ein Teil eines alten, überfluteten Vulkankraters. Auf den Grat führt ein kurzer, aber steiler Aufstieg zu einem der fotogensten Aussichtspunkte Sabahs mit Blick auf die Lagunen unter dir. Die Nachbarinseln Sibuan, Mantabuan und Sabangkat locken mit flachen Korallengärten und Stränden wie auf einer Postkarte, perfekt für ein Schnorchel-Inselhopping ab Semporna (siehe unten).6. Pom Pom und Timba-Timba: Schildkröten und Strandruhe
Nicht weit vom Haupttrio liegt Pom Pom, eine Insel mit weißem Strand rundherum, gehobenen Resorts und einer Brutstation für Meeresschildkröten, wo Naturschützer in der Saison den frisch geschlüpften Jungtieren ins Meer helfen. Das nahe Timba-Timba ist eine winzige Sandzunge mit Korallengarten direkt vor dem Ufer und ein beliebter Stopp auf Tauch- und Schnorchelausflügen. Beide sind eine ruhigere Alternative zum trubeligen Mabul, mit schönem Hausriff und weniger Leuten.💡 Tipp: Die meisten dieser Inseln liegen in Schutzgebieten. Rechne also mit Eintrittsgebühren pro Insel (Mabul zum Beispiel etwa 50 MYR, ca. 11 €) und mit einem vorgeschriebenen Guide für den Aufstieg auf Bohey Dulang. Beides ist meist im Preis organisierter Ausflüge enthalten, frag aber vorher nach.
Tun Sakaran Marine Park und die Seenomaden der Bajau Laut
Die meisten Inseln für Nichttaucher gehören zum Tun Sakaran Marine Park (auch Semporna Islands Park genannt), der 2004 unter Schutz gestellt wurde. Er umfasst rund 350 km² Meer und acht Inseln, Sandbänke und Riffe, und mit dem Schnellboot bist du vom Hafen in Semporna in etwa einer halben Stunde dort. Genau hierher führt das klassische Schnorchel-Inselhopping.Das eindrucksvollste Erlebnis ist der Aufstieg auf Bohey Dulang, dessen Gipfel auf rund 353 Meter ansteigt. Zum Aussichtspunkt auf dem Grat führt ein kurzer, aber steiler und steiniger Pfad (grob 30 bis 45 Minuten hinauf), teils über Treppen. Oben belohnt dich der Blick auf die türkisfarbenen Lagunen der Nachbarinseln. Am Hang stößt du außerdem auf eine Aufzuchtstation für Riesenmuscheln, die zum Schutzprogramm des Parks gehört.
In den Lagunen des Parks leben bis heute die Bajau Laut, die Seenomaden, die man auch „Sea Gypsies“ nennt. Über Generationen verbringen sie den größten Teil ihres Lebens auf hölzernen Booten, den sogenannten Lepa, oder in Hütten auf Stelzen direkt über den Riffen, und ihre Verbindung zum Meer ist außergewöhnlich eng. Viele von ihnen sind jedoch staatenlos und leben in großer Armut. Begegne ihnen deshalb mit Feingefühl.💡 Tipp: Die Begegnung mit den Kindern der Bajau Laut an ihren Booten ist oft berührend, aber verteile weder Geld noch Süßigkeiten, das fördert nur das Betteln. Wenn du helfen willst, kauf etwas bei den Einheimischen oder spende an eine seriöse Organisation. Frag, bevor du Menschen aus der Nähe fotografierst, und respektiere ein Nein.
Schnorcheln oder tauchen? So entscheidest du dich
Die wichtigste Weichenstellung, denn sie bestimmt Budget und Programm:- Du bist zertifizierter Taucher (idealerweise Advanced): Dein Ziel ist Sipadan, dazu die Hausriffe vor Mabul, Kapalai oder Mataking. Nimm ein Paket mit mehreren Nächten, damit du Sipadan sicher bekommst.
- Du tauchst nicht, willst aber unter Wasser: Setz auf Schnorchel-Inselhopping, also ein Tag, drei Inseln, Mittagessen am Strand. Das Wasser ist so klar, dass du Schildkröten und Fischschwärme schon von der Oberfläche aus siehst.
- Du willst es zum ersten Mal ausprobieren: Die Basen bieten an Mabul auch „Try Dive“ bzw. Discover Scuba ohne Tauchschein an. Nach Sipadan kommst du damit aber nicht.
Unterkunft in Semporna und auf den Inseln
Im Grunde hast du drei Möglichkeiten, und sie unterscheiden sich im Preis wie in der Atmosphäre:Auf Mabul (am besten für Taucher)
Direkt auf der Insel zu wohnen heißt kürzere Wege zu den Tauchplätzen und abends Ruhe am Meer. Das Angebot reicht von Backpacker-Lodges bis zu Wasserresorts. Günstig sind zum Beispiel Mabul Backpackers → (Schlafsaal grob ab 25 € pro Nacht ohne Tauchen) oder die beliebte Uncle Chang’s Dive Lodge →. Meist bucht man aber ein Paket aus Unterkunft, Tauchen und Verpflegung, nicht nur ein Bett. Das ganze Angebot auf Mabul vergleichst du hier →.Auf Kapalai oder Mataking (Komfort und Ruhe)
Ein Wasserresort auf Stelzen über der Lagune (Kapalai) oder ein Strandresort mit viel Privatsphäre (Mataking) ist die teurere Variante. Dafür bekommst du Komfort, Vollpension und Tauchen „direkt vor der Tür“. Ideal, wenn du Tauchen und Urlaub verbinden willst.In Semporna auf dem Festland (am günstigsten)
Am meisten sparst du, wenn du in der Stadt übernachtest und Tagesausflüge auf die Inseln machst. Dafür kommen jeden Tag die Bootsfahrten dazu. Das lohnt sich vor allem für Schnorchler und für die Nacht vor oder nach dem Flug. Hotels in der Stadt findest du in Semporna →.
💡 Tipp: Auf den Inseln sind Strom und WLAN zeitweise eingeschränkt, einen Geldautomaten gibt es nicht. Heb Bargeld in Ringgit schon in Tawau oder Semporna ab und nimm es mit, denn auf der Insel zahlst du vieles bar.
Sipadan Tauchen: Preise und Budget
Semporna kann günstig oder teuer sein, je nachdem, ob du auf Sipadan tauchst oder dir das Festland und das Schnorcheln gönnst. Richtwerte (Kurs etwa 1 € ≈ 4,7 MYR, Stand September 2026, prüf den aktuellen Kurs):| Posten | Richtpreis |
|---|---|
| Tauchtag auf Sipadan (Permit + 3 Tauchgänge + Boot + Mittagessen) | 1.200–1.500 MYR (ca. 255–320 €) |
| Tauchtag an Mabul und Umgebung (ohne Sipadan) | 350–450 MYR (ca. 75–95 €) |
| Schnorchel-Inselhopping (ganzer Tag, mehrere Inseln) | ab ca. 200–300 MYR (ca. 45–65 €) |
| Eintrittsgebühr pro Insel (z. B. Mabul) | ca. 50 MYR (ca. 11 €) |
| Hafengebühr in Semporna | ca. 10 MYR (ca. 2 €) |
| Essen im lokalen Restaurant (Hauptgericht) | 10–20 MYR (ca. 2–4 €) |
| Schlafsaal auf Mabul (ohne Tauchen) | ab ca. 25 € pro Nacht |
Ist Semporna gefährlich?
Die Frage stellt sich jeder, denn der Osten Sabahs hat wegen früherer Entführungen von Booten und Inseln einen schlechten Ruf. Bekannt sind der Überfall auf Sipadan im Jahr 2000 und der Fall auf Pom Pom 2013, bei dem ein Tourist getötet wurde. Nach Angaben der malaysischen Behörden gab es seit 2020 in der Sicherheitszone (ESSZone) keine Entführung mit Lösegeldforderung mehr. Die Region überwacht das Sicherheitskommando Ost-Sabah (ESSCOM), auf Inseln wie Sipadan, Mabul und Kapalai gibt es ständige Polizei- und Militärposten, und die Gewässer werden regelmäßig patrouilliert.Für Reisende aus Deutschland wichtig: Das Auswärtige Amt rät (Stand 23. September 2026) von nicht notwendigen Reisen an die Ostküste Sabahs ab, von Terusan bis Tawau einschließlich Sandakan, Lahad Datu und Semporna, und dringend von Reisen auf die vorgelagerten Inseln und in die Tauchgebiete. Kläre deshalb vor der Buchung, ob deine Reise- und Auslandskrankenversicherung dort greift. Praktisch gilt außerdem ein nächtliches Fahrverbot für Boote in den Küstengewässern, laut Auswärtigem Amt von 18 bis 6 Uhr. Nachttauchgänge vom Boot gibt es deshalb nicht, und nach Einbruch der Dunkelheit wird nicht mehr zwischen den Inseln gefahren. Auf der Insel selbst kannst du dich frei bewegen. Die Standardempfehlung lautet: Fahr nur mit lizenzierten, etablierten Anbietern, folge deren Anweisungen und lies vor der Reise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
Was du in Semporna selbst sehen kannst (außer den Inseln)
Du hast nicht jeden Tag mit Tauchgängen verplant, wartest aufs Boot oder willst auch ein Stück „trockenes“ Semporna sehen? Die Stadt und ihre Umgebung sind zwar kein Postkartenmotiv, aber ein paar Orte überraschen positiv, vor allem wenn dich das Leben der Bajau und das morgendliche Gewusel am Hafen interessieren.1. Die Uferpromenade Semporna Seafront und Meeresfrüchte
Die neue Promenade am Wasser ist heute die lebendigste Ecke der Stadt. Abends kommt man hierher für frische Meeresfrüchte: Du suchst dir Fisch, Krabben oder Garnelen direkt aus dem Becken aus und lässt sie zubereiten. Von hier legen auch die meisten Boote ab, du verbringst also ohnehin viel Zeit an diesem Ort.2. Der Fischmarkt am Hafen am frühen Morgen
Du willst das echte Semporna erleben? Dann komm früh am Morgen zum Fischmarkt an der Jetty, wo die Fischer riesige Thunfische abladen und die Stände von Fisch bis Elektronik alles anbieten. Es ist laut, roh und authentisch, eines der spannendsten Bilder von ganz Sabah.3. Die Stelzendörfer der Bajau Laut
Direkt an der Stadt und in den umliegenden Lagunen stehen Wasserdörfer auf Stelzen (zum Beispiel Kampung Bangau-Bangau oder Bubul), in denen die Bajau leben. So bekommst du einen Einblick in ein Leben, wie du es in Europa nicht zu sehen bekommst. Begegne den Menschen mit Respekt, frag vor dem Fotografieren und verteile an Kinder weder Geld noch Süßigkeiten.4. Die Moschee an der Uferpromenade
Die große Stadtmoschee steht direkt am Wasser neben dem Markt und ist mit ihrer Kuppel das auffälligste Gebäude Sempornas, besonders wenn die Morgensonne darauf fällt. Schöne Fotos gelingen von der Promenade und vom Boot beim Ablegen.5. Bukit Tengkorak: die größte „Töpferwerkstatt“ der Jungsteinzeit in Südostasien
Südlich von Semporna, auf der Straße gut sieben Kilometer vom Zentrum, liegt Bukit Tengkorak (Schädelhügel), ein vulkanischer Felsüberhang und eine bedeutende archäologische Fundstätte: Hier fand man Keramikscherben, die rund 3.000 Jahre alt sind, und der Ort gilt als größte Töpferwerkstatt Südostasiens in der Jungsteinzeit. Am Fuß des Hügels gibt es ein kleines Museum, und von oben hast du einen schönen Blick auf die Küste.6. Sonnenuntergang vom Hügel über der Stadt
Die schönsten Sonnenuntergänge in Semporna erlebst du nicht am Meer, sondern weiter oben: Der Aussichtspark 2win Hill Park (grob 10 km vom Zentrum) bietet ein Panorama über Stadt, Hafen und die Inseln in der Ferne. Ein toller Abschluss nach einem Tag auf dem Wasser.7. Bans Hill: Aussicht auf Stadt, Hafen und Meer
Ein weiterer Aussichtshügel nahe Semporna, der den Aufstieg lohnt. Du gehst zu Fuß hinauf und wirst mit einem Panorama über Stadt, Hafen und Meer mit den Inseln in der Ferne belohnt, am schönsten zum Sonnenaufgang oder -untergang. Entfernung und Gehzeit sind nur Richtwerte. Am besten lässt du dich mit dem Auto hinbringen und gehst bei guter Sicht hinauf.
8. Das Festival Regatta Lepa (nur im April)
Wenn du im April in Semporna bist, verpass nicht die Regatta Lepa, ein farbenfrohes Fest der Bajau mit geschmückten Lepa-Booten, Igal-Igal-Tänzen, einem Schönheitswettbewerb der Boote und Feuerwerk am Abend. Es findet seit 1994 statt und gehört zu den buntesten Veranstaltungen in ganz Sabah, die Stadt erwacht dann richtig zum Leben.9. Ausflug aufs Festland: Tawau und die Madai-Höhlen
Du hast einen Tag mehr auf dem Festland? Auf dem Weg vom oder zum Flughafen Tawau kannst du einen Abstecher in den Tawau Hills Park machen (Regenwald, Wasserfälle, heiße Quellen, vom Flughafen rund 25 km) oder zu den Madai-Höhlen bei Kunak, wo Einheimische Schwalbennester sammeln (von Semporna gut 70 km). Plane dafür ein Auto oder einen Transfer ein.💡 Tipp: Die meisten dieser Orte schaffst du am Anreise- oder Abreisetag, wenn du ohnehin auf Boot oder Flugzeug wartest. Für Bukit Tengkorak, 2win Hill und die Madai-Höhlen brauchst du ein eigenes Auto oder einen gebuchten Fahrer, öffentlichen Nahverkehr gibt es hier praktisch nicht.
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Häufige Fragen zu Sipadan Tauchen und Semporna
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Wo liegt Semporna und warum ist es so bekannt?
Semporna ist eine Hafenstadt an der Südostküste von Sabah, dem malaysischen Teil Borneos. Bekannt ist sie als Ausgangspunkt fürs Tauchen und Schnorcheln an den Inseln Sipadan, Mabul, Kapalai und Mataking, die zu den besten Tauchgebieten der Welt zählen.Wie ist die Anreise nach Sipadan aus Deutschland?
Direktflüge gibt es nicht. Du fliegst mit mindestens einem Umstieg nach Kuala Lumpur oder Kota Kinabalu und von dort weiter nach Tawau (ab Kota Kinabalu knapp eine Stunde). Vom Flughafen Tawau sind es gut 80 km und rund 75 Minuten mit Auto oder Transfer nach Semporna, dann 40 bis 60 Minuten mit dem Boot auf die Inseln. Ab Kota Kinabalu fährt auch ein Bus, der braucht aber 9 bis 10 Stunden.Was kostet ein Sipadan Permit und wie bekomme ich es?
Einzeln kaufen kannst du das Permit nicht, du bekommst es nur über einen lizenzierten Anbieter als Teil eines Pakets. Die Gebühren von Sabah Parks liegen für Ausländer bei rund 450 MYR (ca. 96 €) pro Tag (350 MYR plus 100 MYR Naturschutzgebühr). Ein kompletter Sipadan-Tag mit Tauchgängen kostet beim Anbieter grob 1.200–1.500 MYR (ca. 255–320 €). Das Tageskontingent ist knapp, deshalb buchst du am besten zwei bis drei Monate im Voraus.Kann ich als Anfänger auf Sipadan tauchen?
Nein. Seit Oktober 2022 ist für Sipadan mindestens Advanced Open Water (oder ein gleichwertiges Brevet) Pflicht, weil es tief und oft strömungsreich ist. Mit Open Water oder als Einsteiger tauchst du an Mabul und Kapalai, ein Schnuppertauchgang („Try Dive“) ist dort ebenfalls möglich, aber nicht auf Sipadan.Kann man bei Semporna und Sipadan auch nur schnorcheln?
Auf jeden Fall. Schnorchel-Inselhopping (Mabul, Kapalai, Sibuan, Mantabuan, Aufstieg auf Bohey Dulang) gehört zum Schönsten in Asien und kostet grob 200–300 MYR (ca. 45–65 €) für einen ganzen Tag mit Boot, Mittagessen und Ausrüstung. Das Wasser ist so klar, dass du Schildkröten und Fischschwärme schon von der Oberfläche aus siehst.Wann ist die beste Reisezeit zum Tauchen auf Sipadan?
Tauchen kannst du das ganze Jahr (Wasser 27–30 °C). Das ruhigste Meer hast du meist von März bis Oktober. Bei der besten Sicht gehen die Angaben auseinander: Manche Basen nennen Juli bis September, andere Februar bis Juni und Oktober bis Dezember. Achtung: Sipadan ist jedes Jahr im November komplett gesperrt, 2026 vom 1. bis 30. November.Ist Sipadan gefährlich?
Nach Angaben der malaysischen Behörden gab es seit 2020 in der Sicherheitszone ESSZone keine Entführung mit Lösegeldforderung mehr, und auf den Inseln stehen ständige Posten von Polizei und Militär. Das Auswärtige Amt rät trotzdem von nicht notwendigen Reisen an die Ostküste Sabahs ab und dringend von Reisen auf die vorgelagerten Inseln und in die Tauchgebiete. Nachts gilt ein Fahrverbot für Boote. Fahr nur mit lizenzierten Anbietern, prüf deine Versicherung und lies vor der Reise die aktuellen Hinweise.Wo übernachtet man am besten, auf der Insel oder in der Stadt?
Taucher wohnen meist direkt auf Mabul (kürzere Wege zu den Tauchplätzen) oder in den komfortablen Resorts auf Kapalai und Mataking. Am günstigsten ist es, in Semporna auf dem Festland zu übernachten und Tagesausflüge auf die Inseln zu machen. Das passt vor allem für Schnorchler und für die Nacht vor oder nach dem Flug.Wer sind die Seenomaden der Bajau Laut?
Die Bajau Laut, auch „Sea Gypsies“ genannt, sind Seenomaden, die auf Lepa-Booten und in Stelzenhütten in den Lagunen rund um Semporna leben, vor allem im Tun Sakaran Marine Park. Du begegnest ihnen beim Inselhopping. Viele sind staatenlos und leben in Armut, deshalb begegne ihnen mit Respekt und verteile an Kinder weder Geld noch Süßigkeiten.Wie viele Tage sollte ich für Semporna einplanen?
Für entspanntes Tauchen mit Sipadan rechnest du mit 3 bis 5 Nächten, denn ein längerer Aufenthalt erhöht die Chance auf mehrere Sipadan-Tage. Wenn du nur schnorcheln willst, reichen auch 1 bis 2 Ausflugstage, die sich gut an eine Rundreise durch Sabah ab Kota Kinabalu anhängen lassen.Was kann man in Semporna außer Tauchen und Inseln machen?
In der Stadt selbst lohnen die Uferpromenade Semporna Seafront mit ihren Meeresfrüchte-Restaurants, der morgendliche Fischmarkt am Hafen, die Moschee am Wasser und die Stelzendörfer der Bajau Laut. Kurz hinter der Stadt liegt die archäologische Fundstätte Bukit Tengkorak mit prähistorischer Keramik, den Sonnenuntergang siehst du vom 2win Hill Park, und im April gibt es das bunte Festival Regatta Lepa. Mit einem Tag mehr fährst du auf dem Festland in den Tawau Hills Park oder zu den Madai-Höhlen.
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