Polen · 1.1.2026

Camping Polen Ostsee: 15 Tipps für Campingplätze von Wolin bis Hel

15 tipů na nejlepší polské kempy u moře

Aktualizováno 23.9.2026

Von Berlin aus bist du schneller in Misdroy als an der Nordsee, und trotzdem denken viele beim Stichwort Ostsee zuerst an Usedom oder Rügen. Dabei geht es gleich hinter der Grenze weiter: kilometerlange, breite Sandstrände, Kiefernwälder bis an die Dünen, Steilküsten und Wanderdünen, dazu freundliche Preise. Camping Polen Ostsee ist deshalb genau das Richtige, wenn du spontan los willst, nicht viel Geld ausgeben möchtest oder einfach keine Lust auf eine Zwei-Tages-Fahrt in den Süden hast. Wir fahren selbst regelmäßig mit Zelt an die polnische Küste und haben uns in sie verliebt. Hier sind unsere 15 Tipps für Campingplätze nah am Strand, von der Insel Wolin bis zur Halbinsel Hel, plus alles, was du vorher über Maut, Wildcampen und die beste Reisezeit wissen solltest.

Anreise und Maut: Autobahnen in Polen

Eine Vignette brauchst du in Polen nicht. Mit dem Pkw fährst du auf den meisten Autobahnen und Schnellstraßen kostenlos, gezahlt wird nur auf drei privat betriebenen Abschnitten: auf der A2 zwischen dem Grenzübergang Świecko (gegenüber Frankfurt an der Oder) und Konin, auf der A4 zwischen Katowice und Kraków und auf der A1 zwischen Toruń und Danzig. Bezahlt wird an der Mautstelle oder per App. Wer mit einem Wohnmobil über 3,5 Tonnen unterwegs ist, braucht dagegen das elektronische System e-TOLL, und zwar auf deutlich mehr Strecken. Die Regeln ändern sich immer wieder, also wirf vor der Abfahrt einen Blick auf die aktuellen Infos.

Für den Westen der Küste ist das fast egal. Von Berlin nach Misdroy (Międzyzdroje) sind es rund 240 Kilometer und knapp drei Stunden, nach Kołobrzeg (Kolberg) gut 270 Kilometer, und die Strecke über Stettin führt ohne Mautstelle ans Meer. Nach Łeba sind es von Berlin etwa 440 Kilometer, nach Danzig gut 500. Aus Dresden oder Leipzig rechnest du bis Swinemünde mit rund fünf Stunden, aus Hamburg mit gut vier. Wir selbst sind übrigens einmal aus dem tschechischen Ostrava an die Ostsee gefahren: zweimal abbiegen, dann 600 Kilometer geradeaus nach Norden, und wir waren da.

Bevor du mit Auto oder Wohnmobil losfährst, prüf den technischen Zustand des Fahrzeugs und ob alle Papiere gültig sind. Außerdem lohnt sich ein Auslandsschutzbrief oder eine Pannenhilfe, die auch in Polen gilt, etwa über deinen Automobilclub oder deine Kfz-Versicherung. Bei einer Panne, einem Unfall oder einer leeren Batterie hast du dann schnell Hilfe, und der Urlaub bleibt Urlaub.

Wildcampen in Polen: was erlaubt ist

Die Vorstellung, irgendwo an der Ostsee einfach das Zelt aufzuschlagen, ist verlockend, aber in Polen gibt es klare Grenzen. Tabu sind Privatgrundstücke ohne Erlaubnis der Eigentümer, Nationalparks, Naturschutzgebiete und vor allem Strände und Dünen. Im Wald darfst du nur dort übernachten, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Dafür gibt es seit 2021 das Programm „Zanocuj w lesie“ („Übernachte im Wald“) der polnischen Staatsforsten: In ausgewiesenen Waldgebieten dürfen Gruppen bis neun Personen bis zu zwei Nächte am Stück kostenlos und ohne Anmeldung übernachten. Mit dem Auto darfst du allerdings nicht in den Wald fahren, und direkt an der Küste sind solche Flächen selten.

Eine vernünftige Alternative sind offizielle Parkplätze, Rastplätze und ausgewiesene Stellplätze für Wohnmobile. Wild ist das nicht, dafür legal und sicher. Und ehrlich gesagt: Bei den vielen Campingplätzen direkt hinter den Dünen lohnt sich das Risiko kaum.

TIP: Falls es im nächsten Sommer doch weiter in den Süden gehen soll, haben wir auch die schönsten Campingplätze in Italien am Meer zusammengestellt.

Camping Polen Ostsee: 15 Tipps für Campingplätze nah am Strand

Camping Polen Ostsee: 15 Tipps für die besten Campingplätze

Die polnische Ostseeküste ist rund 500 Kilometer lang, und fast überall liegt der Campingplatz nur ein paar Schritte hinter den Dünen. Unterwegs kannst du dich mit Krówki eindecken, den weichen polnischen Karamellbonbons, ohne die wir nie nach Hause fahren. Welche Campingplätze an der polnischen Ostsee sind die schönsten? Ausgewählt haben wir nach drei Dingen: Wie weit ist es zum Strand, was gibt es in der Umgebung und wie gut ist die Ausstattung.

Camping Tramp – Świętouść (Insel Wolin)

Der Camping Tramp liegt auf der Insel Wolin im Örtchen Świętouść (Gemeinde Kołczewo), gut zehn Kilometer östlich von Misdroy, direkt hinter dem Strand und mitten in der Natur des Woliński-Nationalparks. Vom Gelände gehst du ein paar Minuten zum Meer, und weil der Platz abseits der großen Badeorte liegt, ist der Strand selbst im Hochsommer nie wirklich voll. Übernachten kannst du im Zelt, im Wohnwagen oder Wohnmobil und in Bungalows. Familien freuen sich über Spielplätze und ein Kinderprogramm, dazu gibt es einen kleinen Laden, eine Kantine und eine große Feuerstelle. Geöffnet ist von Mitte April bis Ende Oktober. In der Umgebung locken die Steilküste des Nationalparks, Wanderwege und Radtouren durch die Kiefernwälder. Ein Hinweis aus den Bewertungen: Die Stellplätze direkt am Zaun liegen an der Landstraße 102 und sind etwas lauter.

Camping Wiking – Dziwnówek

Zu den beliebtesten Campingplätzen an der polnischen Ostsee gehört der Camping Wiking in Dziwnówek. Der Platz liegt nur etwa 50 Meter vom Strand entfernt, hinunter geht es über eine eigene Treppe durch die niedrige Düne, und das ganze Gelände steht unter hohen Kiefern, die an heißen Tagen angenehm Schatten spenden. Dziwnówek selbst liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen Meer und dem Kamminer Haff, dort ist das Wasser flach und wärmer, was vor allem Familien mit kleinen Kindern schätzen. Auf dem Platz gibt es ein Restaurant und Bungalows mit Bad und Küchenzeile, der Camping ist Mitglied im polnischen Campingverband PFCC und wird von ADAC und ACSI empfohlen. Geöffnet ist meist von Ende April bis Mitte September. In der Umgebung findest du Radwege entlang der Küste.

Camping Stogi Nr. 218 – Danzig

Zum Camping Stogi Nr. 218 sind wir bei einem völlig ungeplanten Roadtrip gekommen: Wir sind morgens aufgewacht und haben beschlossen, dass wir ans Meer nach Polen fahren. Den Platz haben wir unterwegs gebucht und waren begeistert. Er liegt in einem Kiefernwald, rund 350 Meter vom Strand Stogi, rundherum ruhige Wälder und ein paar kleine Dünen, am Strand gibt es Imbissbuden und ein bisschen Trubel. Das Beste ist aber die Lage: Direkt am Platz ist die Endhaltestelle „Stogi Plaża“, von dort fährt die Straßenbahn Linie 9 in etwa 20 Minuten ins Zentrum von Danzig. Du kannst in Hütten, in Wohnwagen oder im Zelt schlafen, ein Lidl ist nicht weit. 2025 hat der Platz beim Wettbewerb „Mister Camping“ des polnischen Campingverbands den ersten Platz geholt. Geöffnet ist von Ende April bis Anfang Oktober.

Campingplätze an der polnischen Ostsee: Strand und Kiefernwald

Camping Baltic – Kołobrzeg (Kolberg)

Mitten im Grün des Kurparks von Kołobrzeg liegt der Camping Baltic. Zum Sandstrand ist es nicht weit, und auf dem Gelände kannst du zelten, mit Wohnwagen oder Wohnmobil stehen oder eine Campinghütte mieten (falls jemand in der Familie partout nicht ins Zelt will). Es gibt rund 120 Stellplätze mit Strom und etwa 100 Zeltplätze, eine Gemeinschaftsküche, eine Waschküche und einen Fahrradverleih. Ein großer Pluspunkt: Der Platz hat das ganze Jahr geöffnet. In der Umgebung lohnen sich der Hafen, der Leuchtturm, der Kurpark und die Strandpromenade, und in die Altstadt radelst du in ein paar Minuten. Kołobrzeg ist übrigens der größte Kurort Polens.

TIP: Neben der polnischen Ostsee wird auch Albanien immer beliebter. Dort sind wir ebenfalls oft unterwegs und haben für dich die spannendsten Sehenswürdigkeiten in Albanien gesammelt.

Camping Przymorze Nr. 156 – Rowy

Der Camping Przymorze Nr. 156 liegt im kleinen Badeort Rowy, ein kurzer Spaziergang trennt dich vom Meer. Er ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Słowiński-Nationalpark, der für seine Wanderdünen berühmt ist und gleich hinter Rowy beginnt. Übernachten kannst du im Zelt, mit Wohnmobil oder Wohnwagen, in Ferienhäusern oder in Zimmern und Apartments. Das Gelände ist eingezäunt und videoüberwacht, es gibt Gemeinschaftsküchen, und Hunde sind willkommen. Die Umgebung ist wie gemacht für Radfahrer, Wanderer und alle, die einfach ihre Ruhe wollen. Diesen Platz werden vor allem Naturfans lieben.

Park 45 – Sopot (Zoppot)

Der Park 45 in Sopot liegt direkt am Strand, die Betreiber werben mit „45 Sekunden bis zum Meer“, und für Familien mit Kindern ist er ideal. Auf gut drei Hektar gibt es schattige Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen, Zeltwiesen, ganzjährig nutzbare Häuschen, moderne Sanitäranlagen und einen Spielplatz. Ein Highlight ist das Restaurant mit großer Terrasse und Blick auf die Danziger Bucht und die Seebrücke. Wer lieber aktiv ist, leiht sich ein Fahrrad oder ein SUP und erkundet die Küste. Und wenn du genug vom Faulenzen am Wasser hast, wartet um die Ecke die berühmte Seebrücke von Sopot, die längste Holzseebrücke Europas, dazu die Flaniermeile Monte Cassino oder ein Ausflug mit dem Schiff nach Danzig oder auf die Halbinsel Hel.

Camping an der polnischen Ostsee: Zelt nah am Strand

Camping Alexa – Chłapowo (Władysławowo)

Der Camping Alexa liegt in Chłapowo gleich neben Władysławowo, hoch oben auf der Steilküste über der Ostsee. Vom Gelände führt ein Weg hinunter zum Strand, und von oben hast du einen weiten Blick über das Meer bis zum Kap Rozewie. Auf dem Platz gibt es Stellplätze für Zelte, Wohnmobile und Wohnwagen in mehreren Kategorien, mit Strom, Wasser und Abwasseranschluss an den Parzellen, dazu moderne Sanitäranlagen und Duschen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und in der Saison ein Animationsprogramm. Dank der Aussicht, der Nähe zu Władysławowo und der gemütlichen Atmosphäre passt Alexa für Familien genauso wie für einen romantischen Urlaub zu zweit. Władysławowo ist außerdem das Tor zur Halbinsel Hel, bis zu ihrer Spitze sind es gut 30 Kilometer.

Camping Maszoperia (Sun4Hel) – Jastarnia, Halbinsel Hel

Du willst unbedingt auf die berühmte Halbinsel Hel? Maszoperia, heute unter dem Namen Sun4Hel, liegt auf der schmalen Landzunge, zwischen offener Ostsee und der ruhigen Putziger Wiek. Übernachten kannst du in Zimmern, im Wohnwagen, mit dem eigenen Wohnmobil oder im Zelt. Auf dem Gelände gibt es Restaurant, Pizzeria, Läden, einen Verleih und die Surfschule Surf4Hel mit Kursen in Windsurfen, Kitesurfen und Wingfoil, auch für Kinder. Der Platz ist bei Surfern und Wassersportlern sehr beliebt, dank der flachen, ruhigeren Bucht und des Animationsprogramms aber genauso bei Familien mit Kindern.

TIP: Lieber Berge als Meer? Dann schau dir unseren Guide zum polnischen Riesengebirge an, von Görlitz bist du in gut einer Stunde dort.

Sielski Hel – Hel

Sielski Hel ist ein kleiner, gemütlicher Platz ganz am Ende der Halbinsel Hel, dort, wo Polen „anfängt“. Er liegt in einem Kiefernwald, rund 300 Meter vom größten bewachten Strand von Hel auf der Meerseite und etwa 600 Meter vom Ortszentrum entfernt. Auf den 1,5 Hektar gibt es Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen und eine Wiese für Zelte. Wer ohne eigene Ausrüstung kommt, kann fertig aufgebaute, eingerichtete Zweipersonenzelte mieten, einen Wohnwagen oder eines der holländischen Mobilheime für vier bis sechs Personen. Geöffnet ist von Juni bis September, bezahlen kannst du bar oder mit Karte.

Campingplatz an der polnischen Ostsee

Camping Molo Surf SPOT – Jastarnia

Der stylische Camping Molo Surf SPOT in Jastarnia liegt direkt an der Putziger Wiek, gleich hinter dem Jachthafen, und ist ein Paradies für Wassersportler und alle, die entspannte Atmosphäre mögen. Auf knapp zwei Hektar gibt es einen eigenen Sandstrand mit bequemem Zugang zum Wasser, Stellplätze für rund 150 Wohnwagen und Wohnmobile, Bungalows, Surf-Häuser und Mietwohnwagen. Dazu kommen eine Windsurfschule, eine Beach Bar, Spa, ein Sport- und Animationszentrum mit Skatepark, Tennis, Yoga und ein Lebensmittelladen. Ideal für einen aktiven Urlaub genauso wie für ein paar faule Tage am Wasser.

Camping Leśny Nr. 51 – Łeba

Nach Łeba fährt unsere Familie fast jedes Jahr, schon beinahe wie auf eine feste Pauschalreise, und Campingplätze in der Nähe des beliebten Strands gibt es hier jede Menge. Unser Tipp für den Anfang ist der Camping Leśny Nr. 51: einer der wenigen Plätze in Łeba mit vier Sternen, mehrfacher Sieger beim Wettbewerb „Mister Camping“ des polnischen Campingverbands und 2023 von ACSI zum besten Campingplatz Polens gekürt. Es gibt rund 90 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile, etwa 50 Zeltplätze sowie Ferienhäuser und Zimmer. In Łeba selbst warten auf Kinder ein Dinopark und weitere Freizeitangebote. Die größte Attraktion aber sind die Wanderdünen im Słowiński-Nationalpark.

Słowiński-Nationalpark: Wanderdünen wie in der Sahara

Wüstenfeeling, ohne in den Flieger zu steigen? Wer hätte gedacht, dass gleich westlich des Badeorts Łeba der Słowiński-Nationalpark beginnt, einer der spannendsten Orte an der ganzen polnischen Küste. Die größte Attraktion sind die riesigen Wanderdünen, die der Wind ständig ein Stück weiterschiebt. Die höchste, die Łącka Góra, erreicht 42 Meter über dem Meer, und zusammen mit den Kiefernwäldern, Seen und Mooren ringsum ergibt das einen faszinierenden Kontrast. Zu den Dünen kommst du von Łeba zu Fuß oder mit dem Fahrrad, in der Saison auch mit kleinen Elektrowägelchen.

TIP: Die schönsten Orte in Polen, von der Tatra bis zu den Wanderdünen an der Ostsee

Sanddünen

Camping Rafael – Łeba

Der Camping Rafael liegt richtig gut: direkt am Fluss Łeba und nur ein paar Gehminuten vom Ostseestrand entfernt. Die Auswahl an Unterkünften ist groß, von Zelt- und Wohnmobilstellplätzen über Holzhäuschen und gemauerte Bungalows bis zu Zimmern und Apartments. Das Gelände ist grün und gemütlich, es gibt einen kleinen Hafen für Boote am Fluss, einen Fahrrad- und SUP-Verleih, einen Sport- und einen Spielplatz sowie eine Surfschule. Angeln kannst du auch. Der Platz hat das ganze Jahr geöffnet und eignet sich deshalb auch für Ausflüge im Frühling oder Herbst, wenn die Dünen fast menschenleer sind.

TIP: Kühleres Wasser und viel Wind gibt es nicht nur an der polnischen Ostsee, sondern auch auf Fuerteventura. Dort haben wir einen der wildesten Strände Europas besucht: den Strand von Cofete.

Camping Rega Nr. 193 – Mrzeżyno

Du suchst Camping an der polnischen Ostsee, wo es ruhig zugeht? Dann schau dir Mrzeżyno an. Der kleine Ort zwischen Kołobrzeg und Pobierowo ist deutlich stiller als die großen Badeorte, und der Camping Rega liegt direkt an der Mündung des Flusses Rega ins Meer. Das 2,5 Hektar große, teils bewaldete Gelände ist komplett eingezäunt und bietet Platz für rund 100 Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile. Die Umgebung ist ruhig und ideal zum Abschalten, und an die Strände rund um die Flussmündung ist es nicht weit. Der Platz eignet sich für ältere Paare, Radfahrer und alle, die einen entspannten Urlaub nah an der Natur verbringen wollen.

Camping 7 Żab – Pobierowo

Im Badeort Pobierowo liegt der Camping 7 Żab („Sieben Frösche“) in einem Kiefernwald, nur etwa fünf Minuten vom goldgelben Sandstrand entfernt. Die Parzellen sind großzügig, 70 bis 100 Quadratmeter, mit Wasser- und Stromanschluss, dazu gibt es einfachere Plätze mit Strom und eine Zeltwiese. Die Sanitäranlagen sind modern, das Gelände ist eingezäunt, beleuchtet und bewacht. Direkt nebenan liegt ein Sportkomplex mit Fußballplatz, Tennisplätzen, Skatepark und Spielplatz. Pobierowo selbst ist für seine Kiefernwälder und das saubere Meer beliebt, und die Umgebung eignet sich gut für Wanderungen und Radtouren. Geöffnet ist der Platz 2026 vom 13. Mai bis 13. September, dazu über das lange Maiwochenende.

Camping Morski Nr. 101 – Ustka (Stolpmünde)

Der Camping Morski ist ein familiärer Platz am Südostrand des beliebten Badeorts Ustka. Das 2,5 Hektar große, baumreiche Gelände ist komplett eingezäunt, es gibt Zimmer und Apartments, Holz- und gemauerte Häuschen, eine Zelt- und Campingwiese und Mietwohnwagen. Zum Strand gehst du auf einem beleuchteten Weg etwa 20 Minuten, mit dem Rad bist du schneller, denn direkt am Platz verläuft der Radweg R10, der hier auf einer alten Bahntrasse liegt. Im Ort warten der Hafen, der Leuchtturm, die Promenade und viele Restaurants.

TIP: Polen Sehenswürdigkeiten: 45 Orte zwischen Ostsee und Tatra

So genießt du Camping an der polnischen Ostsee am besten

Ob du in den Bergen zeltest oder dich für die Campingplätze an der Ostsee entschieden hast: Hier sind ein paar Tipps, wie du vor Ort Geld sparst und den Urlaub so richtig genießt.

  • Rechtzeitig buchen: In den Sommerferien sind die Plätze schnell voll, vor allem an beliebten Orten wie auf der Halbinsel Hel oder rund um Misdroy. Denk daran, dass in Polen die Schulferien von Ende Juni bis Ende August dauern.
  • Nimm das Fahrrad mit: Fast alle Plätze liegen an Radwegen, und eine Tour entlang der Küste ist ein Erlebnis für sich.
  • Rechne mit Wind: An der Ostsee kann es kräftig blasen, ein stabiles Zelt und ordentliche Heringe sind Pflicht. Und vergiss den Windschutz für den Strand nicht, sonst fliegt dir alles davon.
  • Check die Ausstattung: Nicht jeder Platz hat ein Restaurant oder einen Laden, schau also vorher nach, was es vor Ort gibt. Und pack dir eine ordentliche Brotzeit ein.
  • Bargeld und Karte: Die meisten Campingplätze nehmen Karte, in kleineren Orten ist ein bisschen Bargeld in Złoty trotzdem praktisch.
  • Kühle Abende einplanen: Auch im Hochsommer können die Nächte an der Ostsee frisch werden, pack also etwas Warmes ein.

TIP: Lieber an den See als ans Meer? Die schönsten Seen in Polen

Häufige Fragen zu Camping in Polen an der Ostsee (FAQ)

Wo kann man an der polnischen Ostsee am schönsten campen?

Campingplätze findest du an der polnischen Ostseeküste in fast jedem Badeort, die meisten nur ein paar Minuten vom Strand entfernt. Zu den beliebtesten gehören:
Świętouść (Insel Wolin) – Camping Tramp
Direkt hinter dem Strand am Rand des Woliński-Nationalparks, gut für Familien.
Dziwnówek – Camping Wiking
Nur rund 50 Meter zum Meer, schattig unter hohen Kiefern.
Danzig – Camping Stogi Nr. 218
Kiefernwald am Strand und die Straßenbahn in die Altstadt vor der Tür.
Chłapowo – Camping Alexa
Auf der Steilküste mit Blick aufs Meer und moderner Ausstattung.
Łeba – Camping Leśny Nr. 51 oder Camp Na Wydmie
Ideale Basis für die Wanderdünen im Słowiński-Nationalpark.
Jastarnia – Molo Surf SPOT und Sun4Hel
Erste Wahl für Wind- und Kitesurfer auf der Halbinsel Hel.

Was kostet Camping an der polnischen Ostsee?

Die Preise hängen stark von Ort, Saison und Ausstattung ab. Als Anhaltspunkt nennt camping.info für den Camping Tramp auf Wolin in der Hauptsaison einen Referenzpreis von rund 18 Euro pro Nacht für zwei Erwachsene mit Wohnwagen, Auto und Strom. An beliebten Orten wie Sopot, auf Hel oder in Łeba kann es spürbar mehr sein, in der Vor- und Nachsaison wird es günstiger. Viele Plätze berechnen Strom oder Hunde extra, und in Kurorten kommt eine örtliche Kurtaxe dazu. Die aktuellen Preislisten stehen auf den Websites der Plätze, meist in Złoty (1 Euro sind rund 4,3 Złoty).

Welche Orte an der polnischen Ostsee lohnen sich?

Die polnische Küste ist abwechslungsreicher, als viele denken:
Świnoujście (Swinemünde) – breite Sandstrände gleich hinter Ahlbeck auf Usedom.
Kołobrzeg (Kolberg) – der größte Kurort Polens mit Promenade, Seebrücke und Leuchtturm.
Trzęsacz – kleines Dorf auf der Steilküste mit einer Kirchenruine direkt über dem Meer.
Ustka (Stolpmünde) – Hafen, Leuchtturm und eine lebendige Promenade.
Jarosławiec – ein besonders breiter, feiner Sandstrand.
Sopot (Zoppot) – elegantes Seebad mit der längsten Holzseebrücke Europas.
Danzig – Strand Stogi – Stadtstrand im Kiefernwald, kombiniert mit der Altstadt.
Łeba – lange Strände und die einzigartigen Wanderdünen.

Wo ist die Ostsee in Polen am wärmsten?

Am wärmsten ist das Wasser an der polnischen Küste meist im Nordwesten, rund um die Insel Wolin und Świnoujście. Im Hochsommer erreicht die Ostsee dort oft angenehme 20 °C. Noch schneller warm werden flache, geschützte Gewässer wie das Haff bei Dziwnówek oder die Putziger Wiek auf der Innenseite der Halbinsel Hel. Wind weht aber fast überall, und der kühlt die Luft spürbar ab.

Wann ist die beste Reisezeit für Camping an der polnischen Ostsee?

Die Saison an der Ostsee beginnt im Juni, das beste Badewetter kommt aber meist erst ab Mitte Juli und hält bis Ende August. Dann ist das Meer am wärmsten und das Wetter am stabilsten. Weil in dieser Zeit auch die polnischen Sommerferien laufen, sind die Plätze voll. Unser Tipp ist der September: Das Wasser ist noch warm, und an den Stränden hast du deutlich mehr Platz.

Darf man in Polen im Auto oder Wohnmobil übernachten?

Außerhalb ausgewiesener Plätze im Auto zu schlafen, wird in Polen eher toleriert als in manchen anderen Ländern, trotzdem solltest du vorsichtig sein, vor allem bei Privatgrund und in Schutzgebieten. Im Wald und in den Dünen ist es verboten, und in die Wälder darfst du ohnehin nicht hineinfahren. Am besten nutzt du offizielle Parkplätze, Wohnmobilstellplätze und Campingplätze, auf denen Übernachten erlaubt ist.

Wie weit ist es von Deutschland an die polnische Ostsee?

Näher, als viele denken. Von Berlin nach Misdroy (Międzyzdroje) sind es rund 240 Kilometer und knapp drei Stunden, nach Kołobrzeg gut 270 Kilometer, nach Łeba etwa 440 und nach Danzig gut 500 Kilometer. Aus Hamburg bist du in gut vier Stunden in Świnoujście, aus Dresden oder Leipzig in rund fünf. Aus München sind es bis Świnoujście dagegen gut 860 Kilometer, dafür lohnt sich eine Übernachtung unterwegs.

Braucht man in Polen eine Vignette?

Nein, eine Vignette gibt es in Polen nicht. Mit dem Pkw bis 3,5 Tonnen zahlst du nur auf drei privat betriebenen Autobahnabschnitten: A2 Świecko–Konin, A4 Katowice–Kraków und A1 Toruń–Danzig, bezahlt wird an der Mautstelle oder per App. Die übrigen Autobahnen und Schnellstraßen sind für Pkw kostenlos, auch die Strecke von Berlin über Stettin an die Küste. Wohnmobile über 3,5 Tonnen brauchen das elektronische System e-TOLL. Prüf vor der Fahrt den aktuellen Stand, die Regeln ändern sich immer wieder.

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