Tschechien · 5.7.2026

Wochenende in Brünn: 30 Tipps von der Unterwelt bis zur Villa Tugendhat

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Aktualizováno 23.9.2026

Nach Prag fahren alle, nach Brünn fast niemand, und genau das ist der Grund, warum sich ein Wochenende in Brünn so entspannt anfühlt. Die zweitgrößte Stadt Tschechiens liegt von Dresden knapp vier Autostunden entfernt, von Wien knapp zwei, und doch kennen die meisten Deutschen sie höchstens von der Motorrad-Rennstrecke. Dabei steckt auf wenigen Quadratkilometern erstaunlich viel: eine Burg, die einmal das gefürchtetste Gefängnis der Habsburger war, ein Beinhaus mit den Gebeinen von rund 50.000 Menschen, ein Labyrinth aus mittelalterlichen Kellern und eine Villa von Mies van der Rohe, die zum UNESCO-Welterbe gehört.Wir haben 30 Tipps zusammengestellt, die für zwei bis drei Tage reichen: Baudenkmäler, Museen, Aussichtspunkte, ein paar Orte, an die sich kaum ein Tourist verirrt, und Ausflüge direkt vor die Stadt. Dazu kommen die Anreise aus Deutschland, Eintrittspreise in Kronen mit ungefähren Euro-Beträgen und unsere Einschätzung, was du vorab reservieren solltest und was du dir sparen kannst. Wenn du Tschechien insgesamt planst, findest du die großen Ziele des Landes in unserem Überblick Tschechien Sehenswürdigkeiten.

Wochenende in Brünn auf einen Blick

  • Das Pflichtprogramm: Burg Spielberg, Dom auf dem Petersberg, Krautmarkt, Altes Rathaus mit dem Drachen, Beinhaus bei St. Jakob und Villa Tugendhat.
  • Wie viele Tage: Die Altstadt schaffst du an einem Tag, für Villa, Unterwelt und Umgebung plane ein Wochenende ein.
  • Anreise und vor Ort: mit dem Auto von Dresden rund 350 km, von Berlin rund 550 km, von München gut 500 km (elektronische Vignette nötig); in der Stadt zu Fuß und mit der Straßenbahn, das Auto bleibt am besten stehen.
  • Budget: ab etwa 1.100 Kronen (rund 45 €) pro Tag und Person mit Unterkunft, Essen und Eintritten.
  • Vorab reservieren: die Führung durch die Villa Tugendhat (oft Wochen im Voraus ausgebucht) und in der Saison die Unterwelt.
  • Bonus: Der Mährische Karst mit der Macocha-Schlucht und die Schlösser von Eisgrub und Feldsberg liegen jeweils unter einer Stunde entfernt.
Blick über die Altstadt von Brünn

Anreise nach Brünn aus Deutschland und unterwegs in der Stadt

Brünn liegt an der Achse Prag–Wien, und das macht die Anreise aus Deutschland einfacher, als man denkt. Mit dem Auto fährst du von Dresden über Prag und die Autobahn D1 rund 350 Kilometer, von Berlin sind es gut 550, von München, Nürnberg oder Regensburg jeweils etwa 460 bis 510 Kilometer. Je nach Verkehr sind das von Dresden knapp vier, von Berlin oder München gut sechs Stunden. Für die tschechischen Autobahnen brauchst du eine elektronische Vignette, die du vorab online kaufst; eine Klebevignette gibt es nicht mehr.Mit dem Zug kommst du aus Berlin und Dresden über Prag nach Brünn, es gibt durchgehende EuroCity-Verbindungen; Fahrzeit und Umstiege prüfst du am besten aktuell bei der Deutschen Bahn oder den Tschechischen Bahnen (ČD). Von Prag aus fährst du mit ČD oder RegioJet rund zweieinhalb Stunden, von Wien und Bratislava etwa anderthalb. Brünn eignet sich deshalb auch gut als Zwischenstopp auf dem Weg nach Wien oder Budapest. Einen Flug direkt nach Brünn wirst du aus Deutschland kaum finden, der kleine Flughafen Brno-Tuřany hat nur wenige Linienverbindungen. Praktischer ist Wien-Schwechat: Von dort sind es rund 150 Kilometer, mit Fernbus oder Mietwagen etwa zwei Stunden.In der Stadt bist du am besten zu Fuß und mit der Straßenbahn unterwegs. Das historische Zentrum ist kompakt, das Tramnetz dicht. Ein Einzelfahrschein für 60 Minuten kostet in Brünn 25 Kronen (rund 1 €), das 24-Stunden-Ticket 90 Kronen (knapp 4 €); Tickets bekommst du an Automaten, in der App POSEIDON der regionalen Verkehrsgesellschaft oder an Vorverkaufsstellen. Mit dem Auto in die Altstadt zu fahren lohnt sich dagegen nicht: Parken ist teuer, fast das ganze Zentrum ist Bewohner- oder Kurzparkzone. Lass den Wagen auf einem P+R-Parkplatz am Stadtrand stehen und fahr mit der Tram weiter.
💡 Tipp: Wenn du an einem Tag mehrere Museen mitnehmen willst, rechne die Touristenkarte BRNOPAS durch. Für einen Tag kostet sie 370 Kronen (rund 15 €), mit ihr sind laut Tourismusbüro der Stadt unter anderem Burg Spielberg, die Türme des Doms, das Alte Rathaus, das Beinhaus und der Zoo frei, dazu gibt es Rabatte an über 40 weiteren Orten. Die Variante BRNOPAS+ gibt es auch mit Ticket für die Villa Tugendhat.
Wo übernachten? Am praktischsten wohnst du rund um den Hauptbahnhof und den Freiheitsplatz, da ist alles zu Fuß erreichbar. Unterkünfte in Brünn findest du hier →

30 Tipps für dein Wochenende in Brünn

1. Burg Spielberg, Festung und berüchtigtes Gefängnis

Fang oben an. Der Spielberg (Špilberk) thront seit dem 13. Jahrhundert auf seinem Hügel über der Stadt und war nacheinander Königsburg, barocke Festung und eines der härtesten Gefängnisse der Habsburgermonarchie, nicht umsonst heißt eine der Ausstellungen hier „Kerker der Völker“. Heute sitzt hier das Museum der Stadt Brünn, und der Gang durch die dunklen Kasematten gehört zum Eindringlichsten, was du in Brünn erleben kannst. Von den Bastionen hast du außerdem den besten Blick über die Dächer.Das Burggelände und der Park drumherum sind frei zugänglich, bezahlt werden die Ausstellungen und die Kasematten. Das Kombiticket aus Kasematten und Museum kostet 260 Kronen (rund 11 €), ermäßigt 155, als Familienticket 600 Kronen; die Kasematten allein 190 Kronen. Nimm dir hier ruhig zwei bis drei Stunden.

2. Dom St. Peter und Paul auf dem Petersberg, das Wahrzeichen der Stadt

Die beiden neugotischen Türme des Doms auf dem Petersberg (Petrov) findest du sogar auf der tschechischen Zehn-Kronen-Münze. In den Dom selbst kommst du kostenlos, wir empfehlen aber den Aufstieg auf die Türme, der zusammen mit dem Domschatz angenehm günstige 60 Kronen (knapp 2,50 €), ermäßigt 40, als Familie 130 Kronen kostet. Der Blick über die Dächer der Altstadt lohnt jede Stufe.
💡 Tipp: Auf dem Petersberg läuten die Mittagsglocken schon um 11 Uhr. Der Legende nach haben die Brünner 1645 so die belagernden Schweden ausgetrickst, die abziehen wollten, wenn sie die Stadt bis Mittag nicht erobert hätten.

3. Krautmarkt und Parnass-Brunnen, ein Markt mit langer Geschichte

Die Brünner nennen ihn liebevoll Zelňák, auf Deutsch heißt er Krautmarkt, und seit dem Mittelalter werden hier Gemüse, Obst und Blumen verkauft. Mitten auf dem Platz steht der barocke Parnass-Brunnen vom Ende des 17. Jahrhunderts. Morgens ist das der beste Ort für einen ersten Kaffee, und gleichzeitig das Tor zur Brünner Unterwelt: Der Eingang zum Labyrinth liegt direkt am Platz.

4. Altes Rathaus mit Drache, Rad und dem schiefsten Türmchen der Stadt

Das älteste weltliche Gebäude der Stadt hütet gleich zwei Brünner Legenden. In der Durchfahrt hängt der „Brünner Drache“, in Wahrheit ein ausgestopftes Krokodil, das der Sage nach eine türkische Gesandtschaft mitbrachte, und daneben das Rad aus Eisgrub (Lednice): Ein Stellmacher soll es wegen einer Wette an einem einzigen Tag gebaut und bis nach Brünn gerollt haben. Schau dir auch das gotische Portal an. Das mittlere Fialtürmchen darüber ist verdreht, angeblich die Rache des Steinmetzen, dem die Stadt seinen Lohn schuldig blieb. Den Rathausturm kannst du für 90 Kronen (knapp 4 €) besteigen.

5. Beinhaus bei St. Jakob, das zweitgrößte in Europa

Unter der Jakobskirche liegt ein Beinhaus mit den Gebeinen von schätzungsweise 50.000 Menschen, größer ist in Europa nur das in den Pariser Katakomben. Entdeckt wurde es erst 2001, heute ist es behutsam hergerichtet, mit Musik des Brünner Komponisten Miloš Štědroň und gedämpftem Licht. Ein beklemmender und zugleich überraschend würdevoller Ort, der offiziell auch als Gedenkstätte gilt. Der volle Eintritt liegt bei rund 160 Kronen (knapp 7 €), Führungen starten alle 30 Minuten, und in der Saison lohnt es sich, einen Tag vorher online zu buchen.

6. Labyrinth unter dem Krautmarkt, fast ein Kilometer Gänge

Der zweite Teil der Brünner Unterwelt: mittelalterliche Keller und Gänge sechs bis acht Meter unter dem Krautmarkt, in denen früher Wein, Bier und Lebensmittel lagerten. Heute führt die knapp einen Kilometer lange Route an einer Alchemistenwerkstatt, einem alten Weinkeller und Nachbildungen des Prangers und des „Narrenkäfigs“ vorbei, die im 17. Jahrhundert auf dem Markt standen. Die Führung dauert rund eine Stunde und kostet 180 Kronen (gut 7 €). Kombinierst du an einem Tag zwei Orte der Unterwelt, gibt es an der Kasse 10 % Rabatt, bei drei Orten 15 %.

7. Villa Tugendhat, Funktionalismus mit UNESCO-Titel

Die weiße Villa, die Ludwig Mies van der Rohe 1929 bis 1930 für die deutschsprachige Unternehmerfamilie Tugendhat baute, ist das einzige Denkmal der Moderne in Tschechien auf der UNESCO-Welterbeliste. Die berühmte Onyxwand und das komplett verglaste Wohngeschoss beeindrucken auch Leute, die sich sonst nicht für Architektur interessieren. Der Haken: Ins Innere kommst du nur mit gebuchter Führung, und die Termine sind oft Wochen vorher weg. Der Grundrundgang (60 Minuten) kostet 450 Kronen (gut 18 €), ermäßigt 270, der erweiterte Rundgang 500 Kronen; die Außenführung über die Terrassen gibt es für 200 Kronen.
💡 Tipp: Wenn du keinen Termin für das Innere bekommst, lass die Villa trotzdem nicht aus: Der Garten und die Ausstellung im Technikgeschoss sind während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag) kostenlos zugänglich, und vom Garten aus siehst du die Villa von ihrer schönsten Seite.
Funktionalistische Architektur in Brünn

8. Freiheitsplatz und die Brünner Uhr, fängst du die Kugel?

Der Freiheitsplatz (náměstí Svobody) ist das Herz der Stadt. Auf ihm steht die dunkle Granituhr in Form eines Projektils, die jeden Tag um 11 Uhr eine Glaskugel aus einer von vier Öffnungen rollen lässt, als Anspielung auf die Schwedenlegende vom Petersberg. Wer die Kugel fängt, darf sie behalten. Welche Öffnung es wird, ist Glückssache, und genau deshalb stehen kurz vor elf erstaunlich viele Erwachsene mit ausgestreckten Händen um das Ding herum.

9. Mährisches Landesmuseum und der Pavillon Anthropos

Das Mährische Landesmuseum wurde 1817 gegründet und ist nach eigener Angabe das zweitälteste und zweitgrößte Museum Tschechiens, mit Sammlungen von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Für Familien und Neugierige ist der Pavillon Anthropos der größte Magnet, mit einem lebensgroßen Mammut-Modell und einer Ausstellung über die frühesten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Der Eintritt pro Gebäude liegt meist bei etwa 100 bis 150 Kronen (4 bis 6 €).

10. Mährische Galerie, Kunst in mehreren Häusern

Die zweitgrößte Kunstgalerie des Landes verteilt ihre Dauerausstellungen auf drei Hauptgebäude (Pražák-Palais, Statthalterpalais und Kunstgewerbemuseum) und betreibt in Brünn zusätzlich die Jurkovič-Villa. Sie deckt bildende Kunst, Design und Fotografie ab und ist eine gute Zuflucht, wenn es draußen regnet. In den Dauerausstellungen der drei Hauptgebäude zahlst du nur einen freiwilligen Eintritt.

11. Denisgärten, Terrassen mit Aussicht unter dem Petersberg

Direkt unter dem Dom ziehen sich die Denisgärten (Denisovy sady) den Hang hinunter, mit romantischen Terrassen, einem Obelisken und Blick nach Süden über die Stadt. Angelegt wurden sie 1818 auf den alten Stadtbefestigungen, als erster Park in Mähren, den die öffentliche Verwaltung für die Bürger schuf. Eine gute Pause für ein paar ruhige Minuten mitten in der Altstadtrunde, und der Eintritt ist frei.

12. Brünner Stausee und Burg Eichhorn, Wasser am Stadtrand

Am Rand der Stadt liegt der Brünner Stausee (Brněnská přehrada) mit Liegewiesen, Bootsverleih und Ausflugsschiffen. Mit dem Schiff oder zu Fuß am Ufer entlang kommst du bis zur Burg Eichhorn (Veveří), einer der ältesten und größten Burganlagen Mährens. Im Sommer ist das der Ort zum Baden und Grillen, und die Straßenbahn bringt dich direkt bis zum Schiffsanleger.

13. Sternwarte und Planetarium auf dem Kuhberg

Auf dem Kuhberg (Kraví hora) sitzen die Sternwarte und das Planetarium mit digitalen Kuppelshows und Himmelsbeobachtungen. Gleich daneben liegt ein beliebtes Freibad mit Blick auf die Stadt. Der Eintritt für ein Programm liegt je nach Show bei etwa 120 bis 180 Kronen (5 bis 7 €); Tickets gibt es online.

14. Science-Center VIDA!, Wissenschaft zum Anfassen

Das Wissenschaftszentrum auf dem Brünner Messegelände ist mit über 170 interaktiven Exponaten in vier Themenbereichen eines der besten Schlechtwetterziele der Stadt. Du lässt auf Knopfdruck einen Tornado entstehen, moderierst den Wetterbericht oder spielst dich durch Physik und Biologie, Kinder halten es hier locker einen halben Tag aus, Erwachsene auch. Der Eintritt kostet 250 Kronen (gut 10 €), ermäßigt 150, Familien zahlen 650 Kronen.

15. Zoo Brünn, Tiere an den Waldhängen über dem Stausee

Der Zoo wurde 1953 gegründet und liegt an den bewaldeten Hängen des Mniší hora oberhalb des Stausees. Er hält Hunderte Tierarten, darunter Kamtschatka-Braunbären und Eisbären. Das hügelige Gelände macht den Besuch zugleich zu einem richtigen Spaziergang im Grünen, und mit der BRNOPAS-Karte kommst du kostenlos hinein. Ein klarer Tipp für Familien mit Kindern.

16. Kapuzinergruft, Mumien unter dem Kloster

Unter der Kirche der Kreuzauffindung liegen in der Kapuzinergruft die natürlich mumifizierten Körper von mehr als 150 Kapuzinermönchen und Wohltätern des Ordens. Balsamiert wurde niemand, verantwortlich ist ein ausgeklügeltes Belüftungssystem, das die Gruft über Jahrhunderte trocken hielt. Hier liegt auch der berüchtigte Pandurenoberst Franz von der Trenck. Ein starker, etwas unheimlicher Ort mit fairem Eintritt von 120 Kronen (rund 5 €).

17. Basilika Mariä Himmelfahrt in Altbrünn

Die backsteingotische Basilika am Mendelplatz (Mendlovo náměstí) gehört zu den wertvollsten gotischen Bauten Mährens und bewahrt das berühmte Marienbild der Altbrünner Madonna, das die Brünner seit Jahrhunderten verehren. Gleich daneben liegt das Augustinerkloster, in dem Gregor Mendel die Vererbungsgesetze formulierte.

18. Mendel-Museum und Klostergarten

Genau hier, im Augustinerkloster in Altbrünn, kreuzte Gregor Mendel seine Erbsen und legte den Grundstein der modernen Genetik. Seine Ergebnisse veröffentlichte er 1866 übrigens auf Deutsch, unter dem Titel „Versuche über Pflanzen-Hybriden“. Das Mendel-Museum und der rekonstruierte Garten mit seinen Versuchsbeeten sind ein spannender Halt für alle, die Wissenschaft und Geschichte mögen.

19. Brünner Villen: Löw-Beer, Stiassni und Jurkovič

Die Tugendhat ist nicht die einzige. Nur ein paar Schritte entfernt steht die Villa Löw-Beer, durch deren Garten du oft kostenlos spazieren kannst, und etwas weiter die luxuriöse Villa Stiassni, die nach dem Krieg als Regierungsresidenz diente und Staatsgäste beherbergte. Im Stadtteil Žabovřesky wartet dann die Jurkovič-Villa im Stil zwischen Jugendstil und Volksarchitektur. Zusammen ergeben sie eine einmalige Schau der Brünner Architektur zwischen Jahrhundertwende und Zwischenkriegszeit, einer Zeit, in der viele Bauherren der Stadt deutschsprachige jüdische Textilfabrikanten waren.

20. Wasserspeicher auf dem Gelben Berg, Kathedralen unter der Erde

Unter einer unscheinbaren Wiese auf dem Gelben Berg (Žlutý kopec) liegen drei historische Wasserspeicher aus den Jahren 1874, 1894 und 1917, zwei aus Ziegeln, einer aus Beton. Bis 1997 waren sie in Betrieb, erst danach wurden sie für Besucher geöffnet, und der größte wirkt mit seinen Dutzenden Säulen und der Wasserfläche wie eine unterirdische Backsteinkathedrale. Du kannst sie auf eigene Faust oder mit Führung besichtigen, der volle Eintritt kostet 350 Kronen (gut 14 €). Die Plätze sind begrenzt, buch vorab.

21. Mahen-Theater und Janáček-Theater, auch von außen einen Blick wert

Das Mahen-Theater wurde 1882 als Deutsches Stadttheater eröffnet und war eines der ersten Theater der Welt, das komplett mit elektrischen Glühlampen von Edison beleuchtet wurde. Das moderne Janáček-Theater gegenüber gehört zu den größten Opernhäusern des Landes und trägt den Namen des Komponisten, der den größten Teil seines Lebens in Brünn verbrachte. Auch ohne Vorstellung lohnen beide Gebäude und die Parks drumherum einen Abstecher.

22. Marienthal und Líšeň, Natur in Sichtweite der Stadt

Wenn du genug Pflaster unter den Füßen hattest, fahr ins Mariánské údolí im Stadtteil Líšeň: eine Kette kleiner Teiche, Waldwege und Ruhe, nur ein paar Straßenbahn- und Busstationen vom Trubel entfernt. Ideal für einen Nachmittagsspaziergang, und komplett kostenlos.

23. Technisches Museum Brünn, von Dampfmaschinen bis zu Oldtimern

Im Norden der Stadt, in Königsfeld (Královo Pole), steht das größte Museum seiner Art in Mähren. Zu sehen gibt es historische Autos und Motorräder, Flugzeugmotoren, eine Gasse mit alten Handwerksbetrieben und ein historisches Kaiserpanorama, in dem du durch Gucklöcher alte Stereofotografien ansiehst. Für Kinder gibt es eine Technik-Spielwerkstatt, ein Vormittag vergeht hier schnell. Der Eintritt ins Hauptgebäude kostet 180 Kronen (gut 7 €), ermäßigt 90, als Familienticket 430 Kronen. Seit September 2026 sind die Dauerausstellungen an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlos. Geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag, montags und dienstags ist das Museum für Einzelbesucher geschlossen.

24. Augarten Lužánky, der älteste öffentliche Park Tschechiens

Ein Stück nördlich der Altstadt liegt der Augarten, auf Tschechisch Lužánky. Kaiser Joseph II. öffnete ihn 1786 für die Öffentlichkeit, damit ist er der älteste öffentliche Park auf dem Gebiet des heutigen Tschechiens. Alte Bäume, ein Bach, Spielplätze und ein Café machen ihn zum Lieblingsort der Brünner zum Durchatmen. Ein guter Halt, wenn du nach den Baudenkmälern Grün brauchst, und der Eintritt ist frei.

25. Fait Gallery, zeitgenössische Kunst bei freiem Eintritt

Wer moderne Kunst mag, sollte in die Fait Gallery gehen, eine der wichtigsten privaten Galerien für zeitgenössische Kunst in Tschechien. In großzügigen Industrieräumen wechseln Ausstellungen tschechischer und internationaler Künstler, und der Eintritt ist frei. Ein angenehmer Kontrast zu Gotik und Barock und noch ein guter Unterschlupf, wenn es draußen regnet.

26. Keller unter dem Neuen Rathaus, der dritte Teil der Unterwelt

Neben dem Labyrinth unter dem Krautmarkt und dem Beinhaus bei St. Jakob gehört zur Brünner Unterwelt der Keller unter dem Neuen Rathaus am Dominikanerplatz, früher als Münzmeisterkeller bekannt, weil hier einst die Münze saß. Heute läuft darin die audiovisuelle Ausstellung „Ohnivý kůň a drak“ (Feuerpferd und Drache) über Brünner Sagen, bei der du unter anderem die Belagerung durch die Schweden fast am eigenen Leib erlebst. Der Eintritt kostet 150 Kronen (gut 6 €), und wer mehrere Orte der Unterwelt an einem Tag kombiniert, bekommt an der Kasse Rabatt.

27. Rote Kirche und St.-Augustin-Kirche, Gotteshäuser einmal anders

Neben Gotik und Barock hat Brünn zwei bemerkenswerte jüngere Kirchen. Die Rote Kirche (Červený kostel), die evangelische Comenius-Kirche, ist ein neugotischer Backsteinbau, der 1867 fertig wurde, und eines der fotogensten Motive am Komenského náměstí. Ganz anders die St.-Augustin-Kirche am Friedensplatz (náměstí Míru) im Masaryk-Viertel, ein luftiger Bau der Moderne aus den 1930er-Jahren. Beide lassen sich gut mit einem Spaziergang abseits der üblichen Touristenrunde verbinden.

28. Theater und Musik, vom Musical bis zum Experiment

Brünn lebt vom Theater. Neben Mahen- und Janáček-Theater lohnen das Stadttheater Brünn (Městské divadlo Brno), bekannt für seine Musicals, die legendären experimentellen Bühnen Husa na provázku und HaDivadlo, die sich das Zentrum für experimentelles Theater am Krautmarkt teilen, und das Neorenaissance-Besední dům von 1870 bis 1873, entworfen vom Wiener Architekten Theophil Hansen und heute Heimat der Philharmonie Brünn. Selbst wenn du keine Vorstellung besuchst, sind die Gebäude einen Blick wert; für Konzerte brauchst du auch kein Tschechisch.

29. Ungewöhnliche Museen: Museum der Roma-Kultur und Zetor Gallery

Wenn du von Burgen und Kirchen genug hast, probier eines der Spezialmuseen. Das Museum der Roma-Kultur ist eines der ganz wenigen Museen dieser Art weltweit und erzählt Geschichte und Kultur der Roma. Die Zetor Gallery begeistert Technikfans: In der Ausstellung historischer Zetor-Traktoren aus Brünner Produktion darfst du dich auf manche Maschinen sogar setzen, was vor allem Kinder lieben. Der Eintritt liegt ungefähr bei 100 bis 150 Kronen (4 bis 6 €).

30. Aussichtstürme und Natur am Stadtrand

Brünn ist nicht nur Pflaster und Fassaden. Nördlich der Stadt lockt der steinerne Aussichtsturm Babí lom mit weitem Blick über das Land, und näher am Zentrum liegt das Wildgehege Holedná, wo du in großen Naturgehegen Damhirsche und Wildschweine siehst. Beides ist ein schönes Ziel für einen halben Tag, das Wildgehege ist kostenlos.
💡 Tipp: Zum Babí lom und ins Wildgehege Holedná kommst du bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einem kurzen Fußweg, ein Auto brauchst du dafür nicht.
💡 Tipp: Du willst die Unterwelt, die Villen und ähnliche Touren lieber mit Führung und ohne Stress um freie Termine erleben? Rundgänge und Tickets kannst du über GetYourGuide buchen →.

Essen, Wein und Bier in Brünn

Brünn ist die Hauptstadt der südmährischen Weinregion und zugleich eine Bierstadt mit eigener Legende. Die heißt Starobrno: Die Brauerei steht direkt in Altbrünn, und in ihrer Brauereigaststätte bekommst du das Bier frisch vom Fass. Vor allem aber ist Brünn eine Stadt der Cafés und Weinbars. Setz dich in eine der Weinstuben rund um den Krautmarkt und bestell ein Glas Grüner Veltliner oder Riesling von den Hängen der Pollauer Berge, die keine Stunde entfernt liegen. Deutsche Weintrinker werden sich wundern, wie gut und wie günstig mährischer Weißwein ist.Beim Essen probierst du am besten den klassischen Moravský vrabec, wörtlich „mährischer Spatz“, in Wirklichkeit Schweinebraten mit Knödeln und Kraut, oder die lokalen Klassiker in einem der Bistros rund um den Freiheitsplatz. Ein Mittagsmenü bekommst du mittags meist deutlich günstiger als ein Abendessen à la carte, rechne grob mit 150 bis 220 Kronen (6 bis 9 €). Und zum Nachtisch gehören Strudel oder ein Mohnkuchen, die mährischen Bäckereien können das.
💡 Tipp: Die Kaffeeszene in Brünn ist außergewöhnlich stark. Die Specialty-Cafés im Zentrum gehören zu den besten des Landes: Bestell einen Filterkaffee, und du merkst sofort den Unterschied zu den Touristencafés in Prag.

Ausflüge in die Umgebung (Macocha, Eisgrub)

Brünn ist eine hervorragende Basis für Tagesausflüge:
  • Macocha-Schlucht und Punkva-Höhlen im Mährischen Karst, gut 30 Kilometer oder rund eine halbe Stunde mit dem Auto nach Norden. Die Macocha ist 138 Meter tief, dazu kommt eine Bootsfahrt auf dem unterirdischen Fluss Punkva. Die Höhlentickets reservierst du besser vorab, in der Saison sind sie schnell ausverkauft.
  • Kulturlandschaft Eisgrub-Feldsberg (Lednice-Valtice), rund 55 Kilometer oder eine Dreiviertelstunde nach Süden. Das märchenhafte Schloss Eisgrub mit seinem großen historischen Gewächshaus, ein weitläufiger Park und eine Landschaft voller romantischer Bauten der Fürsten von Liechtenstein, die zum UNESCO-Welterbe gehört.
  • Austerlitz (Slavkov u Brna), das Schlachtfeld der „Dreikaiserschlacht“ von 1805 und ein barockes Schloss, kaum mehr als 20 Kilometer von der Stadt.
  • Nikolsburg und die Pollauer Berge (Mikulov und Pálava), ein Weinstädtchen unter Kalkfelsen, ideal in Verbindung mit einer Weinprobe und von Brünn in etwa 45 Minuten erreichbar.

Was kostet ein Wochenende in Brünn?

Brünn ist spürbar günstiger als Prag und deutlich günstiger als eine vergleichbare Stadt in Deutschland. Gezahlt wird in Tschechischen Kronen (CZK), ein Euro entspricht derzeit etwa 24 Kronen. Ein ungefähres Tagesbudget für eine Person, die das Wichtigste sehen will:
PostenUngefähr pro Tag (1 Person)
Unterkunft (Hostel / Pension pro Person)500–1.000 CZK (ca. 20–40 €)
Essen (Mittagsmenü, Café, Abendessen)300–500 CZK (ca. 12–20 €)
Nahverkehr (24-Stunden-Ticket)90 CZK (knapp 4 €)
Eintritte (2–3 Attraktionen)300–700 CZK (ca. 12–30 €)
Gesamtca. 1.200–2.300 CZK / Tag (rund 50–95 €)
Sparen ist leicht: Vieles ist kostenlos, von der Altstadt über die Denisgärten, die Parks und das Mariánské údolí bis zu den Kirchen und dem Garten der Villa Tugendhat, und das Mittagsmenü ist deutlich günstiger als ein Abendessen. Teuer ist vor allem die Führung durch die Villa Tugendhat, aber die ist ihr Geld wert. Mit Karte zahlst du praktisch überall, Euro nehmen nur manche Geschäfte an, und dann zu einem ungünstigen Kurs.
💡 Tipp: Die Hotelpreise in Brünn schnellen während der großen Messen auf dem Messegelände und bei Großveranstaltungen in die Höhe. Prüf den Termin vorab und buch früh. Unterkunftspreise in Brünn vergleichen →

Wo übernachten in Brünn?

Wohn am besten in der Altstadt zwischen Freiheitsplatz, Krautmarkt und Spielberg. Von dort gehst du zu Fuß zum Dom, zur Villa Tugendhat bist du mit der Straßenbahn eine Viertelstunde unterwegs, und abends hast du Kneipen und Bars direkt vor der Tür. Günstiger schläfst du am Hauptbahnhof oder in Königsfeld (Královo Pole).

  • Am günstigsten: ein Hostelbett im Zentrum ungefähr ab 450 bis 800 Kronen (ca. 19–33 €) pro Person und Nacht.
  • Mittelklasse: ein Doppelzimmer im Hotel am Freiheitsplatz ab etwa 1.800 bis 2.800 Kronen (ca. 75–115 €) mit Frühstück.
  • Mit dem Auto: Hotels außerhalb des Zentrums mit eigenem Parkplatz, denn in der Altstadt gilt fast überall eine Parkzone, und Plätze sind rar.
  • Achtung bei den Terminen: Während der großen Messen und am Wochenende des Motorrad-Grand-Prix auf dem Masaryk-Ring steigen die Preise auf ein Mehrfaches, und die Stadt ist oft Monate im Voraus ausgebucht.

Aktuelle Preise und freie Zimmer vergleichst du über unser Unterkunftsangebot in Brünn.

Wohin als Nächstes

Häufige Fragen zum Wochenende in Brünn

Erlebnisse und Tickets in Brünn

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★ Unser TippBrünn: Rundgang durch die Altstadt mit Guide

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Brünn: Ticket für das Museum der Illusionen Absurdia

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Brünn: E-Bike-Tour durch den Mährischen Karst und seine Höhlen

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Preise und Bewertungen sind Richtwerte (Quelle GetYourGuide), die aktuellen siehst du nach dem Klick.

Was schafft man in Brünn an einem Tag? Den Kern der Stadt, und zwar zu Fuß: Fang auf dem Spielberg an, geh hinunter zum Petersberg und durch die Denisgärten, dann über den Krautmarkt zum Alten Rathaus mit Drache und Rad und zum Schluss auf den Freiheitsplatz zur Uhr, am besten kurz vor 11 Uhr. Bleibt Zeit, hängst du das Beinhaus bei St. Jakob an. Für die Villa Tugendhat reservierst du dir besser einen eigenen Vormittag mit vorab gebuchter Führung.Was kann man in Brünn kostenlos anschauen? Eine Menge. Kostenlos sind die ganze Altstadt, das Burggelände und der Park des Spielbergs, der Dom und die übrigen Kirchen, die Denisgärten, der Augarten Lužánky, das Mariánské údolí, der Garten der Villa Tugendhat samt Ausstellung im Technikgeschoss, die Fait Gallery und das Wildgehege Holedná. In den Dauerausstellungen der Mährischen Galerie zahlst du nur freiwillig. Brünn lässt sich also auch mit kleinem Budget gut entdecken.Wie viele Tage sollte man für Brünn einplanen? Für die Altstadt allein reicht ein voller Tag. Willst du auch die Villa Tugendhat, die Unterwelt, den Stausee oder einen Ausflug zur Macocha oder nach Eisgrub mitnehmen, plane ein Wochenende mit zwei bis drei Tagen ein. Aus Sachsen oder Bayern lohnt sich schon ein verlängertes Wochenende, aus Norddeutschland kombinierst du Brünn am besten mit Prag oder Wien.Kommt man ohne Reservierung in die Villa Tugendhat? Ins Innere nicht. Die Villa kannst du nur mit einer vorab gebuchten Führung besichtigen, und die Termine sind oft Wochen im Voraus vergeben. Ohne Ticket kommst du aber während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr) kostenlos in den Garten und in die Ausstellung im Technikgeschoss. Für die Außenführung über die Terrassen gibt es meist leichter noch freie Plätze. Tickets kaufst du über die offizielle Website der Villa.Was kann man in Brünn mit Kindern machen? Volltreffer ist das Science-Center VIDA! mit seinen interaktiven Exponaten, dazu der Zoo an den Waldhängen über dem Stausee, Sternwarte und Planetarium auf dem Kuhberg und das Technische Museum. Im Sommer kommt Baden im Brünner Stausee oder im Freibad auf dem Kuhberg dazu. Ältere Kinder finden meist auch die Unterwelt und das Labyrinth unter dem Krautmarkt spannend.Wo parkt man in Brünn, wenn man mit dem Auto kommt? Am besten nicht in der Altstadt: Dort gilt fast überall eine Parkzone, Plätze sind knapp und teuer. Stell das Auto auf einem P+R-Parkplatz am Stadtrand oder am Hotel ab und fahr mit der Straßenbahn weiter, ein 24-Stunden-Ticket kostet 90 Kronen. Das Auto brauchst du eigentlich nur für Ausflüge in die Umgebung, etwa zur Macocha, nach Eisgrub oder zur Burg Eichhorn. Denk an die elektronische Vignette für die tschechischen Autobahnen.Kann man in Brünn mit Euro bezahlen? Nur ausnahmsweise. Die Währung ist die Tschechische Krone, ein Euro entspricht derzeit rund 24 Kronen. Manche Hotels und touristische Geschäfte nehmen Euro, meist aber zu einem ungünstigen Kurs und mit Wechselgeld in Kronen. Einfacher ist es, mit Karte zu zahlen, was in Restaurants, Museen und an den Ticketautomaten fast überall geht. Bargeld hebst du bei Bedarf am Automaten einer Bank ab und lehnst dabei die angebotene Umrechnung in Euro ab.Wie kommt man von Brünn zur Macocha und in die Punkva-Höhlen? Mit dem Auto bist du in rund einer halben Stunde im Mährischen Karst nördlich der Stadt. Ohne Auto fährst du mit dem Zug nach Blansko und von dort mit dem Bus weiter. Die Tickets für die Punkva-Höhlen mit der Bootsfahrt musst du vorab reservieren, in der Hauptsaison sind sie schnell ausverkauft.Wann ist die beste Reisezeit für Brünn? Am schönsten ist es von Mai bis September, wenn alle Aussichtspunkte, der Stausee und die Terrassen der Cafés und Weinbars geöffnet sind. Meide die Termine der großen Messen und des Motorrad-Grand-Prix, dann werden die Unterkünfte deutlich teurer. Im Advent ist Brünn dank der Weihnachtsmärkte auf mehreren Plätzen besonders stimmungsvoll.Lohnt sich die Brünner Unterwelt? Auf jeden Fall. Das Labyrinth unter dem Krautmarkt, fast ein Kilometer mittelalterlicher Gänge und Keller, und das Beinhaus bei St. Jakob, das zweitgrößte in Europa, gehören zu den eindrucksvollsten Orten der Stadt. Kombinierst du zwei Orte der Unterwelt an einem Tag, gibt es an der Kasse 10 % Rabatt, bei drei 15 %, und mit der BRNOPAS-Karte ist das Beinhaus sogar kostenlos. In der Saison solltest du vorab reservieren.

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