Tschechien · 30.8.2026

Tschechien Sehenswürdigkeiten: 35 Orte, die du gesehen haben musst

Aktualizováno 23.9.2026

Von Dresden bist du in knapp zwei Stunden in Prag, von Passau in weniger als zwei Stunden in Krumau, und bis zum Prebischtor in der Böhmischen Schweiz sind es ab der Dresdner Altstadt kaum mehr als fünfzig Kilometer. Trotzdem kennen viele Deutsche von ihrem Nachbarland nur die Hauptstadt und den Grenzmarkt. Dabei stecken die Tschechien Sehenswürdigkeiten auf engem Raum voller Gegensätze: Felsenstädte aus Sandstein, in denen man sich verlaufen kann, Renaissanceplätze wie gemalt, Burgen über Flussschleifen, Kurstädte mit Kolonnaden und Höhlen, in denen du mit dem Boot fährst. Und das alles ohne Flug, ohne Zeitverschiebung und meistens mit einem Bier, das weniger kostet als zu Hause.

Tschechien Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

  • Für den ersten Besuch: Prag, Krumau (Český Krumlov), die Böhmische Schweiz mit dem Prebischtor und die Felsenstadt Adersbach (Adršpach).
  • Für Natur: Böhmische Schweiz, Böhmisches Paradies, Riesengebirge, Böhmerwald, Mährischer Karst, Pollauer Berge (Pálava), Altvatergebirge und Beskiden.
  • Für Städte und Baudenkmäler: Teltsch, Kuttenberg, Olmütz, Brünn, Karlsbad, Kremsier, Zlabings (Slavonice), Stramberg und das Dorf Holašovice.
  • Für Burgen und Schlösser: Karlstein, Frauenberg (Hluboká), Busau (Bouzov), Pürglitz (Křivoklát), Pernstein, Rothlhota (Červená Lhota), Eisgrub und Feldsberg (Lednice und Valtice).
  • UNESCO: Tschechien hat 17 Welterbestätten, viele davon stehen in dieser Liste.
  • Beste Reisezeit: Mai, Juni und September. Angenehme Temperaturen, weniger Andrang und günstigere Unterkünfte als in den tschechischen Sommerferien.

Anreise aus Deutschland und beste Reisezeit

Tschechien ist klein, und für Sachsen, Bayern und Berliner liegt der Großteil des Landes näher als die Nordsee. Mit dem Auto sind es von Dresden nach Prag rund 150 Kilometer, von Nürnberg etwa 300, von Berlin knapp 350 und von München gut 380 Kilometer. Wer im Süden Bayerns wohnt, ist über Passau schneller im Böhmerwald und in Krumau als in Prag. Für die Autobahnen brauchst du eine elektronische Vignette, die du vorab auf der offiziellen Seite edalnice.gov.cz kaufst; sie ist an dein Kennzeichen gebunden, einen Aufkleber gibt es nicht mehr.

Mit dem Zug geht es ebenfalls gut. Die EuroCity-Züge aus Hamburg und Berlin fahren über Dresden und das Elbtal direkt nach Prag, von München fährt ein Direktzug über Regensburg und Pilsen, der allerdings deutlich länger braucht als das Auto. Innerhalb Tschechiens sind Bahn und Busse dicht vernetzt und günstig. Prag, Kuttenberg, Olmütz, Karlsbad, Krumau und sogar Adersbach erreichst du ohne Auto. Den Wagen vermisst du eigentlich nur in den Pollauer Bergen, im Gebiet von Eisgrub und Feldsberg, im Altvatergebirge und in den Beskiden, wo die Ziele verstreut liegen.

Unsere Faustregel für die Jahreszeiten: Berge und Felsen im Frühjahr und Herbst, Städte gern auch im Winter, denn Krumau unter Schnee ist eine eigene Liga. Am schönsten sind Mai, Juni und September. Die Natur ist frisch grün oder schon golden, es ist warm, aber noch nicht voll. Im Juli und August haben die Tschechen Schulferien, dann steht man am Prebischtor Schlange und der Parkplatz in Adersbach ist am Vormittag dicht. Wenn du im Sommer fahren musst, dann früh am Morgen. Bezahlt wird in Kronen (CZK); ein Euro entspricht derzeit rund 24 Kronen, Karte wird fast überall genommen.

💡 Tipp: Bei den großen Naturzielen gilt: Je früher am Morgen, desto weniger Menschen. In Adersbach und am Prebischtor solltest du vor neun Uhr sein. Ab zehn rollen die Reisebusse an, und der Zauber geht im Gedränge unter.

Historische Altstadt von Krumau in der Moldauschleife

35 Tschechien Sehenswürdigkeiten, die sich wirklich lohnen

Wir haben die Orte nicht nach „Wichtigkeit“ sortiert, sondern so, dass sich Natur, Städte und Burgen abwechseln. Zu jedem Tipp steht, was ihn ausmacht und wie du am besten hinkommst, bei den grenznahen Zielen mit der Entfernung aus Deutschland. Hier sind unsere 35 Tipps für Tschechien.

1. Prag

Wir fangen mit dem Offensichtlichen an, und es wird dich trotzdem umhauen. Die Prager Burg, die Karlsbrücke im Morgengrauen, der Altstädter Ring und der Vyšehrad über der Moldau. Die historische Altstadt steht seit 1992 auf der UNESCO-Liste, und selbst beim zehnten Besuch findest du noch neue Innenhöfe und Aussichtspunkte.

Was begeistert: einer der am besten erhaltenen historischen Stadtkerne Europas und ein Panorama wie aus dem Märchenbuch. Anreise: von Dresden rund 150 Kilometer auf der Autobahn, mit dem EuroCity aus Berlin oder Hamburg direkt; in der Stadt bewegst du dich mit Metro und Straßenbahn, das Auto lässt du am besten am P+R-Parkplatz stehen. Unterkünfte in Prag →

Prager Panorama mit Karlsbrücke und Prager Burg

2. Krumau (Český Krumlov)

Wenn du jemandem nur eine einzige Stadt in Tschechien zeigen dürftest, dann diese. Ein Schloss mit bemaltem Turm, eine drehbare Zuschauertribüne im Schlossgarten und eine Moldauschleife, in die die ganze Altstadt hineinpasst. Auch Krumau ist seit 1992 UNESCO-Welterbe. Für Bayern ist es das nächstgelegene Juwel des Landes.

Was begeistert: ein kompaktes Renaissancemärchen, das du in einem halben Tag zu Fuß schaffst, in dem du aber eine Woche bleiben möchtest. Anreise: von Passau rund 95 Kilometer, knapp zwei Stunden über die Landstraße; von München gut 290 Kilometer. Mit Zug oder Bus kommst du über Budweis (České Budějovice). Unterkünfte in Krumau →

💡 Tipp: Übernachte direkt in der Stadt und geh nach sieben Uhr abends noch einmal los, wenn die Busgruppen abgefahren sind. Dann hast du die Gassen fast für dich allein.

3. Böhmische Schweiz und Prebischtor

Das Prebischtor (Pravčická brána) ist das größte natürliche Sandsteintor Europas: gut 26 Meter Spannweite, 16 Meter hoch. Betreten darfst du den Bogen seit 1982 nicht mehr, aber die Aussicht von den Plattformen daneben reicht völlig. Unten im Tal fährst du in der Saison mit dem Kahn durch die Klammen der Kamnitz (Kamenice). Sandsteintürme, Schluchten und Aussichtspunkte wie aus einem Fantasyfilm, und das direkt als Fortsetzung der Sächsischen Schweiz.

Was begeistert: das berühmte Felsentor und wilde Klammen auf einer einzigen Runde. Anreise: von Dresden nach Herrnskretschen (Hřensko) sind es nur rund 55 Kilometer, eine knappe Autostunde; mit der S-Bahn geht es bis Bad Schandau und von dort mit Bus oder Fähre weiter. Wer sich an Stahlseilen probieren will, findet ein paar Kilometer weiter in Děčín die großen Klettersteige in Tschechien.

Felsenbogen Prebischtor in der Böhmischen Schweiz
Das Prebischtor in der Böhmischen Schweiz

4. Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt

Ein Labyrinth aus Felstürmen, enge Durchgänge, ein kleiner See mit Booten und ein Wasserfall, der auf Kommando losrauscht. Die Felsen von Adršpach und Teplice nad Metují bilden das größte Felslabyrinth Tschechiens, der Hauptrundweg in Adersbach ist rund 3,5 Kilometer lang.

Was begeistert: Du läufst zwischen Felswänden, die dich wie Kulissen überragen. Anreise: Der Bahnhof Adršpach liegt direkt am Eingang; mit dem Auto sind es von Görlitz rund 175 Kilometer, gut zwei Stunden. Der Eintritt kostet, und in der Saison kaufst du das Ticket samt Parkplatz am besten vorab online auf der offiziellen Seite der Felsenstadt.

Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt

5. Böhmisches Paradies (Český ráj)

Das älteste Landschaftsschutzgebiet Tschechiens und der erste UNESCO-Geopark des Landes. Die Prachover Felsen, das Felsenschloss Hrubá Skála und die Burgruine Trosky auf zwei Basaltkegeln liegen so nah beieinander, dass du an einem Wochenende alles zu Fuß verbinden kannst.

Was begeistert: Felsenstädte und Burgen auf kleinstem Raum, ideal für zwei Tage. Anreise: von Görlitz nach Turnov sind es rund 80 Kilometer, gut eine Stunde über Liberec; mit dem Zug geht es nach Turnov oder Jičín und von dort mit dem Bus oder zu Fuß weiter.

6. Riesengebirge und Schneekoppe

Das höchste Gebirge Tschechiens mit der Schneekoppe (Sněžka, 1.603 m). Im Sommer locken Aussichten und Wasserfälle wie der Elbfall, der Mummelfall und der Pantschefall, der höchste des Landes, im Winter die Skigebiete von Spindlermühle (Špindlerův Mlýn) und Petzer (Pec pod Sněžkou).

Ein konkretes Ziel: Fahr mit der Kabinenbahn von Petzer auf den Gipfel der Schneekoppe. Die Grenze zu Polen verläuft genau über den Gipfel, auf der tschechischen Seite steht die Česká poštovna, eine der höchstgelegenen Poststellen Mitteleuropas, von der du eine Karte nach Hause schicken kannst. Für eine längere Tour bieten sich die Schneegruben über der Spindlerbaude an, die schon auf polnischer Seite liegen; mehr zur Nordseite des Gebirges findest du in unserem Artikel über das Riesengebirge in Polen.

Was begeistert: alpine Stimmung und das Panorama von den Kämmen. Anreise: von Görlitz nach Petzer gut 110 Kilometer, etwa zwei Stunden; auf die Schneekoppe mit der Seilbahn oder zu Fuß.

7. Böhmerwald und Lipno-Stausee

Die größten zusammenhängenden Wälder Tschechiens, jenseits der Grenze nahtlos verbunden mit dem Bayerischen Wald. Dazu kommen Gletscherseen wie der Schwarze See und der Teufelssee und am Lipno-Stausee der Baumwipfelpfad mit einer langen Rutsche nach unten. Hier findest du die Ruhe, die dir im Riesengebirge an Sommerwochenenden fehlt.

Ein konkretes Ziel: Geh über den Baumwipfelpfad bei Lipno nad Vltavou. Wer es wilder mag, steigt durch den Urwald am Boubín auf den gleichnamigen Gipfel oder wandert zum Schwarzen See und zum Teufelssee.

Was begeistert: wilde Natur, Seen und lange Radwege rund um den Stausee. Anreise: von Passau nach Lipno rund 95 Kilometer, knapp zwei Stunden; mit der Lokalbahn erreichst du Lipno oder Wallern (Volary).

8. Mährischer Karst und die Macocha

Die Macocha-Schlucht ist 138 Meter tief, du schaust von zwei Brücken auf ihren Grund. Gleich daneben fährst du in der Punkva-Höhle mit dem Boot auf einem unterirdischen Fluss. Es ist das bekannteste Karstgebiet des Landes.

Was begeistert: Abgrund, Tropfsteinhöhle und Bootsfahrt unter der Erde in einem einzigen Ausflug. Anreise: von Brünn rund eine halbe Stunde mit dem Auto oder mit dem Zug nach Blansko und weiter; die Höhlentickets solltest du vorab reservieren, sie sind in der Saison schnell weg.

9. Pollauer Berge und Kulturlandschaft Eisgrub-Feldsberg

Die Kalkfelsen der Pollauer Berge (Pálava) über Nikolsburg (Mikulov), Weinberge bis zum Horizont und direkt daneben eine der größten gestalteten Landschaften Europas: die Schlösser Eisgrub (Lednice) und Feldsberg (Valtice), verbunden durch Alleen, dazu ein Minarett, eine künstliche Burgruine und Kolonnaden im Park. Die ganze Gegend war einst Besitz der Fürsten von Liechtenstein und steht auf der UNESCO-Liste. Bis zur österreichischen Grenze sind es nur ein paar Kilometer.

Was begeistert: südliche Gelassenheit, Wein und Schlossparks, die du am besten mit dem Rad erkundest. Anreise: von Brünn rund 50 Minuten mit dem Auto, von München gut fünf Stunden; zwischen Eisgrub und Feldsberg führt ein schöner Radweg. Führungen und Erlebnisse in Tschechien buchst du über GetYourGuide →

Fassade von Schloss Eisgrub (Lednice) mit Park

10. Teltsch (Telč)

Ein Renaissanceplatz mit Laubengängen und bunten Giebeln, umgeben von Teichen und einem Schloss. Einer der schönsten Plätze Tschechiens, und auch er seit 1992 UNESCO-Welterbe. Unter den Laubengängen findest du Cafés, von denen aus du den Platz in Ruhe auf dich wirken lassen kannst.

Was begeistert: einer der fotogensten Plätze des Landes, weitab vom Massenandrang. Anreise: von der Autobahn D1 bei Iglau (Jihlava) rund 30 Kilometer, gut eine halbe Stunde; mit dem Bus ab Iglau.

11. Kuttenberg (Kutná Hora)

Die mittelalterliche Silberstadt war einst nach Prag die reichste Stadt Böhmens. Heute kommen die Besucher wegen der Kathedrale der heiligen Barbara und wegen des Beinhauses in Sedletz (Sedlec), das mit den Knochen von Zehntausenden Menschen ausgeschmückt ist. Die Altstadt mit der Barbarakirche und der Kathedrale in Sedletz steht auf der UNESCO-Liste.

Was begeistert: eine gotische Kathedrale von Weltrang und ein Beinhaus, das man nicht vergisst. Anreise: mit dem Zug von Prag rund eine Stunde, der perfekte Tagesausflug ohne Auto; von Dresden mit dem Wagen gut 210 Kilometer.

12. Olmütz (Olomouc)

Eine unterschätzte Stadt mit dem nach Prag zweitgrößten Denkmalschutzgebiet des Landes. Auf dem Oberring steht die Dreifaltigkeitssäule (UNESCO), die höchste Barockskulptur Mitteleuropas, dazu kommen Studentenleben und die berühmten Olmützer Quargel zum Bier, ein kräftig riechender Sauermilchkäse.

Was begeistert: großstädtische Plätze ohne großstädtisches Gedränge. Anreise: mit dem Schnellzug von Prag gut zwei Stunden, von Brünn etwa anderthalb.

13. Burg Karlstein (Karlštejn)

Die berühmteste Burg Tschechiens ließ Kaiser Karl IV. im 14. Jahrhundert als Schatzkammer für die Reichskleinodien und Reliquien bauen. Ihre Silhouette über dem Tal der Beraun (Berounka) im Böhmischen Karst kennt jeder, der schon einmal einen Prag-Reiseführer aufgeschlagen hat.

Was begeistert: eine majestätische gotische Burg in Reichweite von Prag. Anreise: mit dem Zug von Prag rund 40 Minuten, dann noch etwa zwei Kilometer zu Fuß bergauf durch das Dorf; rechne mit einer guten halben Stunde. Die Innenräume siehst du nur mit Führung.

14. Schloss Frauenberg (Hluboká nad Vltavou)

Ein weißes neugotisches Schloss nach dem Vorbild von Windsor, das oft als schönstes Schloss Tschechiens bezeichnet wird. Der englische Landschaftspark ringsum ist frei zugänglich und lädt zu einem langen Spaziergang ein.

Was begeistert: ein märchenhaftes weißes Schloss über dem Fluss. Anreise: mit Auto oder Bus rund eine Viertelstunde von Budweis; von Passau etwa 130 Kilometer. Lässt sich wunderbar mit Krumau zu einem Wochenende verbinden.

Weißes Schloss Frauenberg (Hluboká nad Vltavou) über einem grünen Park

15. Burg Busau (Bouzov)

Eine romantische Burg, die der Deutsche Orden an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu ihrem heutigen Aussehen umbauen ließ. Türme und Zinnen wie im Film mitten in den Wäldern am Rand der Hanna-Ebene. In Tschechien kennt sie jedes Kind aus Märchenfilmen, die hier gedreht wurden.

Was begeistert: die wohl märchenhafteste Burg des Landes, eine beliebte Filmkulisse. Anreise: am besten mit dem Auto, rund 40 Minuten von Olmütz.

16. Altvatergebirge und Altvater (Praděd)

Das höchste Gebirge Mährens mit dem Altvater (Praděd, 1.491 m), auf dessen Gipfel ein Sendeturm mit Aussichtsgalerie steht. Dazu Hochmoore, weite Kammwege und eine Stille, die du im Riesengebirge an Sommerwochenenden kaum findest.

Ein konkretes Ziel: Steig auf den Gipfel des Altvaters zum Sendeturm mit Aussichtsplattform und lauf über den Kamm Richtung Hohe Heide (Vysoká hole). Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zur Hohen Tatra.

Was begeistert: raue Kammwanderungen im am dünnsten besiedelten Mittelgebirge Tschechiens. Anreise: am besten mit dem Auto; Ausgangspunkte sind Karlsbrunn (Karlova Studánka) und die Ovčárna unterhalb des Gipfels.

17. Beskiden und Pustevny

Bewaldete Berge mit der Lysá hora (1.323 m) und den Holzbauten von Dušan Jurkovič auf den Pustevny: die Jugendstilbauden Maměnka und Libušín, dazu die Statue des Gottes Radegast und der Baumwipfelpfad Stezka Valaška. Hier beginnt die Mährische Walachei mit ihrer ganz eigenen Holzarchitektur.

Ein konkretes Ziel: Fahr mit der Seilbahn von Trojanovice hinauf zu den Pustevny und zur Jugendstilbaude Maměnka und lauf über den Kamm in rund einer Stunde zur Radegast-Statue mit Blick auf den Radhošť.

Was begeistert: walachische Atmosphäre, Holzarchitektur und Aussicht. Anreise: auf die Pustevny mit der Seilbahn von Trojanovice; mit dem Auto von Ostrau (Ostrava) rund eine Stunde. Die Beskiden gehen übrigens über die Grenze weiter, auf der polnischen Seite warten die Beskiden in Polen.

Bewaldete Kämme der Beskiden mit Wiesen im Vordergrund

18. Holašovice

Ein Dorf mit unversehrtem Dorfplatz im südböhmischen Bauernbarock: bunt verzierte Giebel der Höfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert, rund um einen großen Anger mit Teich. Ein Musterbeispiel des südböhmischen Dorfes, eingetragen in die UNESCO-Liste.

Was begeistert: nur ein Dorfplatz, aber ein perfekter; ideal als kurzer Stopp auf dem Weg nach Krumau. Anreise: mit dem Auto rund 20 Minuten von Budweis.

19. Karlsbad (Karlovy Vary)

Der berühmteste Kurort Tschechiens mit Kolonnaden, heißen Quellen und dem Kräuterlikör Becherovka samt Karlsbader Oblaten. Hier kurten einst Goethe und halb Europa, und seit 2021 gehört Karlsbad zum UNESCO-Welterbe „Bedeutende Kurstädte Europas“, gemeinsam mit Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen.

Was begeistert: Kurstadteleganz und ein Spaziergang von Quelle zu Quelle, mit dem Trinkbecher in der Hand. Anreise: von Chemnitz rund 100 Kilometer, von Nürnberg gut 210 Kilometer über Eger (Cheb); von Prag bequem mit dem Bus.

20. Kremsier (Kroměříž)

Das erzbischöfliche Schloss und zwei Gärten, die zum UNESCO-Welterbe gehören: Der Blumengarten mit Rotunde und 244 Meter langer Kolonnade ist ein Barockgarten von europäischem Rang, der Schlossgarten ein weitläufiger Landschaftspark. Wegen seiner Kunstsammlungen und Bibliothek nennt man Kremsier auch das „Athen der Hanna“.

Was begeistert: Barockgärten, wie du sie sonst nirgends in Tschechien findest. Anreise: mit dem Zug über Hulín mit kurzem Umstieg; mit dem Auto von Brünn rund 50 Minuten.

21. Stramberg (Štramberk)

Ein Städtchen unter dem 40 Meter hohen Burgturm Trúba, mit Holzhäuschen, die sich den Hang hinaufdrängen, und den duftenden Stramberger Ohren, einem Lebkuchengebäck in Form von Ohren. Wegen seiner malerischen Lage nennt man es das „Walachische Bethlehem“.

Was begeistert: malerische Holzhäuser und der Ausblick vom Turm. Anreise: mit Auto oder Bus von Neutitschein (Nový Jičín); von Ostrau rund 45 Minuten.

22. Leitomischl (Litomyšl)

Ein Renaissanceschloss mit Sgraffito-Fassade, die Geburtsstadt von Bedřich Smetana, dem Komponisten der „Moldau“, und eine lebendige Kulturstadt. Das Schlossareal steht auf der UNESCO-Liste. Rund um den Schlossberg sind in den letzten Jahrzehnten viele Bauten moderner tschechischer Architekten entstanden, die gut zum historischen Kern passen.

Was begeistert: ein langer Laubenplatz und ein aristokratisches Schloss. Anreise: am besten mit dem Auto; mit dem Bus von Zwittau (Svitavy) oder Böhmisch Trübau (Česká Třebová), die an der Bahnstrecke Prag–Brünn liegen.

23. Wittingau (Třeboň) und die südböhmischen Teiche

Ein Kurstädtchen mitten in einer Teichlandschaft, die Menschen seit der Renaissance angelegt haben. Der Teich Svět liegt direkt hinter der Stadtmauer, dazu kommt der berühmte Damm des Rosenberger Teichs, und dazwischen führen flache Wege für Rad und Inlineskates. Ruhe, Karpfen und das Bier der Brauerei Regent.

Was begeistert: Wasser, Stille und ein Renaissanceplatz gleich nebenan. Anreise: von Passau gut 150 Kilometer, knapp zweieinhalb Stunden; mit dem Zug über Veselí nad Lužnicí oder von Budweis.

24. Saar (Žďár nad Sázavou) und der Grüne Berg

Die Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg (Zelená hora) stammt vom genialen Baumeister Jan Blažej Santini. Grundriss, Altäre und Tore sind ganz auf die Zahl Fünf aufgebaut, nach der Legende von den fünf Sternen, die über dem Leichnam des Heiligen in der Moldau erschienen sein sollen. Eigener UNESCO-Eintrag.

Was begeistert: eine Mischung aus Barock und Gotik, wie du sie nirgends sonst siehst. Anreise: von der Autobahn D1 bei Velké Meziříčí gut 30 Kilometer, rund eine halbe Stunde; mit dem Zug nach Žďár nad Sázavou.

25. Burg Pürglitz (Křivoklát)

Eine mächtige gotische Burg der Přemysliden, in der auch der junge Karl IV. einen Teil seiner Kindheit verbrachte, versteckt in den tiefen Wäldern des Biosphärenreservats Křivoklátsko. Eine königliche Jagdresidenz mit erhaltener Kapelle und Bibliothek, zu der die Straße und die Bahn am Fluss Beraun entlangführen.

Was begeistert: eine authentische mittelalterliche Burg mitten in unberührter Natur. Anreise: mit dem Zug von Prag über Beroun auf der malerischen Strecke im Tal der Beraun, der Haltepunkt Křivoklát liegt direkt unter der Burg; mit dem Auto etwa eine Stunde von Prag.

26. Kokořín-Gebiet: Burg Kokořín und Bösig (Bezděz)

Die Heimat des Dichters Karel Hynek Mácha ist voller Sandsteinfelsen, Schluchten und zweier romantischer Burgen. Die Burg Kokořín versteckt sich in einem Tal, der gotische Bösig mit seinen zwei Türmen thront auf einem einsamen Kegel, den Mácha in seinen Texten verewigt hat, und bietet einen weiten Blick über das Land.

Was begeistert: zwei markante Burgen und felsige Wälder, nur eine Stunde nördlich von Prag. Anreise: am besten mit dem Auto; von Dresden sind es nach Kokořín rund 140 Kilometer, zum Bösig gut 130. Zum Bösig fährt auch ein Zug bis zum Bahnhof Bezděz, von dort geht es zu Fuß bergauf.

27. Wasserschloss Rothlhota (Červená Lhota)

Ein Renaissance-Wasserschloss mit feuerroter Fassade, das auf einem Felsinselchen mitten im Teich steht und sich im Wasser spiegelt. Eines der fotogensten Bauwerke Tschechiens, das die Tschechen aus unzähligen Märchenfilmen kennen.

Was begeistert: ein Märchenschlösschen auf dem Wasser, umgeben von Wäldern. Anreise: am besten mit dem Auto, es liegt in Südböhmen nahe Neuhaus (Jindřichův Hradec); mit dem Zug geht es bis Kardašova Řečice und von dort mit dem Bus oder Rad weiter, am Wochenende fahren die Busse allerdings nur selten.

28. Burg Pernstein (Pernštejn)

Eine der am besten erhaltenen Burgen des Landes, gotisch im Kern und in der Renaissance ausgebaut,, die wegen des hellen, marmorartigen Steins ihrer Portale die „Marmorburg“ genannt wird. Ein Gewirr aus Treppen, Erkern und gewölbten Sälen über dem Tal der Schwarzawa (Svratka) an der Grenze zur Böhmisch-Mährischen Höhe.

Was begeistert: eine Burg, die nie erobert wurde, mit ehrlicher mittelalterlicher Atmosphäre. Anreise: mit dem Zug nach Nedvědice und von dort knapp zwei Kilometer zu Fuß; mit dem Auto von Brünn rund 45 Kilometer, eine knappe Stunde.

29. Zlabings (Slavonice)

Ein Renaissancestädtchen direkt an der österreichischen Grenze, dessen Plätze von Häusern mit feinen Sgraffiti gesäumt sind. Unter der Stadt zieht sich ein Netz geheimnisvoller mittelalterlicher Gänge, das du mit einer Führung erkunden kannst. Weil Zlabings nach 1945 jahrzehntelang am Eisernen Vorhang lag, ist die Altstadt fast unverändert geblieben.

Was begeistert: unverfälschte Renaissance ohne Menschenmassen und die Stimmung eines vergessenen Grenzlandes. Anreise: mit dem Auto über Datschitz (Dačice), von München rund 380 Kilometer; mit der Lokalbahn von Kostelec u Jihlavy oder Teltsch.

30. Brünn (Brno)

Die zweitgrößte Stadt Tschechiens verbindet Geschichte mit moderner Architektur. Die funktionalistische Villa Tugendhat von Ludwig Mies van der Rohe steht auf der UNESCO-Liste, dazu kommen die Burg Spielberg (Špilberk) über der Stadt, die Kathedrale St. Peter und Paul und der lebhafte Freiheitsplatz mit seinen Cafés.

Was begeistert: entspannte Studentenatmosphäre und Architektur von der Gotik bis zum Funktionalismus. Anreise: mit dem Zug von Prag etwa zweieinhalb Stunden, mit dem Auto von Berlin oder München jeweils knapp sechs Stunden; Führungen durch die Villa Tugendhat solltest du lange im Voraus buchen.

31. Westböhmisches Bäderdreieck

Karlsbad, Marienbad (Mariánské Lázně) und Franzensbad (Františkovy Lázně) stehen seit 2021 gemeinsam als Teil der „Bedeutenden Kurstädte Europas“ auf der UNESCO-Liste. Kolonnaden, Quellen, Kurwaffeln und eine Architektur aus der Zeit, als hier die europäische Oberschicht kurte. Karlsbad haben wir oben schon vorgestellt, deshalb lohnt sich für die anderen beiden ein zweiter Tag: Am besten besuchst du alle drei und vergleichst, wie verschieden sie sind. Karlsbad ist das lebhafteste, Marienbad mit seinen Parks das grünste und Franzensbad das intimste. Für Franken und Vogtländer liegt das Dreieck praktisch vor der Haustür: Von Hof bis Franzensbad sind es nur rund 50 Kilometer, von Nürnberg nach Marienbad knapp 190.

32. Jeschken (Ještěd)

Das Hotel mit Sendeturm auf dem Gipfel über Reichenberg (Liberec) wurde 1973 nach dem Entwurf von Karel Hubáček fertiggestellt und gilt als eines der markantesten Bauwerke der tschechischen Moderne. Die Form eines Rotationshyperboloids setzt die Silhouette des Berges wie selbstverständlich fort. Hinauf kommst du mit der Seilbahn oder auf Wanderwegen, und bei klarer Sicht schaust du bis nach Deutschland und Polen. Von Zittau aus sind es bis Liberec nur rund 30 Kilometer.

33. Weiße Oppa (Bílá Opava) und Altvater

Das wildeste Tal des Altvatergebirges und die schönste Art, den Altvater zu Fuß zu erreichen. Der Weg entlang der Weißen Oppa führt ab Karlsbrunn über Leitern, Stege und Brücken an Kaskaden und Wasserfällen vorbei bergauf und endet an der Ovčárna unterhalb des Altvaters. Von dort steigst du weiter zum Aussichtsturm auf dem höchsten Berg Mährens. Die Schlucht ist im Winter wegen Eisschlags gesperrt; plane die Tour also zwischen Frühjahr und Herbst und nimm Schuhe mit gutem Profil mit, die Stege sind oft nass.

34. Braunauer Land (Broumovsko)

Die Felsenstadt von Adersbach kennt jeder, aber das Land um Braunau (Broumov) bietet mehr: die Felsenstädte der Braunauer Wände (Broumovské stěny), das barocke Benediktinerkloster in Braunau und eine Gruppe von Dorfkirchen der Baumeister Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer. Diese Verbindung aus Sandsteinfelsen und Hochbarock findest du sonst nirgends in Tschechien. Das Braunauer Land grenzt direkt an Polen und ist von Görlitz aus in rund zweieinhalb Stunden erreichbar.

35. Thayatal (Podyjí) und Znaim

Der kleinste Nationalpark Tschechiens liegt im Canyon der Thaya (Dyje) und geht auf österreichischer Seite nahtlos in den Nationalpark Thayatal über. Ein Lehrpfad folgt dem ehemaligen Eisernen Vorhang, dazu kommen Aussichtspunkte über den Flussschleifen und Heideflächen. Znaim (Znojmo) unterhalb des Parks ergänzt das Ganze mit seinem unterirdischen Gängesystem, der Rotunde der heiligen Katharina mit romanischen Fresken und vielen Weingütern, sodass du Natur und Wein an einem Wochenende verbinden kannst.

Tschechien Sehenswürdigkeiten: Natur oder Städte?

Wenn du nicht weißt, womit du anfangen sollst, hilft es, nach Stimmung auszuwählen. Für Natur fährst du zu den Felsen und in die Berge, für Atmosphäre und Geschichte in die Städte und zu den Schlössern. Wir kombinieren am liebsten: einen Tag in der Stadt, einen in den Hügeln.

Für NaturFür Städte und Baudenkmäler
Böhmische Schweiz (Felsen und Klammen)Prag (Panorama, Burg)
Adersbach und Böhmisches Paradies (Felsenstädte)Krumau (Renaissancemärchen)
Riesengebirge, Altvatergebirge, Beskiden (Berge)Teltsch, Leitomischl (Renaissanceplätze)
Böhmerwald und Lipno (Wälder, Seen)Kuttenberg, Olmütz (Gotik, Barock)
Pollauer Berge (Weinberge und Kalkfelsen)Karlsbad, Kremsier (Kurstadt, Gärten)
Mährischer Karst (Höhlen, Schlucht)Karlstein, Frauenberg, Busau (Burgen und Schlösser)
Kokořín-Gebiet (Felsen, Burgen Kokořín und Bösig)Pürglitz, Pernstein, Rothlhota (Burgen und Schlösser)
Wittingauer Land (Teiche und Moore)Brünn, Zlabings (Großstadt, Renaissance)

💡 Tipp: Verbinde Orte, die nah beieinander liegen. Krumau, Frauenberg und Holašovice sind ein südböhmisches Wochenende, das du von Passau aus gut erreichst; die Pollauer Berge, Eisgrub und Nikolsburg ergeben ein Wochenende in Mähren; Adersbach und das Böhmische Paradies schaffst du zusammen im Norden, keine drei Stunden von Görlitz.

UNESCO-Welterbe in Tschechien

Gemessen an seiner Fläche gehört Tschechien zu den Ländern mit der höchsten Dichte an Welterbestätten: Auf der UNESCO-Liste stehen 17 Einträge. Viele davon sind direkt Teil dieser Auswahl, sodass du das „Sammeln“ von Welterbe leicht mit einem Ausflug verbinden kannst. Zwei Einträge teilt Tschechien übrigens mit Deutschland: die Montanregion Erzgebirge und die Bedeutenden Kurstädte Europas.

  • Prag: historisches Zentrum (1992)
  • Krumau: historisches Zentrum (1992)
  • Teltsch: historisches Zentrum (1992)
  • Kuttenberg: Altstadt mit der Barbarakirche und der Kathedrale in Sedletz (1995)
  • Kulturlandschaft Eisgrub-Feldsberg: gestaltete Landschaft (1996)
  • Holašovice: historisches Dorf (1998)
  • Kremsier: Schloss und Gärten (1998)
  • Leitomischl: Schloss (1999)
  • Olmütz: Dreifaltigkeitssäule (2000)
  • Saar: Wallfahrtskirche des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg (1994)
  • Karlsbad, Marienbad und Franzensbad: Teil der „Bedeutenden Kurstädte Europas“ (2021)
  • Brünn: Villa Tugendhat (2001)
  • Trebitsch (Třebíč): jüdisches Viertel und Basilika des heiligen Prokop (2003)
  • Kladruby nad Labem: Landschaft für Zucht und Ausbildung von Zeremonialkutschpferden (2019)
  • Erzgebirge: Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, gemeinsamer Eintrag mit Sachsen (2019)
  • Saaz (Žatec): die Stadt und die Landschaft des Saazer Hopfens (2023)
  • Buchenwälder im Isergebirge: einziges Naturerbe, Teil des europäischen Eintrags der alten Buchenwälder (2021)

Zusammen sind es also 17 Einträge, davon sechzehn Kulturerbe und ein Naturerbe (die Buchenwälder im Isergebirge). Wer mehr Natur ohne Menschenmassen sucht, kehrt zu den Felsenstädten, Bergen und Höhlen weiter oben in der Liste zurück.

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Häufige Fragen zu Tschechien Sehenswürdigkeiten

Was muss man in Tschechien gesehen haben? Wenn wir uns auf vier sichere Ziele festlegen müssen, dann sind es Prag, Krumau, die Böhmische Schweiz mit dem Prebischtor und die Felsenstadt Adersbach. Damit hast du einen Querschnitt durch alles, was Tschechien ausmacht: Großstadt, Renaissancemärchen und wilde Sandsteinnatur.

Wo ist Tschechien in der Natur am schönsten? Für Felsen fährst du in die Böhmische Schweiz, nach Adersbach und ins Böhmische Paradies, für Berge ins Riesengebirge, ins Altvatergebirge und in die Beskiden, für Wälder und Seen in den Böhmerwald und an den Lipno-Stausee. Wer Süden und Wein sucht, fährt in die Pollauer Berge, wer Höhlen mag, in den Mährischen Karst zur Macocha.

Welche ist die schönste Stadt in Tschechien außer Prag? Am häufigsten wird Krumau genannt, dicht gefolgt von Teltsch, Olmütz, Kuttenberg und Leitomischl. Für Kurstadtflair ist Karlsbad unschlagbar, für Barockgärten Kremsier.

Wie viele UNESCO-Welterbestätten hat Tschechien? Tschechien hat 17 Einträge auf der UNESCO-Welterbeliste, 16 Kulturerbe und ein Naturerbe. Zu den meistbesuchten gehören Prag, Krumau, Teltsch, Kuttenberg, Holašovice, die Kulturlandschaft Eisgrub-Feldsberg und der Grüne Berg in Saar. Das Erzgebirge und die Kurstädte teilt sich Tschechien mit Deutschland.

Wann ist die beste Reisezeit für Tschechien? Mai, Juni und September. Die Natur ist frisch oder golden, das Wetter angenehm, und es gibt weder den Andrang der tschechischen Sommerferien noch deren Preise. Berge und Felsen sind im Frühjahr und Herbst am schönsten, Städte funktionieren das ganze Jahr, und Krumau ist auch im Winter zauberhaft.

Kann man Tschechien ohne Auto bereisen? Zum großen Teil ja. Prag erreichst du mit dem EuroCity aus Berlin, Hamburg und Dresden direkt, und von dort sind Kuttenberg, Olmütz, Karlsbad, Karlstein, Krumau und sogar Adersbach gut mit Bahn oder Bus zu erreichen. Ein Auto brauchst du vor allem in den Pollauer Bergen, im Gebiet von Eisgrub und Feldsberg, im Altvatergebirge und in den Beskiden, wo die Ziele weit auseinanderliegen.

Welche Sehenswürdigkeiten in Tschechien eignen sich für Kinder? Die Felsenstädte Adersbach und Prachov mit ihren Booten und engen Durchgängen, der Baumwipfelpfad mit Rutsche am Lipno-Stausee, die Punkva-Höhle im Mährischen Karst mit der Bootsfahrt, das Schloss Frauenberg und die Märchenburg Busau. Auch die Seilbahn hinauf zu den Pustevny kommt bei Kindern gut an.

Wie vermeidet man den Andrang an den bekanntesten Orten? Fahr außerhalb von Juli und August und komm früh am Morgen: in Adersbach und am Prebischtor am besten vor neun Uhr. Wer direkt in Krumau übernachtet, hat die Gassen fast für sich, sobald am Abend die Reisebusse abgefahren sind.

Welche Sehenswürdigkeiten liegen nahe der deutschen Grenze? Von Sachsen aus sind die Böhmische Schweiz, Jeschken, das Erzgebirge und über Zittau das Böhmische Paradies am nächsten. Von Franken und dem Vogtland erreichst du schnell das Bäderdreieck mit Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Aus Niederbayern und vom Bayerischen Wald bist du in kurzer Zeit im Böhmerwald, am Lipno-Stausee und in Krumau, und zusammen mit Frauenberg und Holašovice ergibt das ein ideales Wochenende.

Kann man in Tschechien mit Euro bezahlen, und ist eine Reise teuer? Landeswährung ist die tschechische Krone (CZK), ein Euro entspricht derzeit rund 24 Kronen. Euro nehmen manche Geschäfte und Hotels in Grenznähe und in Prag an, meist aber zu einem schlechten Kurs; mit Karte zahlst du fast überall. Eine Reise muss nicht teuer sein: Viele Naturziele sind kostenlos oder verlangen nur einen kleinen Eintritt (Adersbach zum Beispiel), Burgen, Schlösser und Höhlen kosten meist einige Hundert Kronen. Außerhalb der Hauptsaison im Frühjahr und Herbst sparst du zusätzlich bei der Unterkunft.

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